Geschichte

Bei Benningen grüßt an alter Stelle nun wieder ein Kilometerstein die Wanderer

Das Bild zeigt am Kleindenkmal (von links): Torsten Kamcke (Straßenmeisterei Mindelheim), Georg Frehner, Josef Hörberg, Elfriede Bilgeri, Franz Kustermann, Benningens Bürgermeister Martin Osterrieder und Manfred Sinner.

Das Bild zeigt am Kleindenkmal (von links): Torsten Kamcke (Straßenmeisterei Mindelheim), Georg Frehner, Josef Hörberg, Elfriede Bilgeri, Franz Kustermann, Benningens Bürgermeister Martin Osterrieder und Manfred Sinner.

Bild: Sarah Sinner/oH

Das Bild zeigt am Kleindenkmal (von links): Torsten Kamcke (Straßenmeisterei Mindelheim), Georg Frehner, Josef Hörberg, Elfriede Bilgeri, Franz Kustermann, Benningens Bürgermeister Martin Osterrieder und Manfred Sinner.

Bild: Sarah Sinner/oH

Die Mindelheimer Straßenmeisterei unterstützte das Anliegen des Heimatkreises Benningen und einer Arbeitsgruppe, ein verschwundenes Kleindenkmal zu ersetzen.
Das Bild zeigt am Kleindenkmal (von links): Torsten Kamcke (Straßenmeisterei Mindelheim), Georg Frehner, Josef Hörberg, Elfriede Bilgeri, Franz Kustermann, Benningens Bürgermeister Martin Osterrieder und Manfred Sinner.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
20.08.2020 | Stand: 16:36 Uhr

Früher standen sie an vielen Land- oder an Bezirksstraßen – heute sind sie fast verschwunden. Sie sind der Flurbereinigung oder dem Straßenbau zum Opfer gefallen. Manche wurden gar gestohlen, andere mutwillig zerstört. Die Rede ist von „Alten Kilometersteinen“ aus dem frühen 20. Jahrhundert. Sie zeigten einst Fuhrwerken und Reisenden an, wie weit es bis zum nächsten Ort ist. Vor 1900 standen an wichtigen Straßen „Stundensteine“, welche die Entfernung in Stunden Wegzeit anzeigten.

Ein alter Kilometerstein stand über 100 Jahre lang zwischen Memmingen und Ottobeuren beim „Kellerberg“ südöstlich von Benningen. Doch beim Bau der Umgehungsstraße St 2013 im Jahr 2012 ist das Kleindenkmal verschwunden. Der Heimatkreis Benningen und der Arbeitskreis „Kultur und Geschichte“ der Dorferneuerung Benningen machten sich auf die Suche nach Ersatz. Sie wurden fündig bei der Straßenmeisterei Mindelheim. Dort stand seit Jahren ein alter Kilometerstein. Torsten Kamcke, Leiter der Straßenmeisterei, kam dem Wunsch entgegen und überlies den Stein zur Bearbeitung dem örtlichen Steinmetzbetrieb. Leo Krywult meißelte die bekannten Inschriften in den Stein, die Straßenmeisterei errichtete das Fundament und setzte den Stein.

Nur wenige Meter vom einstigen Standort entfernt, direkt am Radweg zwischen Memmingen und Ottobeuren, steht jetzt beim „Kellerberg“ wieder ein „Alter Kilometerstein“. Radfahrer und Wanderer sehen schon von Weitem die Inschriften „6,4 nach Ottobeuren“ und „5 nach Memmingen“.