Einzige Kandidatin aus Schwaben

Diese Unterallgäuerin will Bayerns neue Bierkönigin werden

Leonie Höld aus Klosterbeuren bewirbt sich um den Titel Bayerische Bierkönigin 2021.

Leonie Höld aus Klosterbeuren bewirbt sich um den Titel Bayerische Bierkönigin 2021.

Bild: Sammlung Höld

Leonie Höld aus Klosterbeuren bewirbt sich um den Titel Bayerische Bierkönigin 2021.

Bild: Sammlung Höld

Leonie Höld aus Klosterbeuren steht als einzige Kandidatin aus Schwaben im Finale der Bayerischen Bierkönigin. Bald startet ein Online-Voting. Was sie antreibt.
Leonie Höld aus Klosterbeuren bewirbt sich um den Titel Bayerische Bierkönigin 2021.
Von Sabrina Karrer
04.04.2021 | Stand: 11:56 Uhr

Die nächste Bayerische Bierkönigin könnte aus dem Unterallgäu kommen: Leonie Höld aus Klosterbeuren hat es ins Finale des Wettbewerbs geschafft, den der Brauerbund veranstaltet. Während die anderen Frauen in Oberbayern, Mittelfranken und der Oberpfalz leben, vertritt sie Schwaben. Im April beginnt mit einem Online-Voting die heiße Phase der Wahl.

Die Wahl der elften Bayerischen Bierkönigin war 2020 um ein Jahr verschoben worden: Damit reagierte der Brauerbund auf Absagen etlicher Feste und Veranstaltungen im In- und Ausland, bei denen die Amtsträgerin Bayerns Bier und Brauereien hätte vertreten sollen. Die Kandidatinnen, die sich bereits für das Finale qualifiziert hatten, sollten trotzdem ihre Chance bekommen: Der Brauerbund kündigte an, dass sie 2021 gegeneinander antreten werden.

Leonie Höld studiert BWL

Obwohl das Coronavirus derzeit noch immer den Alltag bestimmt, wird trotzdem gewählt. Sechs der sieben Finalistinnen halten an ihrem Ziel fest, darunter Leonie Höld. Die zurückliegenden Monate hat die BWL-Studentin genutzt, um Werbung in eigener Sache zu machen. Sie hat sich mehreren Brauereien vorgestellt, um Kontakte zu knüpfen. Eine Freundin gestaltete eine eigene Internetseite für die Finalistin aus dem Unterallgäu (bierglueck2021. de). Ihre Schwester machte Fotos für die sozialen Netzwerke, sie zeigen Leonie Höld im Dirndl, mit Bierkrug in der Hand, im Hintergrund Wald, Wiese oder Weiher.

Außerdem sensibilisierte die Klosterbeurerin ihre Geschmacksknospen und übte sich in Sensorik. Zum Beispiel beim Weißbier-Trinken: „Ich achte auf die Fruchtaromen wie Banane oder Mango, auf die Farbe und Schaumbildung. Das ist unglaublich vielfältig.“ Der Brauerbund lädt die Finalistinnen auch stets zu einer Schulung ins Brauereimuseum im fränkischen Kulmbach ein. Außerdem gehört ein Medientraining zur Vorbereitung auf eine mögliche Amtszeit.

Die junge Frau aus Klosterbeuren ist eine von sieben Kandidatinnen

Erste Bühnenerfahrung haben die jungen Frauen schon im März 2020, vor der Corona-Pause, gesammelt. Nach einer internen Auswahl waren 20 aus rund 80 Bewerberinnen zu einem Casting ins GOP Varieté-Theater in München eingeladen worden. Dort präsentierten sie sich einzeln vor einer Jury. Diese gab danach bekannt, welche sieben Kandidatinnen in der Endrunde sind.

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Dass sie die Richtige für das Amt ist, davon ist Leonie Höld überzeugt. Sie fühle sich sehr verbunden mit den hiesigen Traditionen und dem Brauchtum. So steht sie als Sportschützin am Schießstand, ist im Fasching mit dem Verein „Klosterbeurer Dreckspatzen“ unterwegs und spielt Klarinette in der Musikkapelle. „Im Sommer in die Tracht zu schlüpfen und mit dem Instrument zu einem Auftritt zu fahren, das ist für mich bayerisches Lebensgefühl“, sagt sie. „Und da gehört auch das Bier und das einzigartige Brauwesen dazu.“

Am 14. April beginnt das Online-Voting

Am 14. April startet nun ein Online-Voting, das ein Drittel der Gesamtwertung ausmacht. Unter www.bayerische-bierkönigin.de kann man für seine Wunschkandidatin stimmen. Als Entscheidungshilfe werden immer donnerstags Video-Streams mit den Kandidatinnen und je einem Jury-Mitglied auf Facebook gezeigt. Start der Vorstellungsrunde ist der 15. April um 20 Uhr. Die Krönung findet am 20. Mai im Münchner Hofbräuhaus statt. An diesem Abend erfolgt eine Jury- und eine Publikumsabstimmung, die ebenfalls zu je einem Drittel in die Wahl einfließen. Neu ist, dass das Publikum online wählt. Vor Ort sind keine Zuschauer anwesend, die Veranstaltung wird live via Facebook übertragen. Wahlberechtigt sind Vertreter der Brauereien und die Angehörigen der Kandidatinnen. „Man darf nur ein paar Familienmitglieder mitnehmen“, sagt Leonie Höld. „Bei mir sind das meine Eltern, Geschwister und meine Tante.“ Ob sie schon Lampenfieber hat? „Eine Grundnervosität ist immer da, glaube ich“, sagt die 22-Jährige, die das „Küken“ unter den Finalistinnen ist. „Aber ich nehme es, wie es kommt.“