Schnee und Glätte im Allgäu

Mehrere Unfälle auf glatten Allgäuer Straßen - Sturmböen fegen ab Mittag durchs Allgäu

Der Wintereinbruch im Allgäu sorgt für Schnee und teils auch Eis. Auf den Straßen ist vielerorts mit Glätte zu rechnen.

Der Wintereinbruch im Allgäu sorgt für Schnee und teils auch Eis. Auf den Straßen ist vielerorts mit Glätte zu rechnen.

Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Matthias Bein, Symbolfoto

Der Wintereinbruch im Allgäu sorgt für Schnee und teils auch Eis. Auf den Straßen ist vielerorts mit Glätte zu rechnen.

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Frostiger Auftakt am Mittwoch: Erneut machte der Wintereinbruch vielen Autofahrern zu schaffen. In der Region ereigneten sich zwei schwere Unfälle.
07.04.2021 | Stand: 22:14 Uhr

Update, Mittwoch, 22 Uhr: Zahlreiche Unfälle am Mittwochmorgen wegen Glätte bei Ettringen

Bei Ettringen (Unterallgäu) ist es am Mittwochmorgen auf schneeglatter Straße neben dem schweren Verkehrsunfall, bei dem ein Auto mit einem Lkw zusammenkrachte, noch zu drei weitere Unfällen an der Umgehung im Bereich der Brücke gekommen. Das teilte die Polizei am Abend mit.

Bei den beiden ersten Unfällen kamen die Autofahrer von der Fahrbahn in Fahrtrichtung Norden aufgrund der Straßenglätte ab und kollidierten mit der Leitplanke. Den ersten Unfall verursachte ein 27-Jähriger, der bei dem Unfall leicht verletzt wurde. Der Schaden am Fahrzeug wird auf etwa 4000 Euro geschätzt und der Pkw musste abgeschleppt werden. Den zweiten Unfall verursachte ein 20-Jähriger, der glücklicherweise nicht verletzt wurde. Allerdings war auch sein Fahrzeug laut Polizei nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird auch hier auf etwa 4000 Euro geschätzt.

Auch in der Gegenrichtung, nach Süden, krachten noch insgesamt 5 Autos aufeinander. Die Kolonne war auf die Unfallstelle zugefahren. Den ersten vier Autofahrern gelang es noch trotz der glatten Fahrbahn rechts und links vor der Unfallstelle zu halten. Die 50-jährige Fahrerin des letzten Fahrzeuges hatte die Situation jedoch zu spät erkannt und schleuderte auf die vorausfahrenden Fahrzeuge.

Verletzt wurde hierbei nach Angaben der Polizei jedoch niemand und sämtliche Fahrzeuge blieben verkehrstüchtig. Der Gesamtschaden wird auf ca. 5000 Euro geschätzt.

Im Süden von Bad Wörishofen kam das Auto einer 46-jährigen Kaufbeurerin wegen Glätte von der Fahrbahn ab und rutschte gegen die Leitplanke. Es entstand ein Sachschaden von etwa 1000 Euro, die Frau blieb unverletzt und meldete den Unfallschaden sofort telefonisch der Polizei.

Update, Mittwoch, 9.45 Uhr: Wetterdienst warnt vor Sturmböen ab Nachmittag im Allgäu

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Im Allgäu schneit es am Mittwoch kräftig weiter wie hier am Riedbergpass bei Balderschwang (Oberallgäu) auf etwa 1400 Höhenmetern.
Wetter und Verkehr aktuell

Schnee und Winter-Wetter im Allgäu sorgt für Unfälle - Große Lawinengefahr in den Alpen

Die Wetterkapriolen gehen weiter: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Sturmböen ab Mittwochmittag im Allgäu. Von 12 Uhr bis 22 Uhr sollen Sturmböen der Stärke zwei von vier aufziehen. Die Warnung gilt für:

  • Stadt Kempten
  • Stadt Kaufbeuren
  • Landkreis Oberallgäu
  • Landkreis Ostallgäu
  • Stadt Memmingen
  • Landkreis Unterallgäu
  • Landkreis Lindau

