Jubiläums-Sommer 2022

Zum 200 Geburtstag des Kirchenmalers Johannes Kaspar: Das plant die Gemeinde Obergünzburg

Der Obergünzburger Kirchenmaler Johannes Kaspar wäre dieses Jahr 200 Jahre alt geworden. Die Gemeinde plant einen Jubiläums-Sommer mit vielen Veranstaltungen.

Der Obergünzburger Kirchenmaler Johannes Kaspar wäre dieses Jahr 200 Jahre alt geworden. Die Gemeinde plant einen Jubiläums-Sommer mit vielen Veranstaltungen.

Bild: Heidi Sanz

Der Obergünzburger Kirchenmaler Johannes Kaspar wäre dieses Jahr 200 Jahre alt geworden. Die Gemeinde plant einen Jubiläums-Sommer mit vielen Veranstaltungen.

Bild: Heidi Sanz

Der Maler Johannes Kaspar wäre heuer 200 Jahre alt geworden. Zum Jubiläum hat die Marktgemeinde Obergünzburg ein Programm auf die Beine gestellt.
22.04.2022 | Stand: 05:30 Uhr

Ein 200. Geburtstag steht an und die Pfarrei St. Martin, die Marktgemeinde Obergünzburg und der Arbeitskreis Heimatkunde (AKH) bereiten sich darauf vor, den berühmten Kirchen- und Historienmaler Johannes Kaspar (1822-1885) im Rahmen eines „Jubiläums-Sommers 2022“ entsprechend zu würdigen.

Im Mai beginnen die großen Festlichkeiten mit einer feierlichen Maiandacht am Dienstag, 10. Mai, um 19.15 Uhr mit dem Gastzelebranten Pfarrer Johannes Huber aus Igling und am 21. Mai um 18.3o Uhr dann das festliche Pontifikalamt mit Diözesanbischof Bertram Meier aus Augsburg, ebenfalls in der Pfarrkirche St. Martin,

Als Einstieg in den „Johannes Kaspar-Sommer 2022“ sollen die historischen Spaziergänge mit dem AKH gelten. Schon am kommenden Samstag, 23. April um 14.30 Uhr lädt der AKH zu einem historischen Spaziergang mit Hermann Knauer in die Bergkirche St. Nikolaus ein. Das an der nördlichen Kirchenwand hängende ehemalige Hochaltarbild, die „Auferstehung Jesu“ ist das Ziel der kleinen Exkursion. Der Weg dorthin führt, ausgehend vom Vorplatz des Heimatmuseums, über die Gutbrodanlage und dem Stationenweg, vorbei an der Lourdesgrotte und Springbrunnen als auch am Kaspargrab zur Bergkirche. Viele Tausend blühende Osterglocken zieren derzeit die Wiesenhänge zwischen der Lindenallee und entlang der Kreuzwegstationen.

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Altarbilder von Kaspar finden in der Bergkirche an ihren ursprünglichen Platz zurück

Bereits Anfang des Jahres hatte Hermann Knauer vorgeschlagen, anlässlich des 200. Geburtstags von Johannes Kaspar die ehemals von dem Künstler eigens für die Bergkirche gemalten Altarbilder wieder an ihren ursprünglichen Platz umzuhängen.

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Das an der nördlichen Kirchenwand hängende ehemalige Hochaltarbild, das die „Auferstehung Jesu“ darstellt, gehöre auf jeden Fall als Blickfang der Gläubigen über den Tabernakel, sagte Knauer. Auch die beiden unter der Empore angebrachten Kasparbilder, die die Heilige Maria und den Heiligen Nikolaus als Kirchenpatron darstellen, gehörten, wie ursprünglich beschrieben und durch Fotos nachweisbar belegt, über die beiden Seitenaltäre.

Die drei Kasparbilder mit den original vergoldeten Holzrahmen würden dem Kirchenraum wieder eine wohltuende Einheit verleihen, zumal die Auferstehung Jesu, dem Evangelium entsprechend, das Kernstück des christlichen Glaubens darstellt, findet Knauer.

Kirchenmaler Johannes Kaspar hat nicht nur in Obergünzburg Spuren hinterlassen

Auch in den Pfarrkirchen von Ronsberg, Willofs (Hochaltarbild, 1879) und Ebersbach sind Werke von Johannes Kaspar zu finden. Kaspar war Mitglied des Münchner Vereins für Christliche Kunst. Er starb 1885 und hinterließ der Marktgemeinde Obergünzburg zahlreiche Ölgemälde, Skizzen und Zeichnungen. Diese sind heute zusammen mit Werken anderer regionaler Künstler im Heimatmuseum im ehemaligen Pfarrhaus ausgestellt, zu dessen Gründung der Nachlass den Anstoß gab.

Am Samstag, 30. April, ebenfalls ab 14.30 Uhr, steht eine Kirchenführung und Kirchturmbesteigung auf dem Programm des Arbeitskreises Heimatkunde. Hier ist der Treffpunkt ebenfalls der Vorplatz des Heimatmuseums. Die knapp einhundert Stufen bis zum Glockenstuhl sind auch für ältere Interessierte gut zu bewältigen, hat doch der ehemalige Kirchenpfleger auf jeder der acht Etagen viel Geschichte zu erzählen.

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