Hilfe bei existenziellen Problemen

Wie die Schwangerenberatung Frauen und Paare im Allgäu unterstützt

Beim Sozialdienst katholischer Frauen in Kempten werden Familien in allen Lebenslagen beraten. Hilfe gibt es auch online.

Beim Sozialdienst katholischer Frauen in Kempten werden Familien in allen Lebenslagen beraten. Hilfe gibt es auch online.

Bild: Christin Klose, dpa (Symbolbild)

Beim Sozialdienst katholischer Frauen in Kempten werden Familien in allen Lebenslagen beraten. Hilfe gibt es auch online.

Bild: Christin Klose, dpa (Symbolbild)

Die Fachfrauen helfen Familien im Allgäu seit 20 Jahren bei Fragen oder Ängsten. Wie sich die Themen der Beratung mit der Zeit verändern.
05.02.2021 | Stand: 17:01 Uhr

Wenn sich Frauen oder Paare an den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) wenden, geht es meist um existenzielle Fragen. Finanzielle Not, Angst vor einer Überforderung mit einem Kind, rechtliche Zwänge stehen häufig im Raum bei der Schwangerenberatung. Seit 20 Jahren ordnen Fachfrauen mit ihren Klientinnen die Probleme ein und erarbeiten Strategien. Oft auch mit materiellen Hilfen.

Eine Beratungsstelle befindet sich in Kempten. Sie ist für das Allgäu zuständig. Leiterin Tanja Krätschmer.

Die Arbeit der Beratungsstelle hat sich verändert

62 000 Menschen wurden in der katholischen Beratung in Schwangerschaftsfragen schwabenweit seit 2001 gezählt, sagt SkF-Vorstandsvorsitzende Doris Hallermayer. Die Diözesanvertreterin der 20 Beraterinnen, Eleonore Wolf, hebt die Vielschichtigkeit der Beratung hervor. Wichtiges Element ist die Unterstützung in finanziellen Notlagen. Die Beraterinnen können zum Beispiel beim bischöflichen Hilfsfonds Pro Vita Mittel beantragen. In 20 Jahren wurde durch den Fonds mehr als 10 000 Familien mit insgesamt fast sechs Millionen Euro geholfen. Die Arbeit der Beratungsstellen habe sich ständig verändert. Durch den Einsatz von Pränataldiagnostik beispielsweise sähen sich Eltern häufiger mit Fragen konfrontiert, ob sie diese in Anspruch nehmen sollen und wie sie mit einer möglichen Beeinträchtigung des Kindes umgehen. Auch die Begleitung von geflüchteten Menschen spiele mittlerweile eine Rolle.

Frauen brauchen auch in diesen Zeiten Hilfe

Die Stellen bieten zudem frühe Hilfen in Form von Kursen und entwicklungspsychologischer Beratung an, um Überforderung vorzubeugen und gute Entwicklungsbedingungen für Kinder zu fördern. Seit mehreren Jahren wird auch online beraten, was in der Pandemie noch ausgebaut wurde. Eleonore Wolf: „Uns ist es wichtig, dass die Frauen und Familien auch in diesen belastenden Zeiten Hilfe bekommen können.“

In sexualpädagogischen Angeboten vor allem für Schulklassen werden Jugendliche für einen achtsamen Umgang mit ihrem Körper sensibilisiert und auf einen respektvollen Umgang miteinander vorbereitet.

www.skf-schwangerenberatung.de