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Justiz

Blut auf T-Shirt führt zum Unfallradler in Memmingen

Vor dem Amtsgericht Memmingen musste sich ein 35-Jähriger gleich wegen mehrerer Vorwürfe verantworten.

Vor dem Amtsgericht Memmingen musste sich ein 35-Jähriger gleich wegen mehrerer Vorwürfe verantworten.

Bild: Kurt Kraus (Archiv)

Vor dem Amtsgericht Memmingen musste sich ein 35-Jähriger gleich wegen mehrerer Vorwürfe verantworten.

Bild: Kurt Kraus (Archiv)

Ein 35-Jähriger steht vor Gericht, weil er Joggerin in Memmingen angefahren und seine sechsjährige Tochter mit einem Kochlöffel geschlagenhaben soll.
08.06.2021 | Stand: 17:02 Uhr

Beide Vorfälle liegen mehr als zwei Jahre zurück, und sie haben nichts miteinander zu tun. Ein 35-jähriger Lagerarbeiter muss sich in einem auch aufgrund der Corona-Pandemie mehrmals verschobenen Prozess nun aber wegen beider Sachverhalte vor dem Amtsgericht verantworten. Staatsanwalt Dr. Philip Dylla wirft dem Angeklagten vor, er habe im März 2019 seine damals sechsjährige Tochter körperlich misshandelt. Etwa zwei Monate später soll er in der Haienbachstraße in Memmingen mit seinem E-Bike eine Joggerin über den Haufen gefahren und sich unerlaubt vom Unfallort entfernt haben. Zu Beginn der Verhandlung bestätigt Verteidiger Christian Vad dem Gericht, dass sein Mandant Angaben zur Sache machen wird. Der Rumäne räumt ein, die Frau angefahren zu haben. Sie habe plötzlich einen Schlenker nach links gemacht, als er an ihr vorbeifahren wollte – und da habe ich sie mit dem Lenker getroffen“. Er sei selbst vom Fahrrad gestürzt, habe sich verletzt und am Ellenbogen geblutet. „Ich habe sie gefragt, ob es ihr gut geht.“ Er habe ihr aufhelfen wollen. Als Passanten kamen und davon sprachen, dass man die Polizei und den Rettungsdienst verständigen werde, „da habe ich Panik gekriegt“.

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