Hilfe bei Problemen in Marktoberdorf

Wohin mit den Sorgen? Für Realschüler gibt es jetzt eine Jugendsozialpädagogin

Landrätin Maria Rita Zinnecker (links) und Schulleiter Werner Epp wünschten Ingrid Herz für ihre neue Aufgabe alles Gute.

Landrätin Maria Rita Zinnecker (links) und Schulleiter Werner Epp wünschten Ingrid Herz für ihre neue Aufgabe alles Gute.

Bild: Landratsamt

Landrätin Maria Rita Zinnecker (links) und Schulleiter Werner Epp wünschten Ingrid Herz für ihre neue Aufgabe alles Gute.

Bild: Landratsamt

Die Marktoberdorfer Realschule erhält eine Jugendsozialpädagogin. Ingrid Herz wird die Schüler in allen Lebenslagen unterstützen.
12.11.2020 | Stand: 06:00 Uhr

An der Realschule Marktoberdorf wird als erste Realschule im Landkreis die Soziale Arbeit ausgebaut. Diplom-Sozialpädagogin Ingrid Herz, Fachkraft des Trägers Arbeiterwohlfahrt Schwaben und Kreisjugendring Ostallgäu, hat ihr Büro an der Schule bezogen. Schulleitung und Schulteam sind über diese Unterstützung dankbar, denn auch an den Realschulen gibt es Bedarf. Die Besetzung der Stelle sei ein Zeichen dafür, dass sich der Landkreis Ostallgäu weiter für den Ausbau der Sozialen Arbeit an Schulen einsetze, heißt es einer Pressemitteilung.

Immer mehr Schüler brauchen Unterstützung

Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) ist ein Angebot der Kinder- und Jugendhilfe am Lebens- und Lernort junger Menschen – den Schulen. Der sozialpädagogische Unterstützungsbedarf der Schüler an den Schulen wird regelmäßig durch den Landkreis geprüft. Landrätin Maria Rita Zinnecker positioniert sich klar: „In den vergangenen Jahren wurde noch deutlicher, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler auch der weiterführenden Schulen Unterstützung in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung benötigen. Daher stattet der Landkreis die Realschule Marktoberdorf bedarfsorientiert mit einer Sozialpädagogin aus.“ Die Teilzeitstelle wird zudem durch das Sozialministerium gefördert und durch den Träger mitfinanziert.

Die Realschule Marktoberdorf ist mit 782 Schülern und Schülerinnen die drittgrößte Realschule in Schwaben. Die JaS-Fachkraft unterstützt Kinder und Jugendliche in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung und nimmt sich individueller Problemlagen an. Diese stellen Schulen zunehmend vor eine Herausforderung.

Jugendliche tragen Probleme mit sich herum, ohne damit aufzufallen

Schulleiter Werner Epp hoffte schon länger auf die Bewilligung einer sozialpädagogischen Fachkraft. Er bekräftigt: „Die Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe wird zunehmend wichtiger, und wir schätzen den Wert der Jugendsozialarbeit. Viele Kinder tragen Probleme mit sich herum, ohne damit im täglichen Schulbetrieb groß aufzufallen.“

Professionelle Unterstützung

Der Weg zur Jugendsozialarbeiterin stünde zwar allen offen, aber gerade diesen belasteten Schülerinnen und Schülern könne das nunmehr professionell unterstützte pädagogische Team der Realschule noch direkter helfen, sagt Epp: „Deshalb freuen wir uns sehr über die Zusage der staatlichen Förderung durch das Sozialministerium und über den Einsatz des Landkreises.“

Sozialpädagogische Fachkräfte begleiten und fördern im Ostallgäu bereits an 27 Schulen junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Dazu sind sie Anlaufstelle für alle Schüler und ihre Fragen, Sorgen und Nöte. Auch Eltern können sich an sie wenden.