Bei Routineuntersuchung bemerkt

Zu viele Kolibakterien: Badeweiher in Untrasried gesperrt

Das Baden im Weiher in Untrasried ist wegen einer Verunreinigung vorübergehend verboten.

Das Baden im Weiher in Untrasried ist wegen einer Verunreinigung vorübergehend verboten.

Bild: Symbolfoto: Uwe Zucchi,dpa

Das Baden im Weiher in Untrasried ist wegen einer Verunreinigung vorübergehend verboten.

Bild: Symbolfoto: Uwe Zucchi,dpa

Die Gemeinde sucht jetzt nach dem Grund für Verunreinigung. Die Wasserqualität des Weihers in Untrasried wird erneut geprüft. Gibt es dann Entwarnung?
09.08.2022 | Stand: 05:30 Uhr

Bei einer routinemäßigen Überprüfung des Wassers im Badeweiher in Untrasried ist eine erhöhte Anzahl an Kolibakterien festgestellt worden. Der Badebetrieb wurde daraufhin eingestellt. Es erfolge in den kommenden Tagen eine erneute Prüfung der Wasserqualität, um festzustellen, ob sich die Situation gebessert habe, sagte Bürgermeister Alfred Wölfle bei der Bürgerversammlung. Es werde auch der Zulauf geprüft, um der Ursache der Verunreinigung auf den Grund zu gehen. Er wies ausdrücklich darauf hin, dass der Zulauf nur vom Personal, das das Bad betreut, bedient werden darf.

Großes Thema bei Bürgern: Tempo 30 in Untrasried

Ein großes Thema der Bürgerversammlung war bei den Bürgern der Antrag auf eine Tempo 30 Zone in der Osterwalderstraße. Wie bereits berichtet, lag eine Stellungnahme der Polizeiinspektion vor, die die Ausweisung dieser Tempo-30-Zone ausschloss. Dennoch hatte sich Bürgermeister Wölfle an das Landratsamt gewandt.

In einer Stellungnahme schrieb Hans Moser, Leiter der Unteren Verkehrsbehörde am Landratsamt, dass die örtlichen Verkehrsbehörden im Gemeindegebiet nach Anhörung des Straßenbauträgers und der Polizei Tempo-30-Zonen anordnen können. Diese sind nur innerhalb geschlossener Ortschaften insbesondere in Wohngebieten und Gebieten mit hoher Fußgänger- und Fahrradverkehrsdichte sowie einem hohen Querungsbedarf umzusetzen.

Die Anordnung für eine Tempo-30-Zone darf sich weder auf Straßen des überörtlichen Verkehrs, wie Bundes- Landes- und Kreisstraßen noch auf Gemeindeverbindungsstraßen erstrecken. Da es sich bei der Osterwalderstraße um eine Gemeindeverbindungsstraße handelt, ist laut Moser das Einrichten einer Tempo-30-Zone nicht möglich.

Ortstermin in Untrasried soll Klarheit bringen

Eine Beschränkung auf eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern mit Verkehrszeichen darf die örtliche Verkehrsbehörde nach Anhörung des Straßenbauträgers sowie der Polizei anordnen, wenn dies aufgrund besonderer Umstände zwingend geboten ist. Ein weiterer Grund wäre, wenn aufgrund besonderer örtlicher Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht. Im August findet ein Ortstermin mit dem Straßenbauträger und der Polizei zu dieser Sache statt.

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Weitere Sorge: die Verkehrsbelastung

Der lose Kanaldeckel in der Sonderriederstraße, der für eine Lärmbelästigung sorgte, wurde begutachtet und von Schmutz gesäubert. Ein Anwohner sagte jedoch, dass das Problem weiterhin bestehe. Bezüglich der Verkehrsbelastung und der Sorge der Anwohner, dass diese durch Verbreiterung der Straße zunehmen werde, soll zur aktuellen Bestandsaufnahme in der Sonderriederstraße eine Verkehrs- und Geschwindigkeitsmessung vorgenommen werden. Die Kanalschächte sollen nun zweimal jährlich von Schmutz befreit werden.

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