Corona

Besucher des Memminger Freibads müssen Eintrittskarte online lösen

Memmingen Freibad

Damit es am Eingang keine langen Warteschlangen gibt, müssen Freibadbesucher ihr Ticket künftig online lösen.

Bild: David Specht

Damit es am Eingang keine langen Warteschlangen gibt, müssen Freibadbesucher ihr Ticket künftig online lösen.

Bild: David Specht

Bis zu 400 Menschen dürfen gleichzeitig auf das Gelände. Mehrere Reinigungspausen sind pro Tag geplant. Was sich zum Start an Fronleichnam sonst noch ändert.

Von Redaktion Memminger Zeitung
09.06.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Eine Besucherobergrenze, mehrmals am Tag halbstündige Reinigungspausen und nur mit Online-Ticket: Wenn an Fronleichnam das Memminger Freibad seine Tore und Becken öffnet, müssen die Schwimmerinnen und Schwimmer in diesem Jahr jedoch einige Einschränkungen hinnehmen.

Aufgrund der vorgegebenen Hygienemaßnahmen dürfen nur 400 Menschen gleichzeitig auf das Gelände. Damit die Gegenstände im Bad regelmäßig desinfiziert werden können und ein Überblick über die Besucherzahlen gewährleistet bleibt, wird es einen Schichtbetrieb geben. Besucher dürfen von 9 bis 12 Uhr, von 12.30 bis 16.30 Uhr und von 17 bis 19 Uhr ins Bad. Danach dürfen von 19.30 bis 20.30 Uhr die Vereine die Becken nutzen. Die 30-minütigen Pausen dazwischen nutzt das Personal für Reinigungsarbeiten. Hinzu kommt, dass die Duschen, Umkleiden und Spinde im Bad gesperrt werden. „Nur die beiden Umkleidemöglichkeiten auf der Liegewiese können genutzt werden“, sagt Sportamtsleiter Jürgen Schäle.

Um die Ansteckungsgefahr für Kinder zu minimieren, werden die Rutsche sowie der Wasserpilz nicht in Betrieb genommen. Auch der Beachvolleyballplatz kann in Corona-Zeiten nicht genutzt werden. Der Kiosk wird jedoch mit Einschränkungen geöffnet sein.

Abgetrennte Schwimmbahnen

Auf den Liegewiesen – wie auch sonst in der Öffentlichkeit – herrscht die Abstandspflicht von 1,5 Metern zu den anderen Besucherinnen und Besuchern. Im Schwimmbecken muss der Abstand ebenfalls gewahrt werden, dafür werden verschiedene Bahnen abgetrennt. Im Kassenbereich sowie auf den Toiletten müssen außerdem Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden.

Wer das Memminger Freibad besuchen will, der muss künftig vorab online eine Eintrittskarte lösen. Dadurch soll verhindert werden, dass es am Eingangsbereich zu langen Schlangen und Wartezeiten kommt, da bei der Registrierung zum Internetportal bereits die persönlichen Daten gespeichert werden und die Gäste schneller eingelassen werden, wenn nur Karten abgescannt werden und es vor Ort keinen Bezahlvorgang gibt. „Durch die Online-Karten sparen wir uns Zeit und Ressourcen“, erklärt Jürgen Schäle. Durch den Schichtbetrieb wird es in diesem Jahr keine 15er-Tickets und keine Saisonkarten geben.

Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder wirbt für Verständnis bei den Freibadgästen: „Auch für uns ist das jetzt Neuland, wir werden die gesammelten Erfahrungen auswerten und vielleicht später noch nachjustieren.“ Er plädiere dafür, dass sich die Gäste ihrer eigenen Verantwortung bewusst seien. Sollte die Öffnung des Bades zu Krankheitsfällen führen, werde das definitiv die Schließung zur Folge haben, unterstreicht das Stadtoberhaupt.