Verkehr

925 Menschen fordern Lärmschutz und Tempolimit an der A7

Die Organisatoren der Petition fordern unter anderem eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A7 südlich des Memminger Autobahnkreuzes.

Die Organisatoren der Petition fordern unter anderem eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A7 südlich des Memminger Autobahnkreuzes.

Bild: Uwe Hirt (Archiv)

Die Organisatoren der Petition fordern unter anderem eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A7 südlich des Memminger Autobahnkreuzes.

Bild: Uwe Hirt (Archiv)

Memminger übergeben Petition an Oberbürgermeister Manfred Schilder. Dieser sieht sich jedoch als falschen Ansprechpartner dafür. Wie es nun weitergeht.
18.02.2021 | Stand: 12:00 Uhr

925 Menschen haben die Petition des Memminges David Echtner unterschrieben, in der dieser einen besseren Lärmschutz entlang der A7 südlich des Autobahnkreuzes fordert. Nun hat Echtner zusammen mit seinem Mitstreiter Christoph Pistner vom Bürgerausschuss Buxach-Hart die Petition an Oberbürgermeister Manfred Schilder übergeben.

Bei dem Treffen vor dem Rathaus begrüßte Schilder zwar das Engagement der beiden Männer. Das Memminger Stadtoberhaupt sieht sich jedoch als falschen Ansprechpartner, da die Autobahn nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fiele. Trotzdem fühle er sich durch die Unterschriften gestärkt für ein erneutes Treffen im Staatsministerium mit dem Wissen, dass der Lärmschutz vielen Memminger Bürgern ein großes Anliegen sei.

Im Oktober fand ein Runder Tisch zum A7-Lärmschutz in München statt

Ein Runder Tisch zum Thema fand bereits im Oktober 2020 in München statt. Initiiert hatte diesen Klaus Holetschek (CSU), damals Staatssekretär im Gesundheitsministerium. Neben Schilder machte sich auch der Bürgermeister von Buxheim, Wolfgang Schmidt (CSU), für mehr Lärmschutz an der A7 stark. Auch der bayerische Innenminister Joachim Hermann nahm bereits Stellung zu mehr Lärmschutz auf der A7. Die Landeshauptstadt ist nun auch das Ziel von David Echtner und Christoph Pistner. Um der Forderung der Petition einen weiteren Nachdruck zu verleihen, wollen die Organisatoren diese nun beim Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags einreichen.

Echtner lebt im Westen Memmingens. Nur etwa 50 Meter von seinem Garten entfernt fahren Lastwagen, Motorräder und Autos auf der Autobahn nach Norden. Laut Echtner werde der Verkehrslärm auch nachts und am Wochenende nicht weniger. Im September vergangenen Jahres startete er deshalb die Petition. Die Forderungen: eine Geschwindigkeitsbegrenzung und eine Lärmschutzwand auf der Strecke. Später erhielt Echtner Unterstützung vom Bürgerausschuss Buxach-Hart, dessen Mitglieder weitere Unterschriften für die Petition gesammelt haben.

Beim Thema Lärmschutz sind viele Memminger frustriert und resigniert

Dass nun 925 Menschen diese unterschrieben und mehr als 200 Menschen sie online kommentiert haben, zeigt laut Echtner, wie emotional das Thema Lärmschutz für viele Memminger ist. „Die Kommentare reichten von frustriert bis resigniert. Doch alle verfolgen das gleiche Ziel; eine spürbare Reduzierung der Lärmbelastung entlang der A7“, teilt er mit. 759 Unterzeichner stammen aus Memmingen, 166 Menschen aus anderen Gemeinden, darunter viele aus dem benachbarten Buxheim.

Um die Lärmbelastung durch die Autobahn zu veranschaulichen, übergaben Echtner und Pistner dem Oberbürgermeister ein Handrührgerät, dass eingeschalten etwa 57 Dezibel laut ist. Das entspreche dem nächtlichen Grenzwert, der laut Autobahn GmbH erreicht werden muss, um Lärmschutzmaßnahmen zu rechtfertigen, erklärt Echtner. „Ganze Siedlungen entlang der A7 liegen laut pauschalen Lärmberechnungen nur sehr knapp unter diesen Grenzwerten“, betonen die Organisatoren.