Bad Grönenbach

Bad Grönenbach: Steingärten in neuen Wohngebieten künftig verboten

Laut Ratsbeschluss soll es in Bad Grönenbach künftig ein Verbot von Steingärten, Schottergärten und Kunstrasen in künftigen Bebauungsplänen für Wohngebiete geben.

Laut Ratsbeschluss soll es in Bad Grönenbach künftig ein Verbot von Steingärten, Schottergärten und Kunstrasen in künftigen Bebauungsplänen für Wohngebiete geben.

Bild: dpa/Jaspersen

Laut Ratsbeschluss soll es in Bad Grönenbach künftig ein Verbot von Steingärten, Schottergärten und Kunstrasen in künftigen Bebauungsplänen für Wohngebiete geben.

Bild: dpa/Jaspersen

Grönenbacher Räte sprechen sich für neue Regelung aus. Warum ein Antrag der Grünen abgelehnt wurde.
01.04.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Mit Steingärten, Schottergärten und Kunstrasen im Gemeindegebiet hat sich der Bad Grönenbacher Marktgemeinderat auseinandergesetzt. Anlass war ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen. Dabei ging es um den Erlass einer Gestaltungsverordnung beziehungsweise einer Satzung zum Verbot von Stein- und Schottergärten sowie Kunstrasenflächen für künftige Bebauungspläne. Bürgermeister Bernhard Kerler bekräftigte, dass man in Bad Grönenbach mit dieser Thematik noch kein großes Problem habe. Steingärten seien eher die Ausnahme. „Ein entsprechendes Verbot in künftigen Bebauungsplänen zu berücksichtigen, wäre aber denkbar“. Man sollte sich aber noch offenhalten, eine entsprechende Satzung zu gestalten, so Kerler.

Plädoyer für naturnahe Gärten

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende, Holger Eckermann, betonte, dass man frühzeitig beginnen müsse. Letztlich gehe es darum, naturnahe Gärten zu haben, mit Büschen und Bäumen, die Sauerstoff produzieren, Kohlenstoffdioxid speichern und vielen Tierarten einen Lebensraum bieten. Für das Erreichen der Klimaschutzziele und den Erhalt der Biodiversität sei dies ein wichtiger Beitrag. CSU-Marktrat Gerhard Trunzer vertrat die Meinung, dass eine Satzung nur mehr Bürokratie schafft. Da Stein- oder Schottergärten nur ganz sporadisch anzutreffen seien, habe man auch keinen Bedarf. Ilse Dorn sah dies ähnlich. Schwierig wäre nach Angaben der Zweiten Bürgermeisterin auch die Kontrolle einer entsprechenden Satzung: „Wer überwacht das?“ Andererseits sei ein englischer Rasen aus ökologischer Sicht auch nicht viel sinnvoller. Der FW-Fraktionsvorsitzende Matthias Manske sprach sich für ein Gebot, aber gegen ein Verbot aus. FW-Markträtin Katharina Guggenberger fügte an, dass man Anreize in Form von Wettbewerben für das Pflanzen von Blumen und Sträuchern schaffen sollte.

Antrag abgelehnt

Der Antrag der Grünen-Fraktion wurde am Ende mehrheitlich abgelehnt. Ein Verbot von Steingärten, Schottergärten und Kunstrasen in künftigen Bebauungsplänen für Wohngebiete soll dagegen laut Ratsbeschluss umgesetzt werden. Sollten Steingärten zunehmen, sei aber auch eine entsprechende Satzung möglich.