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Bad Grönenbach: Tourismusentwicklung ist durchwachsen

Touristenmagnet Hohes Schloss: Schlossführungen sollen im Zuge der geplanten Umnutzung noch bis Herbst 2022 möglich sein.

Touristenmagnet Hohes Schloss: Schlossführungen sollen im Zuge der geplanten Umnutzung noch bis Herbst 2022 möglich sein.

Bild: Siegfried Rebhan

Touristenmagnet Hohes Schloss: Schlossführungen sollen im Zuge der geplanten Umnutzung noch bis Herbst 2022 möglich sein.

Bild: Siegfried Rebhan

Im Kneippkurort steigen die Übernachtungszahlen nur wenig. Die Kuramtsleiterin und der Bürgermeister blicken auf das Corona-Jahr zurück.
27.11.2021 | Stand: 16:46 Uhr

Die Kur- und Tourismusentwicklung in Kneippkurort Bad Grönenbach bietet auch im Jahr 2021 ein eher durchwachsenes Bild. Die Übernachtungen und Gästezahlen verharren auf moderatem Niveau.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind 113.119 Übernachtungen angefallen. Das entspricht einer Steigerung von 4,3 Prozent. Von Spitzenwerten im Bereich von 180.000 Übernachtungen aus der Zeit vor Corona sind diese Zahlen laut der Kuramtsleiterin Monika Link noch weit entfernt. Die Ankünfte (Gästezahlen) sind um 13,66 Prozent gesunken, aber die Aufenthaltsdauer hat um rund 20 Prozent zugelegt. „Es sind weniger Gäste gekommen, diese sind allerdings länger geblieben“, sagt Bürgermeister Bernhard Kerler. Das sei auch darauf zurückzuführen, dass der Reha-Bereich besser ausgelastet war als der private Übernachtungssektor. Bei dem ist Kerler zufolge eher eine kürzere Aufenthaltsdauer die Regel. Die zur Verfügung stehende Bettenzahl ist mit rund 860 Betten relativ stabil geblieben.

Bettenauslastung bei 43,22 Prozent

Ernüchternd ist laut Monika Link auch die Auslastung der Bettenkapazitäten, die bei 43,22 Prozent lag. Bei den Übernachtungen war der August der stärkste Monat (15.189 Übernachtungen). Bei den Gästezahlen tat sich der September mit 2273 Gästen hervor. 80 Prozent der Übernachtungen sind auf die Kliniken und Sanatorien entfallen. Die meisten Gäste kommen aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Ausländische Quellmärkte seien Österreich, die Schweiz und die Niederlande.

Erfolgreich gestartet wurde im Februar der Social-Media-Bereich des Kurorts. Bad Grönenbach ist damit auf Facebook und Instagram vertreten. 2000 Besucher bei Veranstaltungen ist laut Monika Link ein schöner Erfolg.

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Das ist das Hohe Schloss Bad Grönenbach

500 Teilnehmer waren bei den Schlossführungen zu verzeichnen, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen. Der Bürgermeister fügte an, dass das Hohe Schloss hierfür voraussichtlich noch bis Herbst 2022 zur Verfügung steht. Ob Kulturveranstaltungen im Schloss erhalten bleiben, ist laut Kerler noch Zukunftsmusik, aber nicht unwahrscheinlich. Die derzeitigen Veranstaltungsräume könnten nur moderat umgebaut werden: „Eine mögliche Win-Win-Situation für Betreiber und Gemeinde“.

Haushalt wird aufgestockt

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Der Tourismushaushalt steigt von rund 549.000 Euro auf künftig 636.000 Euro an. Kerler erläutert, dass dies eine beachtliche Steigerung darstellt und man für 2022 deutlich mehr Veranstaltungen geplant hat. „Wir wollen den Sprung schaffen und wieder deutlich mehr Veranstaltungen durchführen“, sagt der Bürgermeister.

Die Hälfte der Haushaltssteigerung sei auf eine bessere Personalausstattung für den Kur- und Tourismusbetrieb zurückzuführen.