Update, Mittwoch, 8.50 Uhr: Aprilwetter: Weiterhin Schnee und Glätte in Bayern

Der April macht in Bayern weiter, was er will - und vor allem macht er Autofahrern mit Schnee und Glätte zu schaffen. Zudem weht ein starker Westwind und sorgt stellenweise für Schneeverwehungen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch mitteilte. In der Nacht zum Donnerstag lässt der Schnee langsam nach bei Tiefsttemperaturen von minus fünf bis null Grad. Auch der Donnerstag startet bewölkt und ortsweise kommen vereinzelt Flocken herunter. Im Laufe des Tages lockert es aber auf und die Höchsttemperaturen im Freistaat liegen zwischen zwei und acht Grad.

Update, Mittwoch, 7.50 Uhr: Zwei schwere Unfälle in dem Morgenstunden im Allgäu

Im Allgäu haben sich in den Morgenstunden schwere Unfälle ereignet, wie die Polizei mitteilt. Demnach gab es auf der A 96, zwischen Weißensberg (Landkreis Lindau) und Neuravensburg (Richtung München) einen Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen. Die Fahrbahn in Richtung München ist gesperrt. Die Einsatzkräfte sind vor Ort. Ein schwerer Unfall wurde auch auf der Staatstraße 2015 in Ettringen (Unterallgäu) gemeldet. Ein Auto krachte in einen Lkw, der Fahrer wurde schwer verletzt.

Update, Mittwoch, 6 Uhr: Minusgrade zum Start in den Mittwoch

Nach den teils kräftigen Schneefällen am Dienstag macht der Wintereinbruch im Allgäu erneut vielen Autofahrern zu schaffen. Auf vielen Straßen ist wegen Glätte Vorsicht angebracht. Ein schrecklicher Unfall hat sich in der Nacht zum Mittwoch in Monheim (Landkreis Donau-Ries) ereignet. Eine 54 Jahre alte Frau ist am Dienstagabend noch am Unfallort gestorben, nachdem ein Autofahrer frontal mit seinem Wagen in ihr Fahrzeug gekracht war. Der 27-jährige Mann und sein Beifahrer wurden schwer verletzt. Er sei aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten und mit dem Auto der Frau zusammengestoßen, teilte ein Polizeisprecher am frühen Mittwochmorgen mit. Ihr Fahrzeug kam in einem Straßengraben auf dem Dach zum Liegen. Dort konnte sie nur noch tot aus ihrem Wagen geborgen werden.

Update, 12.30 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt vor starkem Schneefall ab Dienstag-Nachmittag

Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Wetterwarnung für das Oberallgäu und den Landkreis Lindau (Bodensee) veröffentlicht. Demnach ist in beiden Allgäuer Landkreisen von Dienstag (16 Uhr) bis Mittwoch (12 Uhr) mit kräftigem Schneefall (Stufe 2 von 4) zu rechnen. Verbreitet werde es glatt.

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Wintereinbruch am 6. April 2021 im Allgäu

Update, 9.45 Uhr: Polizei rät: Mit den Sommerreifen noch warten

Diese Faustregel kennen viele Autofahrer: Von O bis O sollten Winterreifen benutzt werden. Damit ist gemeint: von Oktober bis Ostern. Doch in diesem Jahr stand Ostern ziemlich Früh, nämlich Anfang April, auf dem Kalender. Wer noch keine Sommerreifen aufgezogen hat, sollte damit lieber noch warten, rät die Polizei. "In den nächsten Tagen könnte es im Allgäu erneut Schnee geben."

Update, 9 Uhr: Schneeglätte behindert Verkehr in Teilen Deutschlands

Schneeglätte hat am Dienstagmorgen zahlreiche Autofahrer in Teilen Deutschlands ausgebremst. Allerdings blieb es in den meisten Fällen bei Blechschäden.

Im niedersächsischen Schüttorf rutschte ein 29 Jahre alter Autofahrer am Morgen mit seinem Auto von der glatten Fahrbahn und krachte gegen einen Baum, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Der Mann erlitt schwere Verletzungen.

