Turnen

Weshalb Clara Epp aus Marktoberdorf Grund zur Freude hat

Clara Epp zeigte auch am Schwebebalken eine sehr gute Leistung. Zusammen mit den Wertungen an den anderen Geräten bescherte das der Marktoberdorferin den schwäbischen Meistertitel im Turnen.

Clara Epp zeigte auch am Schwebebalken eine sehr gute Leistung. Zusammen mit den Wertungen an den anderen Geräten bescherte das der Marktoberdorferin den schwäbischen Meistertitel im Turnen.

Bild: Sebastian Willnow, dpa (Symbolfoto)

Clara Epp zeigte auch am Schwebebalken eine sehr gute Leistung. Zusammen mit den Wertungen an den anderen Geräten bescherte das der Marktoberdorferin den schwäbischen Meistertitel im Turnen.

Bild: Sebastian Willnow, dpa (Symbolfoto)

Clara Epp feiert den schwäbischen Meistertitel. Andere Turnerinnen aus Marktoberdorf sind nicht so glücklich. Warum es bei ihnen oft eine knappe Entscheidung ist.
##alternative##
Von Simone Hackenberg
07.04.2022 | Stand: 09:00 Uhr

Ein weiterer Wettkampf liegt hinter den Leistungsturnmädchen des TSV Marktoberdorf – und was für einer. Bei den Schwäbischen Meisterschaften in Illertissen holte sich Clara Epp in der altersoffenen Klasse der Kürturnerinnen den Titel.

Mit einem starken Wettkampf stellte die 22-Jährige ihr Können unter Beweis. Sie zeigte einen fehlerfreien Tsukahara am Sprung, ebenso eine sturzfreie solide Übung am Schwebebalken. Ihre Bodenübung präsentierte sie fehlerfrei, was ihr im künstlerischen sowie im Schwierigkeitswert kaum Abzüge bescherte.

Jüngere Turnerinnen sind bei ihrer Premiere noch nervös

Für die jüngeren Mädchen des TSV waren es die ersten Bezirksmeisterschaften. Sie waren sichtlich nervös. Nichtsdestotrotz zeigte Viktoria Merkle einen tollen Wettkampf in der Leistungsklasse 3 des Jahrgangs 2010/11 und wurde Sechste. Lia Kaiser musste sich nach zwei Stürzen am Balken mit dem zehnten Platz zufrieden geben. „Trotzdem ist ein Platz im Mittelfeld bei den ersten höheren Meisterschaften ein tolles Ergebnis“, findet Trainerin Anika Ruhland tröstende Worte. Die Mädchen kämpften in einem voll besetzten Feld von 19 Starterinnen aus ganz Schwaben.

Eine Altersklasse höher (LK 3, 2007-09) traten 20 Turnerinnen an, unter ihnen Tatjana Mohr, Julia Derzapf und Tamina Albrecht. Sie belegten die Plätze zwölf, 13 und 14.

Deshalb ist Luisa Wondra etwas verbittert

Sichtlich knapp ging es in der LK 2 mit den schwierigeren Anforderungen bei den Mädchen des Jahrganges 2004-06 zu. Die ersten vier Platzierten lagen nur 0,55 Punkte auseinander. Mit den dritthöchsten Wertungen am Stufenbarren und Schwebebalken und der zweithöchsten am Boden erreichte Luisa Wondra den undankbaren vierten Rang. „Wenn es so knapp ist, dann ist ein vierter Platz schon sehr schade, weil es quasi um eine krumme Zehe mehr geht als bei der Drittplatzierten, die nur 0,05 Punkte besser war“, kommentierte Trainerin Michi Linsenmeier. Sie ist trotzdem zufrieden, weil sich Luisa im Feld der neun besten LK2-Turnerinnen Schwabens mit vorne platziert hat.

Lesen Sie auch
##alternative##
Turnen TV Kaufbeuren

Überschlag gestanden - TVK-Nachwuchs auf dem Podium

„Wir nehmen die jüngsten beiden Wettkämpfe jetzt mal als Test“, bemerkte Ronja Schmoll (17 Jahre, LK 1), die nach der Allgäuer Einzelmeisterschaft auch mit ihrer Bezirksmeisterschaft nicht zufrieden war. Die Stürze am Sprung, Barren und am Balken ziehen eine hohe Quittung nach sich, da jedes Mal ein kompletter Punkt abgezogen wird. Sie musste sich ihren Mitstreiterinnen aus Markt Wald, Buttenwiesen und Illertissen geschlagen geben.

Warum Emelie Ruhland für einen Schreckmoment beim Einturnen sorgt

Beim Einturnen am ersten Gerät sorgte Emelie Ruhland für einen Schreckmoment. Die amtierende Allgäuer Meisterin rutschte am Sprungtisch ab und knallte mit voller Wucht auf die Landematte. Wegen zu hoher Unsicherheit wurde beschlossen, dass das erste Gerät nicht geturnt wird. Die weiteren Geräte turnte sie solide. „Emelie ist eine wichtige Stütze unserer Oberliga-Mannschaft, da können wir nichts riskieren“, begründet Simone Hackenberg den Abbruch am ersten Gerät. Die Wettkämpfe in der Bayerischen Turnliga starten bereits Ende Juni an. „Da brauchen wir Emelie, die an jedem Gerät einsatzbereit ist, unbedingt“,sagt sie.