Ergebnis von Studie

Welche vielen Möglichkeiten im Obergünzburger Mangoldhaus stecken

Das sanierungsbedürftige Mangoldhaus in Obergünzburg soll  renoviert und wieder genutzt werden. Eine Machbarkeitsstudie ist jetzt im Marktrat vorgestellt worden.

Das sanierungsbedürftige Mangoldhaus in Obergünzburg soll renoviert und wieder genutzt werden. Eine Machbarkeitsstudie ist jetzt im Marktrat vorgestellt worden.

Bild: Hermann Knauer

Das sanierungsbedürftige Mangoldhaus in Obergünzburg soll renoviert und wieder genutzt werden. Eine Machbarkeitsstudie ist jetzt im Marktrat vorgestellt worden.

Bild: Hermann Knauer

Die Obergünzburger Architektin Marion Bartl stellt eine Machbarkeitsuntersuchung vor. Warum der Denkmalschutz immer dabei ist.
21.07.2021 | Stand: 06:19 Uhr

Eine Machbarkeitsuntersuchung für die Sanierung und Umnutzung des Mangoldhauses in Obergünzburg (Poststraße 1) stellte Architektin Marion Bartl bei der Marktratssitzung vor. Das Haus steht unter Ensembleschutz. Es gehört zum denkmalgeschützten Bereich rings um die Martinskirche.

Die Architektin erläuterte die notwendigen Erhaltungsmaßnahmen bis hin zur energetischen Sanierung. Sie empfahl unter anderem, die eingestürzten Keller aufzufüllen und mit einer Bodenplatte, die von unter gedämmt werden könnte, zu verschließen. Sie wies auch darauf hin, dass auf dem Areal mit Bodendenkmälern zu rechnen ist. Deshalb sei selbst bei Grabarbeiten immer auch die Denkmalpflege hinzuzuziehen.

Von Veranstaltungsräumen bis Büros

Interessante Vorschläge machte sie zur Nutzung der einzelnen Bereiche mit Veranstaltungsräumen im Erdgeschoss und im zweiten Stock. Dort könnte der Raum bis in den Dachstuhl geöffnet werden. Im ersten Stock könnten Büros untergebracht werden. Es sei möglich, dafür die notwendigen Raumhöhen herzustellen, führte sie aus.

Auch für den Hofbereich als Mittelpunkt zwischen dem Mangoldhaus und dem Heimat- wie dem Südseemuseum machte sie Gestaltungsvorschläge. Für die Sanierung und Umnutzung des Hauses rechnete sie mit rund 2,1 Millionen Euro. Einen Abriss samt Neubau – falls dies genehmigt würde – veranschlagte sie mit rund drei Millionen Euro. Dann stellte sie sich den Fragen aus dem Gremium.

Wie Bürgermeister Lars Leveringhaus festhielt, zeige die Machbarkeitsuntersuchung die Möglichkeit, den Bestand des Mangoldhauses zu erhalten und zu sanieren. Zudem sei ein Veranstaltungsraum zur Entlastung des Rathaussaals dringend notwendig. Er bat aber auch die Markträte, alternative Ideen zur künftigen Nutzung des Hauses noch mitzuteilen.

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