Im Landkreis Cloppenburg geriet ein 22 Jahre alter Autofahrer am Morgen vermutlich ebenfalls auf rutschiger Fahrbahn ins Schleudern, nachdem er einen Lastwagen überholt hatte. Der 22-Jährige und seine 21 Jahre alte Beifahrerin kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.

In Nordthüringen blieben wegen starken Schneefalls mehrere Lastwagen liegen. Wie die Polizei mitteilte, steckten mehrere Lkw an einem Berg fest. In Mecklenburg-Vorpommern ereigneten sich schon am Montagabend bei heftigem Schneetreiben auf den Autobahnen 20 und 19 Unfälle, bei denen mindestens fünf Menschen verletzt wurden. Wie Polizeisprecher in Rostock und Neubrandenburg am Dienstag sagten, kam es zeitweise zu Sperrungen. Bei Jarmen wurde ein Sattelzug-Lkw von der A20-Fahrbahn gedrückt und kippte um.

Update, 7 Uhr: Polizei: "Allgäuer Autofahrer verhalten sich bislang sehr umsichtig"

Trotz des Wintereinbruchs liegen der Polizei aktuell keine Meldungen über größere Unfälle auf Allgäuer Straßen vor. "Die Allgäuer Autofahrer verhalten sich bislang sehr umsichtig. Auch die Räumdienste waren fleißig im Einsatz. Alles läuft reibungslos. Hoffen wir, dass es den ganzen Tag über so bleibt", sagte ein Sprecher der Einsatzzentrale im Polizeipräsidium Schwaben Süd/West unserer Redaktion. Südlich von Schweinfurt führte der Wintereinbruch zu einem schweren Unfall. Eine Mutter mit ihren Kindern wurde schwer verletzt.

5.30 Uhr: Teils Zentimeter hoher Neuschnee auf den Straßen

"Muss das wirklich sein?" Beim Blick aus dem Fenster fröstelten am frühen Dienstagmorgen viele Mensche im Allgäu. Über Nacht waren mehrere Zentimeter Neuschnee gefallen. Die Temperaturen sanken in Kempten beispielsweise auf minus drei Grad. In den Höhenlagen war es teils noch einmal deutlich kälter. Der erneute Wintereinbruch kurz nach den Osterfeiertagen führte zu rutschigen Bedingungen auf den Straßen der Region. Die Polizei mahnt zu besonderer Vorsicht. Wer bereits seiner Sommerreifen aufgezogen hat, sollte den Wagen stehen lassen, bis sich die Lage beruhigt hat. Die Höchstwerte sollen heute im Verlauf des Vormittags auf zwei Grad klettern. Am Abend könnte es erneut schneien. Mehr zum Wetter im Allgäu lesen Sie hier. Wie halten SIe in diesem Ticker über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden.

Bereits am Ostermontag kam es zu einem schreklichen Unfall in den Allgäuer Bergen: Eine 53 Jahre alte Frau stürzte am Steineberg auf einem vereisten Schneefeld abgestürzt. Sie starb später im Krankenhaus.

Wie die Polizei berichtet, war die 53-jährige Frau am Ostersonntag gegen 14.30 Uhr mit ihrem Mann auf einer Bergtour vom Steineberg in Richtung Mittag im Oberallgäu unterwegs. Beim Abstieg stürzte die Frau nach der Eisenleiter auf einem vereisten Schneefeld etwa 150 Meter über Felsen an der Nordseite ab. Mehr darüber lesen Sie hier.

Glimpflich endete dagegen eine bedrohliche Situation für die beiden Insassen eines Motorflugzeugs bei Reutte (Tirol): Beim Landeanflug auf den Flugplatz Reutte-Höfen wurde ihre Maschine am Ostersonntag offenbar von einer Windböe erfasst. Sie krachte auf der Fläche zwischen Landbahn und Lech in Bäume. Die beiden Insassen, ein 50-jähriger in der Schweiz lebender Fluglehrer aus Portugal und ein 37-jähriger Flugschüler aus Vorarlberg, konnten sich nach dem Crash am Ostermontag selbst aus dem Flugzeug befreien. Beide wurden nach der Erstversorgung mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus Reutte gebracht und dort ambulant behandelt. Mehr zum Flugzeugabsturz in Reutte lesen Sie hier.