Marktoberdorf

Wer hat Lust, eine traditionelle Tracht zu schneidern?

Aktuell wieder nachschneidern will der Marktoberdorfer Heimatverein das Oberdorfer Gwand. 1984 war die damals erneuerte Tracht von Mitgliedern des Heimatvereins erstmals präsentiert worden.

Aktuell wieder nachschneidern will der Marktoberdorfer Heimatverein das Oberdorfer Gwand. 1984 war die damals erneuerte Tracht von Mitgliedern des Heimatvereins erstmals präsentiert worden.

Bild: Eduard Baumgartner

Aktuell wieder nachschneidern will der Marktoberdorfer Heimatverein das Oberdorfer Gwand. 1984 war die damals erneuerte Tracht von Mitgliedern des Heimatvereins erstmals präsentiert worden.

Bild: Eduard Baumgartner

Heimatverein sucht interessierte Frauen, die sich eine Tracht nähen wollen. Pflege der Tracht in die Satzung aufgenommen.

17.08.2020 | Stand: 15:33 Uhr

Es war der Landfrauentag am 27. Juni 1984, als Irmengard und Erwin Stuber auf der Bühne des Modeons das Oberdorfer Gwand erstmals präsentierten. Die erneuerte Tracht gibt es seither als Festtags- und als Alltagsgwand. Nach nunmehr 36 Jahren will der Marktoberdorfer Heimatverein erneut eine Gruppe von Interessentinnen finden, die die historische Tracht schneidern wollen. Zu dieser Aktion, die im November beginnen soll, können sich interessierte Frauen bis Ende September beim Heimatverein anmelden.

Irmengard Stuber war vor knapp vier Jahrzehnten vielseitig aktiv. Sie hatte nicht nur die heute noch erhaltene Tracht geschneidert, das Oberdorfer Gwand. Sie schrieb in den Jahren von 1983 bis 1985 auch den Oberdorfer Heimatbrief, der vom Heimatverein jährlich herausgegeben wird und Ex-Oberdorfer in aller Welt erreicht. Mehrere Mitglieder der Trachtengruppe im Marktoberdorfer Heimatverein haben damals eine erneuerte Festtagstracht geschneidert. Irmengard Stuber erinnert sich noch gut an diese Zeit. Diese Präsentation 1984 hatte ein großes Medienecho in der Allgäuer Zeitung ausgelöst, wie Andreas Berg vom städtischen Archiv anhand mehrerer Zeitungsartikel herausgefunden hat. Rosemarie Zacherl aus der Trachtengruppe des Heimatvereins hatte beschrieben, wie diese historische Tracht aussah. 

Da in der Satzung des Heimatvereins einer der Aufträge lautet, sich um die Pflege des Oberdorfer Gwands zu kümmern, wollen die Vorstandsmitglieder eine Möglichkeit schaffen, weitere Gewänder zu nähen. Zum (Nach-)Schneidern des Oberdorfer Gwands unter kundiger Anleitung werden interessierte Frauen gesucht. Bis Ende September können sich diese anmelden (Angelika Gapp, Telefon 08342-899043 oder E-Mail angelika.gapp@heimatverein-marktoberdorf.de). Sollten sich mehr als sechs Personen melden, würde eventuell eine weitere Gruppe gebildet werden. Beginnen wird die Aktion im November. Wichtig ist: Jede Teilnehmerin muss ihre eigene Nähmaschine mitbringen.