Naturschutz

Weiteres Paradies für Insekten entsteht in Marktoberdorf

Besprechung an der Schlossbergwiese: (von links) städtischer Gärtnermeister Robert Hiedl, Kassier und Vorsitzender Imkerverein Marktoberdorf Mattias Fischer und Christian Kneip, Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell und Zweiter Vorsitzender Imkerverein Manfred Schabacker.

Besprechung an der Schlossbergwiese: (von links) städtischer Gärtnermeister Robert Hiedl, Kassier und Vorsitzender Imkerverein Marktoberdorf Mattias Fischer und Christian Kneip, Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell und Zweiter Vorsitzender Imkerverein Manfred Schabacker.

Bild: Foto: Heinz Budjarek

Besprechung an der Schlossbergwiese: (von links) städtischer Gärtnermeister Robert Hiedl, Kassier und Vorsitzender Imkerverein Marktoberdorf Mattias Fischer und Christian Kneip, Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell und Zweiter Vorsitzender Imkerverein Manfred Schabacker.

Bild: Foto: Heinz Budjarek

Seit Jahren gestaltet die Stadt Grünflächen in Blühwiesen um. Auch am Schlossberg sollen künftig keine Blumenbildnisse mehr zu finden sein. Wen die Stadt ins Boot holt und welche Pläne es gibt.
04.08.2020 | Stand: 16:13 Uhr

Die Marktoberdorfer Schlossbergwiese hat schon einiges gesehen. Und sie wird von vielen gesehen, die über die Stufen oder über die Kurfürstenstraße hinauf zur Stadtpfarrkirche St. Martin gehen oder fahren. Daher wurde sie in der Vergangenheit immer repräsentativ gestaltet. Zum Beispiel wurde über längere Zeit mit verschiedenfarbigen Blüten das Stadtwappen nachgebildet. Jetzt aber wird sie zur insektenfreundlichen Wildblumenwiese umgestaltet. Von der Straße am Fuß des Hügels bis hinauf zur Friedhofsmauer sollen Biene und Co. sich wohlfühlen. Ein Projekt, das der Imkerverein Marktoberdorf ideell, aber mit 500 Euro auch materiell unterstützt.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell, Stadtgärtner Robert Hiedl sowie Vertreter des Imkervereins trafen sich vor Ort zu einer Besprechung. Dabei kristallisierte sich heraus, dass im Bereich des Friedhofs auch kleinere Bienenstände aufgestellt werden sollen. Ins Konzept passen auch die Linden in dieser Umgebung. Sie geben dem Blütenhonig einen ganz speziellen Geschmack.

Etwas zurückgeben

Wie der Vorsitzende des Imkervereins, Christian Kneip, sagt, wollte sein Verein der Stadt etwas zurückgeben, das er vor zwei Jahren beim Schwäbischen Imkertag in Marktoberdorf von ihr bekommen hat: viel ideelle und auch materielle Unterstützung. Die 500 Euro würden zwar sicher nicht die tatsächlichen Kosten des Projektes abdecken. Dennoch solle das gemeinsame Projekt ein Dankeschön sein.

Schon heuer sind auf einer Insel in dieser Schlosswiese statt Begonien bunte Wiesenblumen zu sehen. Drumherum sprießen Gras und alle möglichen Kräuter. Das soll sich im Laufe der Jahre immer weiter in Richtung Wildblumenwiese entwickeln. Noch ist der Boden ziemlich fett und nährstoffreich. Aber durch die richtige Bepflanzung und Pflege kann an diesem Hang ein Paradies für Insekten entstehen. „Insekten brauchen Blumen“, sagt Stadtgärtner Hiedl. Dabei seien nicht nur die Blüten, sondern auch die Stängel wichtig, an denen sie überwintern könnten. Auf der Wiese soll mit der Zeit eine robuste Artenvielfalt entstehen, die mit den Ostallgäuer Witterungsverhältnissen gut zurecht kommt. Auch auf vielen anderen öffentlichen Flächen achtet die Stadt bereits auf eine insektenfreundliche Bepflanzung.