Schädlinge

Buchsbaumzünsler: Was man gegen die gefräßigen Raupen tun kann

Die Raupe des Buchsbaumzünslers ist viereinhalb Zentimeter lang, gelbgrün und hat einen schwarzen Kopf.

Die Raupe des Buchsbaumzünslers ist viereinhalb Zentimeter lang, gelbgrün und hat einen schwarzen Kopf.

Bild: Markus Orf/Landratsamt Unterallgäu

Die Raupe des Buchsbaumzünslers ist viereinhalb Zentimeter lang, gelbgrün und hat einen schwarzen Kopf.

Bild: Markus Orf/Landratsamt Unterallgäu

Der Unterallgäuer Kreisfachberater Markus Orf rät dazu, Buchsbäume regelmäßig auf einen Zünsler-Befall zu kontrollieren.

Die Raupe des Buchsbaumzünslers ist viereinhalb Zentimeter lang, gelbgrün und hat einen schwarzen Kopf.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
08.09.2020 | Stand: 10:25 Uhr

Seit vergangenem Jahr treibt der Buchsbaumzünsler sein Unwesen im Unterallgäu. Auch heuer frisst der Schädling wieder Buchsbäume ab. Um die Sträucher zu schützen, sollten diese regelmäßig auf einen Befall kontrolliert und eventuell vorhandene Raupen entfernt werden, rät Markus Orf, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Unterallgäu. Wer den Buchsbaumzünsler bis zum ersten Frost im Herbst in Schach halte – danach ist der Schädling nicht mehr aktiv – könne vermeiden, dass der Buchs zu stark geschwächt wird und abstirbt.

Die Raupen des Falters befinden sich laut Orf vorwiegend im Pflanzeninneren und sind wegen ihrer guten Tarnung nicht leicht zu erkennen. Die Tiere sind viereinhalb Zentimeter lang, gelbgrün und haben einen schwarzen Kopf. „Befallene Pflanzen sind meist gelblich, haben kaum noch Blätter und sind häufig von den Raupen eingesponnen.“

Wer die Tiere entdeckt, sollte diese entfernen und die Gespinste herausschneiden, sagt Orf. Bei Einzelpflanzen könne man die Raupen absammeln. Bei vielen Pflanzen, etwa bei einer Hecke, sei es effektiver, die Tiere mit dem Hochdruckreiniger abzuspritzen oder mit dem Staubsauger abzusaugen. Entfernte Schädlinge und befallene Pflanzenteile sollten in Säcke verpackt und im Restmüll entsorgt werden. Bekämpft man die Tiere und hält den Fraß-Schaden in Grenzen, überleben die meisten Pflanzen. Da der Schädling aber nicht mehr ausgerottet werden kann, müssten sich Gartenbesitzer wohl darauf einstellen, dass der Kampf jedes Jahr von Neuem beginne, sagt Orf. Wer das nicht will oder Ersatz für bereits abgestorbene Buchsbäume sucht, kann Alternativen wie Eibe, Heckenkirsche oder Zwergliguster pflanzen. Pflanzzeit ist im Herbst.