Gewerbegebiet

Aus für Verbrauchermarkt-Pläne in Wolfertschwenden

Zur Ansiedlung eines großen Verbrauchermarkts mit Drogeriemarkt und Bäckereifiliale wird es im Wolfertschwender Gewerbegebiet nicht kommen. Die erforderliche Sonderbaufläche für Einzelhandel wurde nicht genehmigt.

Zur Ansiedlung eines großen Verbrauchermarkts mit Drogeriemarkt und Bäckereifiliale wird es im Wolfertschwender Gewerbegebiet nicht kommen. Die erforderliche Sonderbaufläche für Einzelhandel wurde nicht genehmigt.

Bild: Armin Schmid

Zur Ansiedlung eines großen Verbrauchermarkts mit Drogeriemarkt und Bäckereifiliale wird es im Wolfertschwender Gewerbegebiet nicht kommen. Die erforderliche Sonderbaufläche für Einzelhandel wurde nicht genehmigt.

Bild: Armin Schmid

Das Landratsamt genehmigt das nötige Sondergebiet für Einzelhandel in Wolfertschwenden nicht. Was die Gemeinderäte stattdessen beschlossen und wie es mit dem Areal weitergeht.

10.08.2020 | Stand: 08:00 Uhr

Nach längerem Tauziehen ist nun klar, dass es mit der Ansiedlung eines großen Edeka-Verbrauchermarkts im Gewerbegebiet in Wolfertschwenden in der geplanten Form nichts werden wird. Die dafür erforderlichen Sonderflächen für Einzelhandel wurden nicht genehmigt. Der Wolfertschwender Gemeinderat hat das Areal im Flächennutzungsplan daher wieder als gewerbliche Baufläche deklariert.

Kernthema war ein Sondergebiet Einzelhandel, das im Wolfertschwender Gewerbegebiet entstehen sollte. Geplant war dabei die Ansiedlung eines großen Lebensmittelmarkts, eines Drogeriemarkts sowie einer Bäckereifiliale mit Bistro mit einer Gesamtverkaufsfläche im Bereich von 2200 Quadratmetern. Das rund 7000 Quadratmeter große Grundstück befindet sich am Kreuzungsbereich nördlich der Äußeren Bahnhofstraße und der Gewerbestraße (gegenüber Autohaus Rigatos).

Bedenken in Bad Grönenbach

Unumstritten war das Vorhaben ohnehin nicht: So hatte auch die Nachbargemeinde Bad Grönenbach im vergangenen Jahr ihr Veto eingelegt. Die Grönenbacher Rätegemeinschaft hegte Bedenken, dass durch den Bau eines Verbrauchermarkts mit einem noch höheren Verkehrsaufkommen zu rechnen sei. Zudem lautete ein Argument, dass Nahversorgung innerorts oder wenigstens am Ortsrand entstehen sollte und die Gewerbeflächen Betrieben vorbehalten bleiben sollten, die beispielsweise aufgrund von Immissionen und Nachtarbeit auf Flächen in diesem Bereich angewiesen sind.

Bürgermeisterin Beate Ullrich erläuterte, dass der neue Flächennutzungsplan Anfang des Jahres an das Landratsamt gesendet wurde. Bis auf die Sonderbauflächen Einzelhandel sei alles genehmigt worden. Ullrich meinte, dass die Genehmigungsbehörde auch mit Blick auf den Landesentwicklungsplan keinen räumlichen Zusammenhang mit der Wohnbebauung sah und aus diesem Grund für die Sonderbauflächen für Einzelhandel kein grünes Licht gab.

Weitere Entwicklung ist offen

Damit das Areal überplant werden kann, ist es laut der Bürgermeisterin nötig, den Bereich nun wieder als gewerbliche Baufläche auszuweisen. Im Zuge dessen stand somit auch eine Änderung des Flächennutzungsplans auf der Agenda. Wie es mit der Ansiedlung eines Verbrauchermarkts oder Discounters weitergeht, kann Ullrich derzeit nicht einschätzen. Zunächst müsse man abwarten, bis der Investor seine Pläne überdacht hat. Eine Ansiedlung in der Größenordnung von bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche ist laut Beate Ullrich weiterhin möglich.

Ob sich aber ein Markt in dieser Größe im Gewerbegebiet rechnen würde, müsse letztlich der Investor selbst entscheiden. Allerdings liege im Moment kein entsprechender Antrag vor.

Einstimmiges Votum

Ansonsten ist die Gewerbefläche nach Ullrichs Worten vielseitig nutzbar. Das Wolfertschwender Ratsgremium stimmte der Umwandlung der Sonderbauflächen für Einzelhandel in eine gewerbliche Baufläche einstimmig zu.