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Stadtgeschichte

Als in Memmingen Torschlusspanik herrschte

Einlaß Memmingen

Der Einlass ist mit seinen sichtbaren Ziegeln und Türmchen für viele das schönste Memminger Stadttor.

Bild: Uwe Hirt

Der Einlass ist mit seinen sichtbaren Ziegeln und Türmchen für viele das schönste Memminger Stadttor.

Bild: Uwe Hirt

Wer einst nachts nach Memmingen wollte, stand vor verschlossenen Toren. Nur der Einlass bot eine Möglichkeit, hinter die Stadtmauer zu gelangen. Was das kostete.
02.05.2021 | Stand: 09:14 Uhr

Wer heutzutage das Wort Torschlusspanik in den Mund nimmt, spricht in der Regel von der Angst, etwas zu verpassen oder ein Ziel nicht mehr erreichen zu können. Dagegen gerieten die Menschen im Mittelalter im wahrsten Sinne des Wortes in Panik, wenn der Torschluss nahte. Schließlich ging es oftmals um Leben und Tod. Denn bei Anbruch der Nacht wurden damals die Stadttore aus Sicherheitsgründen geschlossen. Reisende oder Stadtbewohner, die es vor Torschluss nicht mehr rechtzeitig in die Stadt schafften, mussten vor den Toren übernachten, wo sie schutzlos Räubern und wilden Tieren ausgeliefert waren. Letzte Möglichkeit waren die sogenannten Einlässe. Diese wurden in der Regel aber nur gegen eine Gebühr geöffnet – so auch in Memmingen.

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