Gemeinderat Ruderatshofen

Weitere Lagerhallen im Sondergebiet Energie in Ruderatshofen möglich

Futtertrocknung Hubert Schmid Ruderatshofen

Die Brennpunkt Energie GmbH bei Ruderatshofen: Die Firma will auf dem Gelände künftig auch Lagerhallen bauen dürfen. Sie dürfen nun maximal 12,5 und 13,5 Meter hoch werden. Beantragt war eine Höhe von bis zu 21 Metern. Die Verwaltung wurde zur erneuten öffentlichen Auslegung beauftragt, die bis zum 9. April läuft.

Bild: Mathias Wild

Die Brennpunkt Energie GmbH bei Ruderatshofen: Die Firma will auf dem Gelände künftig auch Lagerhallen bauen dürfen. Sie dürfen nun maximal 12,5 und 13,5 Meter hoch werden. Beantragt war eine Höhe von bis zu 21 Metern. Die Verwaltung wurde zur erneuten öffentlichen Auslegung beauftragt, die bis zum 9. April läuft.

Bild: Mathias Wild

Ruderatshofener Gremium stimmt Plan-Änderung zu. Was der Betreiber alles zu beachten hat.
15.03.2021 | Stand: 13:45 Uhr

Die Planung der Firma Hubert Schmid im Ruderatshofener „Sondergebiet Energie“ im Dreieck zwischen B 12 und Kreisstraße OAL 7 Marktoberdorf-Ruderatshofen ist einen Schritt weiter. Nach Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung zur erneuten öffentlichen Auslegung, die bis zum 9. April läuft.

Die geschäftsführende Gesellschafterin des Planungsbüros Lars Consult, Monika Beltinger, hatte zusammen mit ihrer Mitarbeiterin, der Raumplanerin Katharina Munz, die Stellungnahmen im Gemeinderat vorgetragen, die zur ersten Änderung des Bebauungsplanes abgegeben worden waren. Munz erinnerte nochmals kurz, dass es hierbei darum geht, das Baufenster im Plangebiet etwas weiter nach Westen zu rücken. Es soll ein Lagerplatz entstehen (wir berichteten) sowie Silos ermöglicht werden. Von den 26 beteiligten Behörden haben 16 mit Bedenken oder Anregungen geantwortet.

Höhen der Hallen differenziert reduziert

Das Areal liege in einem Wasservorranggebiet, leitete Munz die Abwägungen der Stellungnahmen ein. Zur beantragten Gebäudehöhe von 18,5 bis 21 Meter – dies entspricht der Höhe des gesamten Bestands – machte die Bauabteilung des Ostallgäuer Landratsamtes einen anderen Vorschlag. Lagerhallen sollten maximal 12,5 und 13,5 Meter hoch werden (Wand- zu Firsthöhe). Silos sollten nach Bedarf im Einzelfall und nach Beratung im Ratsgremium bis zu 18,5 und 21 Meter Höhe (ebenfalls Wand- zu Firsthöhe) erreichen dürfen. Diesem differenzierten Reduzieren stimmten auch die Planer der Firma Schmid zu.

Problematischer ist die Situation des Grundwassers, wie die Untere Wasserrechtsbehörde des Landratsamtes Ostallgäu einwandte. Das Areal liege im Bereich des Kaufbeurer Trinkwassergebietes. Da das Grundwasser relativ weit oben anstehe, dürfe Niederschlagswasser nicht ungereinigt in den Boden sickern. Die Kollegen der Unteren Bodenschutzbehörde wünschen sich, dass die Versiegelung so gering wie möglich gehalten werde. Und sie wiesen darauf hin, dass schadstoffbelasteter Boden und Aushub ordnungsgemäß zu entsorgen sei.

Erneute Auslegung

Das Staatliche Bauamt in Kempten begrüßte es, dass das Baufenster auf dem bisherigen Lagerplatz etwas weiter von der vorbeiführenden B 12 weggerückt wird. Dies dient auch der Planung, die Bundesstraße künftig vierspurig auszubauen. Die übrigen Stellungnahmen bedurften keiner besonderen Abwägung. Daher beschloss der Gemeinderat einstimmig diese Änderungen und die erneute Auslegung.

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