Gesund nicht nur durchs Wasser

Warum es in Aitrang künftig donnerstags zum Kneippen geht

In Aitrang wird das Kneipp-Wesen gefördert. Es gibt regelmäßig Treffs, bei denen es sich nur ums gemeinsame Wassertreten geht.

In Aitrang wird das Kneipp-Wesen gefördert. Es gibt regelmäßig Treffs, bei denen es sich nur ums gemeinsame Wassertreten geht.

Bild: Andreas Berger (Symbolfoto)

In Aitrang wird das Kneipp-Wesen gefördert. Es gibt regelmäßig Treffs, bei denen es sich nur ums gemeinsame Wassertreten geht.

Bild: Andreas Berger (Symbolfoto)

Ein neues Angebot in Aitrang soll die Gesundheit der Bürger stärken. Es geht um die Regeln von Pfarrer Kneipp. Dahinter steckt aber mehr als nur Wassertreten.
20.05.2022 | Stand: 04:00 Uhr

Wassertreten, Armbäder, Güsse: Das sind die wohl bekanntesten Maßnahmen, mit denen Pfarrer Sebastian Kneipp seinerzeit die Gesundheit der Menschen gefördert hat. Fast genau zu seinem 201. Geburtstag startet in Aitrang ein neues Gesundheitsangebot für alle Bürgerinnen und Bürger.

Das steckt hinter "Kneippen in Aitrang"

An der Wassertretanlage am Dorfplatz in Aitrang gibt es dazu künftig regelmäßig donnerstags ab 19 Uhr das Angebot „Kneippen in Aitrang“. Es soll den Präventionsgedanken weitertragen und das Bewusstsein um die eigene Gesundheit und gesundheitsförderndes Verhalten ausbauen. Dazu wurden mit Karl-Heinz Aut, Birgit Wiedemann, Thorsten Scheuba und Marianne Albrecht eigens vier ehrenamtliche Kneipp-Anleiter ausgebildet. Gefördert wurde dies über das Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Bergaufland Ostallgäu.

Das neue Kneipp-Angebot soll sich nicht nur mit der berühmten Wassertherapie befassen: Die weiteren vier Elemente des „ganzheitlichen Konzepts für einen präventiven Lebensstil nach Pfarrer Sebastian Kneipp“ werden zum Thema der Treffen an der Tretanlage.

So trifft „Kneippen in Aitrang“ laut Ankündigung die Handlungs- und Entwicklungsziele der LAG perfekt, denn es fördere damit Ehrenamt und Ortsentwicklung, steigere die Lebensqualität aller Generationen und stärke lebenslanges Lernen und Gesundheitsentwicklung durch Wissen.

Woher die Idee vom Kneippen in Aitrang stammt

Der Arbeitskreis Senioren und Soziales arbeitete nach der Idee von Quartiersmanagerin Birgit Martin bei den Planungen eng mit dem Quartiersbüro Aitrang und Ruderatshofen zusammen. Denn schon Pfarrer Kneipp stellte einst fest: „Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern“. Elke Moser als Vorsitzende des Touristikvereins begrüßt das neue Angebot „Kneippen in Aitrang“. Sie sieht es als wertvolle Aktivität für die Urlauber an.

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Glosse

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Am Freitag, 3. Juni, findet ab 18 Uhr die feierliche Einweihung der Anlage durch Pfarrer Jinesh statt – quasi als Berufungskollege des „Pfarrers mit der Gießkanne“. Die Hydrotherapeutin, Buchautorin und Referentin an der Sebastian-Kneipp-Akademie, Ines Wurm-Fenkl, ist auch mit von der Partie und steht für Anwendungen und Fragen zur Verfügung. Kleine kulinarische Kostproben nach den Ernährungsempfehlungen von Pfarrer Kneipp werden anschließend gereicht.

Ein Fest rund um Sebastian Kneipp

Das Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ des Bergaufland Ostallgäu hilft bei bürgerschaftlichem Engagement im Ostallgäu und wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Zusätzliche Förderung gibt es von der AOK Bayern. „Wir als Gesundheitskasse legen großen Wert auf Bewegung und Entspannung. Dies lässt sich beim Kneippen besonders gut miteinander verbinden“, sagt Bernd Ruppert Direktor der AOK Direktion Kaufbeuren-Ostallgäu.

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