Für Naturliebhaber heißt es: aufpassen!

Wieso Wanderer um den Bachtelsee auf eigene Gefahr laufen

Der Wanderpfad am Ostufer des Bachtelsees bei Biessenhofen ist in keinem guten Zustand.

Der Wanderpfad am Ostufer des Bachtelsees bei Biessenhofen ist in keinem guten Zustand.

Bild: Harald Langer

Der Wanderpfad am Ostufer des Bachtelsees bei Biessenhofen ist in keinem guten Zustand.

Bild: Harald Langer

Immer wieder gehen bei der Gemeinde Biessenhofen Beschwerden über den Zustand des Wanderpfads am Bachtelsee ein. Und nun wird sich die Situation verschärfen.
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Von Irmgard Schnieringer
20.09.2021 | Stand: 04:30 Uhr

Der Biessenhofener Bürgermeister Wolfgang Eurisch hat den Bauausschuss der Gemeinde über immer wieder in der Gemeinde eingehende Beschwerden über den Zustand des Wanderpfads am Bachtelsee informiert. Auf dem am Ostufer des Sees verlaufenden Pfades befinden sich zwei Holzbrücken, die in einem sanierungsbedürftigen Zustand sind. Diese befinden sich allerdings auf der Flur der Stadt Kaufbeuren und die teils sehr steilen Flächen sind zudem in Privatbesitz. Die Stadt wird sich deshalb aus haftungsrechtlichen Gründen nicht an einer Sanierung beteiligen, hat aber mit dem Grundstücksbesitzer Kontakt aufgenommen. Da er in der Verkehrssicherungspflicht ist und haftet, wird er wohl die Brücken abbauen. Eine gesicherte Wanderroute wäre hier wünschenswert, jedoch liege es nicht in den Händen der Gemeinde, informierte Eurisch. Er wies ausdrücklich darauf hin, dass der von beiden Seiten nicht ausgeschilderte Wanderpfad somit nicht gesichert ist, was bedeutet, dass alle Wanderer ihn auf eigene Gefahr benutzen.

Mehr Schüler in Ebenhofen zur Mittagsbetreuung

Wie im vergangenen Jahr prognostiziert, sind die Anmeldezahlen für die Mittagsbetreuung in der Grundschule Ebenhofen von 53 auf jetzt 64 gestiegen. Die bisherigen Räume wären hierfür nicht ausreichend gewesen, sodass eine Erweiterung durchgeführt wurde. Der Bauausschuss der Gemeinde machte sich vor Ort ein Bild von den neuen Räumen.

Neue Räume in der Grundschule

Im vergangenen Schuljahr nutzte die Mittagsbetreuung das Erdgeschoss des ehemaligen Kindergartengebäudes. Das Obergeschoss wird weiterhin vom Kindergarten benötigt, sodass nur eine Erweiterung im Keller möglich war. Aufgrund der Bausubstanz des in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts errichteten Gebäudes waren größere Umbauten und eine Nutzungsänderung notwendig. Umso positiver überrascht waren die Mitglieder des Bauausschusses, als sie das Ergebnis in Augenschein nahmen. Pünktlich zum Schuljahresanfang waren die mit Tageslicht hellen, großen und funktionellen Räume inklusive Küche und Toiletten bezugsfertig und konnten in Betrieb genommen werden.

Neue Überschwemmungsgebiete für die Wertach

Das Überschwemmungsgebiet der Wertach auf dem Gebiet der Stadt Marktoberdorf und den Gemeinden Biessenhofen und Ruderatshofen wird durch den Erlass einer Verordnung durch das Landratsamt Ostallgäu neu festgelegt. Die Unterlagen hierzu liegen vom 23. September bis 22. Oktober öffentlich aus. Im Rahmen des Verfahrens kann die Gemeinde als Träger öffentlicher Belange eine Stellungnahme abgeben. Das Gremium sieht hier anhand der Planung aber keine Veranlassung.

Noch keine Luftfilter in Biessenhofen

Wie ein Drittel aller Kommunen haben auch die Gemeinde Biessenhofen und die drei VG-Kommunen aufgrund der nach wie vor völlig unklaren Lage bis jetzt keine Luftreinigungsgeräte für ihre Schulen und Kindertagesstätten besorgt, berichtete Eurisch. Alle Schüler haben eine Maske zu tragen und die Anordnung einer Quarantäne von Kontaktpersonen soll möglichst auf wenige Fälle beschränkt werden. Liegt ein Infektionsfall in der Klasse vor, soll anders als bisher nicht die komplette Klasse in Quarantäne, sondern die Schüler mit unmittelbarem und ungeschütztem engen Kontakt. Eurisch betonte, dass es bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Klarheit darüber gibt, was die beschriebenen Kontakte sind und ob nicht das Tragen einer Maske dann schon als ausreichender Schutz mit Verhinderung einer Quarantäne gilt. Die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten mit Kosten in Höhe von 85 000 Euro wurde somit noch nicht getätigt. Die Leitungspersonen der betroffenen Einrichtungen wurden informiert.

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