Weihnachtsmärkte im Allgäu

„Budenzauber“ statt Christkindlesmarkt - aber ohne Glühwein

Wie bereits im vergangenen Jahr fällt der traditionelle Christkindlesmarkt in Memmingen aus. Als Alternative gibt es fünf Wochen lang einen „Weihnachtlichen Budenzauber“ auf vier Plätzen in der Altstadt.

Wie bereits im vergangenen Jahr fällt der traditionelle Christkindlesmarkt in Memmingen aus. Als Alternative gibt es fünf Wochen lang einen „Weihnachtlichen Budenzauber“ auf vier Plätzen in der Altstadt.

Bild: Uwe Hirt

Wie bereits im vergangenen Jahr fällt der traditionelle Christkindlesmarkt in Memmingen aus. Als Alternative gibt es fünf Wochen lang einen „Weihnachtlichen Budenzauber“ auf vier Plätzen in der Altstadt.

Bild: Uwe Hirt

Der Memminger Christkindlesmarkt wurde abgesagt. Stattdessen gibt es vom 26. November bis 30. Dezember weihnachtliche Stände auf vier Plätzen.
15.11.2021 | Stand: 18:29 Uhr

Ein kleiner Lichtblick im trüben, zweiten Corona-Herbst war die Vorfreude auf stimmungsvoll beleuchte Plätze mit Glühwein- und Bratwurstduft, mit festlich geschmückten Buden, vielleicht Bläserklängen oder Chorgesang und fröhlichen Gesichtern – also mit all dem, was die Menschen jedes Jahr in Scharen auf Weihnachtsmärkte zieht. Doch die dramatische Pandemie-Entwicklung zwingt die Veranstalter nun, wie bereits im vergangenen Jahr, umzuplanen und abzusagen. Der Memminger Christkindlesmarkt wird deswegen ebenso ausfallen wie zum Beispiel die „Romantische Weihnacht“ auf der Kronburg oder die Buxheimer Dorfweihnacht. Immerhin soll es wieder einen „Budenzauber“ in Memmingens Altstadt geben.

„Ich habe mit der Absage der großen Variante schon gerechnet, nachdem die Inzidenzen so gestiegen sind“, sagt Franz Vetter, Bezirksvorsitzender im Bayerischen Landesverband der Marktkaufleute und Schausteller, der den Christkindlesmarkt organisiert und veranstaltet. Zusammen mit Oberbürgermeister Manfred Schilder und der Stadtverwaltung wurde das so entschieden.

Christkindlesmarkt in Memmingen: Kein Christkind, kein Nikolaus, keine Krippe

Geplant war der Christkindlesmarkt heuer eigentlich vom 22. November bis 19. Dezember. Er wäre wieder vom Christkind eröffnet worden, der Nikolaus hätte vorbei geschaut, die lebende Krippe wäre aufgebaut worden und gegen Abend hätten Chöre und kleine Ensembles die Besucherinnen und Besucher mit Livemusik unterhalten. Stattdessen gibt es auch in diesem Jahr als kleine Alternative einen dezentralen „Weihnachtlichen Budenzauber“ ohne Begleitprogramm, mit einem guten Dutzend Ständen, verteilt auf den Schrannenplatz, den Theaterplatz, den Weinmarkt und den Manghausplatz. „Eventuell stellen wir auf dem Schrannenplatz auch ein kleines Kinderkarussell auf“, deutet Vetter an. Man müsse aber erst ausmessen, ob das neben den vier, fünf Buden noch Platz hat.

Neben deftigen Schmankerl, süßen Naschereien und Schokofrüchten gibt es an den weihnachtlich geschmückten Ständen beispielsweise Kerzen, Socken oder Schmuck zu kaufen. Eine der beliebtesten Weihnachtsmarktspezialitäten wird es allerdings nicht geben: Glühwein. Wenn man Alkohol ausschenken wollte, müsste man das Gelände einzäunen und – so wie beim Herbstmarkt – Security für Einlasskontrollen engagieren. Doch Vetter ist trotz dieses Wermutstropfens froh, dass überhaupt etwas stattfinden kann.

Starten soll der „Weihnachtliche Budenzauber“ mit der langen Einkaufsnacht „Einkaufen im Lichterglanz“ am Freitag, 26. November. Die Buden sollen dann bis zum 30. Dezember geöffnet bleiben. An Sonn- und Feiertagen findet kein Verkauf statt. (Lesen Sie auch: Wo Weihnachtsmärkte im Allgäu schon abgesagt sind - und wo sie noch geplant sind)

"Romantischer Weihnachtsmarkt" auf Schloss Kronburg fällt aus

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Bereits im Sommer abgesagt wurde der „Romantische Weihnachtsmarkt“ auf Schloss Kronburg, der dort normalerweise an zwei Wochenenden im November stattfindet. Der stimmungsvolle Markt mit ausgesuchtem Kunsthandwerk ist weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. „Auf Schmalspur wollten und können wir aber nicht fahren“, sagt Freifrau Ulrike von Vequel-Westernach. Zum einen wegen der hohen Kosten, die in jedem Fall rund um die Veranstaltung für die Schlossbesitzer anfallen, zum anderen, weil man Besucher nicht mit Wartezeiten verärgern wolle, wenn vielleicht nur eine bestimmte Anzahl auf einmal eingelassen werden darf. Bestellt und abgeholt werden können auf der Kronburg aber bis Januar Damwildsalami und Brennholz für gemütliche Abende daheim (Telefon 08394/271).

Der „Romantische Weihnachtsmarkt“ auf Schloss Kronburg (Unterallgäu) fällt heuer zum zweiten Mal der Pandemie zum Opfer.
Der „Romantische Weihnachtsmarkt“ auf Schloss Kronburg (Unterallgäu) fällt heuer zum zweiten Mal der Pandemie zum Opfer.
Bild: Uwe Hirt

Keine "Dorfweihnacht" in Buxheim

Auch die Dorfweihnacht in Buxheim, die der Narrenverein Bollohe Michl traditionell an einem Adventswochenende im Brunogarten bei der Kartause auf die Beine stellt, fällt heuer erneut Corona zum Opfer. Das hatte der Gemeinderat schon im September so entschieden. Mit Feuerwerk, Musik, festlich geschmückten Ständen und einem beheizten Bastelzelt für Kinder zog die Dorfweihnacht jedes Jahr kleine und große Besucher auch aus der weiteren Umgebung an.

Auch die Buxheimer Dorfweihnacht fällt heuer wieder aus (im Bild der Stand der Buxheimer Bastelfrauen).
Auch die Buxheimer Dorfweihnacht fällt heuer wieder aus (im Bild der Stand der Buxheimer Bastelfrauen).
Bild: Siegfried Rebhan

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