Mobilfunk

Bad Grönenbach sucht Standort für Sendemast

Mobilfunkmasten Grönenbach

Als mögliche Standorte für einen Mobilfunkmast gelten der neue Bad Grönenbacher Bauhof und das gegenüberliegende Waldstück.

Bild: Armin Schmid

Als mögliche Standorte für einen Mobilfunkmast gelten der neue Bad Grönenbacher Bauhof und das gegenüberliegende Waldstück.

Bild: Armin Schmid

Bislang ist die Suche ergebnislos verlaufen. Nun kommen zwei neue Bereiche ins Spiel. Der Marktrat diskutiert über die jeweiligen Vor- und Nachteile.
02.08.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Die Suche nach zwei Standorten für Mobilfunkmasten im Ortsbereich von Bad Grönenbach und Zell sind ergebnislos verlaufen. Bürgermeister Bernhard Kerler sprach in der jüngsten Gemeinderatssitzung von „keinem leichten Thema“ und erläuterte, dass man in der Vergangenheit schon einige Standorte und auch Alternativen geprüft habe. Letztlich sei man als Kommune in der Pflicht, auch gemeindliche Gebäude und Liegenschaften als mögliche Standorte für Sendemasten zu prüfen. Schließlich seien die Mobilfunkbetreiber ihrerseits in der Pflicht, ein flächendeckendes Versorgungsnetz aufzubauen.

Kleine Sendeanlagen auf ehemaligem Altenheim

Auf dem ehemaligen Altenheim seien kleinere Sendeanlagen angebracht. Dort sei ein größerer Funkmast nicht möglich. Zudem sei der Bereich der Wasserversorgung ebenfalls geprüft worden. Dies sei allerdings technisch nicht umsetzbar. Jetzt geht es um zwei neue beziehungsweise größere Funkmasten. Falls die Gemeinde keinen Vorschlag macht, könne der Netzbetreiber auf private Grundstücksbesitzer zugehen und sich direkt um einen geeigneten Standort bemühen. Dann habe man kaum mehr Einfluss auf den weiteren Verlauf. Sollte es zu keiner großen Lösung kommen, könnte es auch sein, dass viele kleinere Funkmasten installiert werden. Die betreffenden Mobilfunk-Sendemasten sollen demnach rund 30 Meter hoch werden.

"Gewaltiges Bauwerk"

Als geeigneten Standort im Ortsbereich stellte Bernhard Kerler den neuen Bauhof heraus. Marktrat Jürgen Höret (FW) sprach von einem gewaltigen Bauwerk, das den Bauhof bei Weitem überrage. Er meinte, dass man eher die vom neuen Bauhof gegenüberliegende Waldspitze als Standort in Betracht ziehen sollte. „Den Baumbestand würde der Funkmast nur wenig überragen.“ Höret regte an, dass man einen Gutachter miteinbeziehen sollte. Der Bürgermeister antwortete, dass dieser teuer sei und die Netzbetreiber das Gutachten nicht anerkennen würden. Markträtin Katharina Guggenberger (FW) bekräftigte, dass man auch private Grundstücke in die Suche mit einbeziehen sollte, falls es diesbezüglich bessere Standorte gibt. Bürgermeister Kerler meinte, dass ein Standort am neuen Bauhof besser geeignet sei, als ein Standort am Ortseingang. „Die Sichtbeeinträchtigung an der Stelle ist besser vertretbar.“

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Auch Konrad Lichtenauer (Grüne) und Rat Matthias Manske (FW) sprachen sich für eine Standortprüfung des Waldstücks am Waldegg aus. Gerhard Trunzer betonte, dass man den Funkmast, falls er am Bauhof gebaut werden sollte, wegen der geringeren Einsehbarkeit eher südlich platzieren sollte. „Ansonsten wäre der Wald besser geeignet.“

Anfrage von Netzbetreiber in Zell

Mit Blick auf den Ortsteil Zell liegt laut Bürgermeister Kerler mittlerweile auch eine Anfrage eines Netzbetreibers vor. Ein gemeindliches Grundstück im Bereich der Sportanlagen wäre als Funkmast-Standort geeignet. Man habe dies dem Netzbetreiber angeboten, aber noch keine Rückantwort erhalten. Das Ratsgremium stellte den Tagesordnungspunkt zurück, bis alle offenen Fragen und Standortoptionen geklärt sind.