Glückswege

Bad Grönenbacher Kurpark ist um eine Attraktion reicher

Auf dem Yoga-Platz im Bad Grönenbacher Kurpark steht eine neue Installation. Unser Bild zeigt zwischen den sieben Douglasien-Säulen (von links) Bürgermeister Bernhard Kerler, die Künstlerin Silke Weiß und die Leiterin der Kur- und Gästeinformation, Monika Link.

Auf dem Yoga-Platz im Bad Grönenbacher Kurpark steht eine neue Installation. Unser Bild zeigt zwischen den sieben Douglasien-Säulen (von links) Bürgermeister Bernhard Kerler, die Künstlerin Silke Weiß und die Leiterin der Kur- und Gästeinformation, Monika Link.

Bild: Franz Kustermann

Auf dem Yoga-Platz im Bad Grönenbacher Kurpark steht eine neue Installation. Unser Bild zeigt zwischen den sieben Douglasien-Säulen (von links) Bürgermeister Bernhard Kerler, die Künstlerin Silke Weiß und die Leiterin der Kur- und Gästeinformation, Monika Link.

Bild: Franz Kustermann

Eine neue Station mit sieben Douglasien-Stelen zeigt, wie Körper und Geist in Einklang gebracht werden können. Die Installation stammt von einer  Künstlerin aus Bad Wörishofen.

13.09.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Der Bad Grönenbacher Kurpark an der Vogelweide ist nun um eine Attraktion reicher: Die 52-jährige Bad Wörishofer Künstlerin Silke Weiß hat im Rahmen der Erlebnisraumgestaltung „Glückswege im Unterallgäu“ den Yoga-Platz mit einer ganz besonderen Station ausgestattet: Sieben Douglasien-Stelen zeigen – witterungsbeständig hinter Glas geschützt – wie gemäß der Kneipp’schen Lehre mit Wasser, Pflanzen, Bewegung, Ernährung und Balance Körper und Geist in Einklang gebracht werden können.

Die Innere Ordnung ist es, die laut der Künstlerin vielfach zu kurz kommt. Die Installation der Stelen soll die sieben Energiezentren im Körper symbolisieren. Hinter dem Glas finden sich auf sogenannten „Chakren“ sinnige Erklärungen und positive Leitgedanken, die von der Künstlerin auf Leinwand entworfen, auf Öl gemalt und anschließend mit Fine-Art-Pigmentdruck hinter das Glas kaschiert wurden. „Und da Geist und Körper verbunden sind, haben sie auch Auswirkungen auf die Gesundheit“, ist Weiß überzeugt.

Das Innere ansprechen

Vielfach werde heute das Äußere immer für sehr wichtig genommen, das Innere aber vernachlässigt. Mit den Stelen solle daher insbesondere auch die Gefühlsebene, also das „Innere“, angesprochen werden. Damit könne die innere Ordnung und Harmonie wiederhergestellt werden. Weiß hat bereits schon auf mehreren Glückswegen ihre Installationen verwirklicht: Ihre dreidimensionalen Objekte sind unter anderem in der Altstadt und im Stadtpark Neue Welt in Memmingen zu sehen. Die „Glückswege“ sind Rad- und Wanderwege, die auf das ganze Unterallgäu verteilt sind.

Laut Bürgermeister Bernhard Kerler hat die Marktgemeinde damit an drei, mittlerweile nahezu weitgehend fertiggestellten Stationen des Kneippkurortes (Kurpark, Ruhe-Liegebänkchen am Kornhofer Bänkle und Skulptur am Waldweg, westlich des Stadions) insgesamt 30 000 Euro investiert. Yoga sei für den Kneippkurort ein neues Element, bei dem es sehr stark auf die Verinnerlichung, das Gleichgewicht und Spiritualität ankomme. „Da geht es sehr stark um die innere Konzentration und Meditation, um geistig wieder frei zu werden.“ Was man heute mit der Burnout-Behandlung mache, sei „nichts anderes, als die Leute wieder ins Gleichgewicht zu bringen“.

Yoga-Kurs mit 20 Teilnehmern

Wie die Leiterin der Kur- und Gästeinformation, Monika Link, berichtete, fand an dem Yoga-Platz bereits ein Kurs mit 20 Teilnehmern statt. Im kommenden Jahr will die Kurverwaltung dies fortsetzen: „Damit jeder allein oder auch in Gruppen die Atemübungen durchführen kann.“

Auch die Gäste der benachbarten Kliniken könnten bei der Bad Grönenbacher Glücks-Momente-Runde „zur Ruhe und inneren Balance finden“. Die acht Kilometer lange Strecke beginnt am Schlossgelände, führt über den westlichen Serpentinenweg und den Grönenbacher Wald zum Kornhofer Bänkle, über den Kurpark und den Marktplatz zum Hohen Schloss zurück.