Mit dem Auto nach Italien

Urlaubsreise nach Italien - auf diesen Strecken zahlen Autofahrer Maut

Auf dem italienischen Festland sind fast alle Autobahnen mautpflichtig.

Auf dem italienischen Festland sind fast alle Autobahnen mautpflichtig.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Auf dem italienischen Festland sind fast alle Autobahnen mautpflichtig.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Wer auf Italiens Autobahnen unterwegs ist, muss Maut bezahlen. Wie das Mautsystem funktioniert und in welchen Städten Urlauber ein City-Ticket brauchen.
13.08.2021 | Stand: 04:45 Uhr

In vielen Ländern sind Autobahnen, Schnellstraßen, Brücken oder Tunnel mautpflichtig. Für viele Allgäuer ist Italien ein beliebtes Reiseziel. Über Österreich ist das Urlaubsland relativ schnell erreichbar.

Was auf den Strecken zu beachten ist, haben wir zusammengefasst.

So viel Maut zahlen Autofahrer auf Italiens Autobahnen

Bis auf die A2 von Salerno nach Reggio di Calabria sind nach Angaben des ADAC auf dem italienischen Festland alle Autobahnen mautpflichtig. Auf Sizilien sind laut ADAC nur die A20 zwischen Messina und Palermo sowie die A18 von Messina nach Catania kostenpflichtig. Schnellstraßen sind hingegen kostenlos.

Die Gebühren bemessen sich nach der Anzahl der Fahrzeug-Achsen:

  • Classe A: Fahrzeuge mit 2 Achsen bis 1,3 Meter Höhe an der Vorderachse
  • Classe B: 2 Achsen über 1,3 Meter Höhe an der Vorderachse
  • 3 Assi: Fahrzeuge und Gespanne mit 3 Achsen (beispielsweise Auto mit Wohnwagen)
  • 4 Assi: Fahrzeuge und Gespanne mit 4 Achsen

Mautstationen in Italien

An den meisten Mautstationen gilt: Bei der Einfahrt ziehen Fahrer ein Ticket, das beim Verlassen der Autobahn bezahlt wird. Der Betrag ergibt sich aus der gefahrenen Strecke. An den Fahrspuren ist die Bezahlmöglichkeit und das Personal gekennzeichnet.

Lesen Sie auch
##alternative##
Reise nach Österreich

So funktioniert die digitale Vignette in Österreich, so viel kostet sie

Die gelben Telepass-Fahrspuren sind laut ADAC ausschließlich Telepass-Nutzern vorbehalten. Sie können auch mit bip&go-Transpondern befahren werden. An diesen Fahrspuren ist kein Ticket erhältlich. Für den Telepass ist normalerweise ein italienisches Bankkonto notwendig.

Im offenen Maut-System bezahlen Fahrer einen Pauschalbetrag. Das gilt auf folgenden Strecken:

  • A9 ComoMailand
  • A8 VareseMailand
  • A5 Mont BlancAosta
  • A32 Frejus Tunnel – Turin
  • A12 Rom – Civitaveccia
  • A56 NeapelPozzuoli
  • A3 NeapelSalerno

Elektronisches Mautsystem auf neuen Autobahnen

In Italien gibt es auch ein rein elektronisches Maut-System auf folgenden neuen Autobahnen:

  • A36
  • A59
  • A60

Dort ist keine Barzahlung möglich. Die Mauterhebung erfolgt, wie der ADAC informiert, im Free Flow System. Eine Voranmeldung auf der Homepage der Autobahngesellschaft werde empfohlen. Über die Homepage der Autobahngesellschaft können sich Autofahrer mit dem Kfz-Kennzeichen registrieren. Alternativ gibt es die App „Pedemontana Lombarda“. Die Gebühren werden per Kreditkarte bezahlt - innerhalb von 15 Tagen.

In diesen Städten zahlen Fahrer eine City-Maut

  • Bologna
    Für die verkehrsbeschränkte Zone der Innenstadt (Zona a Traffico Limitato, ZTL ambientale) ist zu bestimmten Zeiten ein kostenpflichtiges Ticket nötig (ticket per l'accesso alla ZTL). In der Zeit von 7-20 Uhr wird das Ticket benötigt. Pro Monat ist laut ADAC eine beschränkte Anzahl von Zufahrten möglich.
    Für Autos kostet das Tagesticket 6 Euro, das 4-Tages-Ticket 15 Euro. Die Tickets gibt es nur noch digital: online, an TPER-Verkaufsstellen oder im TPER-Büro.

  • Mailand
    Für die Zufahrt in die verkehrsbeschränkte Zone der Innenstadt "Area C" brauchen Autofahrer nach Angaben des ADAC von Montag bis Freitag, 7.30-19.30 Uhr, ein Ticket. Die Einfahrt ist an 43 Stellen möglich und wird mit Kameras überwacht. Nicht einfahren dürfen Benzinfahrzeuge mit Abgasnorm Euro 0 und 1, Dieselfahrzeuge Euro 0, 1, 2, 3 und Euro 4 - wenn ohne Partikelfilter, Fahrzeuge und Gespanne über 7,50 m Länge, Zweitaktmotorräder und Mopeds Euro 0 und 1. Die Tagestickets kosten 5 Euro, Mehrtagestickets 30 bzw. 60 Euro. Zu kaufen gibt es die Tickets in Tabacchi-Läden und an Kiosken, an den Automaten (ATM Points), an Parkscheinautomaten, an den Schaltern oder Geldautomaten der Banca Intesa Sanpaolo, in teilnehmenden Parkhäusern, telefonisch unter der Nummer des Callcenters sowie online. Das Ticket muss nach Kauf aktiviert werden: per SMS an +39 33 99 94 04 37 (Text: "PIN. KFZ-Kennzeichen"), telefonisch über das Callcenter, online sowie persönlich am Schalter Area C, U-Bahn-Station Duomo, Piazza del Duomo (Mo-Fr 10-15.30 Uhr). Beim Kauf an Parkscheinautomaten und bei der Banca Intesa Sanpaolo findet die Aktivierung im Moment der Bezahlung statt.

  • Palermo
    Für die Zufahrt in die verkehrsbeschränkte Zone der Innenstadt (Zona a Traffico Limitato, ZTL Centrale) ist ein Zugangspass (Ticket) vorgeschrieben. Die Zone erstreckt sich von der Piazza Giulio Cesare bis zur Via Cavour und von der Porta Nuova bis zur Porta Felice. Benzinfahrzeuge mit Abgasnorm Euro 0, 1 und 2 sowie Dieselfahrzeuge Euro 0, 1, 2 und 3 dürfen gar nicht in die Zone fahren. Ein Tagesticket für Touristen kostet 5 Euro, ein Monategsticket 20 Euro. Laut ADAC verkauft die Mobilitätszentrale der Stadt Palermo AMAT oder deren Büros sowie der italienische Automobilclub ACI die Tickets. Sie sind jedoch auch online erhältlich. Nach dem Kauf muss das Ticket per SMS an +39 33 99 94 29 27 (Text: "ZTL KFZ-Kennzeichen Pincode") oder über die App PalerMobilità aktiviert werden (ADAC über die Kosten in unterschiedlichen Ländern).

Lesen Sie auch: Grüner Pass und Corona-Regeln: Das müssen Italien-Urlauber vor der Reise wissen