DEL-Eishockey

Fliegen die Adler wieder zum Titel? Die Allgäuer Markus Eisenschmid und Dennis Endras starten in die Play-offs

Markus Eisenschmid - hier im Trikot der deutschen Nationalmannschaft - war mit 14 Treffern der erfogreichster Hauptrunden-Torschütze der Mannheimer.

Markus Eisenschmid - hier im Trikot der deutschen Nationalmannschaft - war mit 14 Treffern der erfogreichster Hauptrunden-Torschütze der Mannheimer.

Bild: Ralf Lienert

Markus Eisenschmid - hier im Trikot der deutschen Nationalmannschaft - war mit 14 Treffern der erfogreichster Hauptrunden-Torschütze der Mannheimer.

Bild: Ralf Lienert

In den DEL-Play-offs ist Mannheim mit den Allgäuern Markus Eisenschmid und Dennis Endras hoher Favorit. Eine einfache Aufgabe werde es aber nicht sein.
20.04.2021 | Stand: 06:30 Uhr

Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) startet nach rund viermonatiger Hauptrunde an diesem Dienstag in die Play-off-Viertelfinals und ermittelt erstmals seit 2019 wieder einen Meister, nachdem die vergangene Saison nach der Hauptrunde abgebrochen wurde. Im Titelrennen sind auch noch einige Allgäuer, allen voran Torhüter Dennis Endras und Stürmer Markus Eisenschmid, die mit den Mannheimer Adlern die Vorrunde in der Südgruppe klar dominierten.

Im Duell mit den Straubing Tigers ist der Meister von 2019 klarer Favorit. „Wir haben eine ganz starke Saison gespielt. Es war doppelt so schwer als sonst, weil die Fans nicht da waren. Deshalb war auch nicht damit zu rechnen, dass es so gut läuft. Wir wussten aber, dass unsere Mannschaft stark genug ist, um so zu spielen“, blickt der gebürtige Marktoberdorfer Markus Eisenschmid auf die 42 Hauptrundenspiele der Adler zurück. Man habe das Beste herausgeholt, sagt er und sieht sich und sein Team auf die Viertelfinal-Serie bestens vorbereitet.

Eisenschmid: "In den Play-offs kann alles passieren"

Dass die kommenden Wochen ein Spaziergang werden, bis es dann im Finale möglicherweise zum großen Showdown der Titelträger der vergangenen Jahre gegen München kommt, glaubt Eisenschmid aber nicht. „In den Play-offs kann alles passieren. Diesmal ist es besonders schwer zu sagen, wer weiterkommt“, sagt der Nationalspieler. Berlin aus der Nordgruppe etwa sei bärenstark.

Alle Serien laufen im Best-of-Three-Modus

Fakt ist: Die Saison ist nun ziemlich schnell vorbei. Alle Serien laufen im Best-of-Three-Modus, theoretisch trennen den künftigen Meister also noch sechs Spiele von der Schale. Eisenschmid ist sich sicher, dass ab dem 2. Mai auch wirklich die beiden besten Teams aufeinandertreffen.

Eine Saison wie keine andere

Die Saison 2020/21 werde für Eisenschmid jedenfalls unvergesslich bleiben. „Ich habe noch nie eine ganze Saison ohne Fans gespielt. Die Emotionen haben gefehlt, es war teilweise auch schwer, sich zu motivieren, weil man in einem riesigen Eisstadion ist, aber keine Menschen da sind.“ Das bleibe ihm nicht unbedingt positiv in Erinnerung, sagt der Stürmer, der seine Karriere beim ESV Kaufbeuren begann. „Wir spielen für die Fans, wir spielen für die Atmosphäre, wenn Checks gefahren werden, wenn Schüsse geblockt werden, wenn Tore fallen. Wenn der Torwart einen riesigen Safe macht und man das Stadion hört, dann gibt das einen Push. Man sagt nicht umsonst, dass die Fans der siebte Mann sind – und der hat in dieser Saison gefehlt. Traurig“, findet Eisenschmid, der sich aber immerhin darüber freut, in dieser Spielzeit verletzungsfrei geblieben zu sein.

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Der Kaufbeurer hatte sich bei der bis dato letzten Weltmeisterschaft, also im Sommer 2019, an der Schulter verletzt, lange mit den Folgen zu kämpfen gehabt und war dann auch in der Saison 2019/20 nochmals ausgefallen. „Es freut mich, dass ich gezeigt habe, dass ich gesund durch die Saison gehen kann. Ich kann froh drüber sein. Gesund zu sein, ist eben das Schönste im Leben“, meint Eisenschmid.

Geschlossenes Fenster: Keine Transfers wie im vergangenen Jahr

Zahlreiche Allgäuer Akteure, wie etwa Patrick Reimer (Nürnberg) oder Bernhard Ebner (Düsseldorf) müssen den spannendsten Teil der Saison nun vor dem Fernseher verfolgen. Ihre Teams haben sich nicht qualifiziert. Etwaige Wechsel oder Leihgeschäfte wie im vergangenen Herbst, als die DEL wegen Corona noch in der Zwangspause war, sind wegen des geschlossenen Transferfensters übrigens nicht mehr möglich. So ist es auch ausgeschlossen, dass Patrick Reimer – wie im Herbst geschehen – ein weiteres Mal für seinen Heimatverein ESV Kaufbeuren in den am Freitag beginnenden Play-offs der DEL2 aufläuft.

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