Memmingen

Baby misshandelt: Vater muss vor Gericht

Der Misshandlungsfall wird am Landgericht Memmingen ab dem 8.September an mehreren Tagen verhandelt.

Der Misshandlungsfall wird am Landgericht Memmingen ab dem 8.September an mehreren Tagen verhandelt.

Bild: Kurt Kraus

Der Misshandlungsfall wird am Landgericht Memmingen ab dem 8.September an mehreren Tagen verhandelt.

Bild: Kurt Kraus

Fast zu Tode geschüttelt haben soll ein  23-Jähriger seinen kleinen Sohn. Jetzt steht der Termin der Verhandlung fest. Warum es aber nicht um Totschlag geht.

10.08.2020 | Stand: 11:00 Uhr

Die Staatsanwalt Memmingen erhob im Mai Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen. Für eine Anklage wegen eines Tötungsdelikts reichte die Beweislage nicht aus. Verhandelt wird der Fall ab dem 8.September vor dem Landgericht Memmingen, teilte die Behörde jetzt auf Anfrage der Allgäuer Zeitung mit.

Im Januar durfte der Mann seinen damals vier Monate alten Sohn über Nacht bei sich haben - die damals 16-jährige Mutter des Kindes lebt noch bei ihren Eltern. Offenbar kam der Vater nicht mit seinem Kind zurecht und schlug es. Am Morgen bemerkte die ebenfalls in der Wohnung lebende Oma erhebliche Verletzungen bei dem Baby und fuhr mit Sohn und Enkel ins Klinikum. Eine Ärztin schaltete die Polizei ein. Neben Schädelverletzungen und einem gebrochenen Fuß wurden auch ältere Verletzungen festgestellt. Der tatverdächtige Vater sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Das nun fast ein Jahr alte Baby soll den Übergriff gut überstanden haben. Aktuell seien keine Folgeschäden erkennbar. Der Junge lebt unter Aufsicht des Jugendamts bei seiner Mutter.