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Film ab - So bereitet sich das Cineplex Memmingen auf seinen Start vor

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Im Cineplex Memmingen könnten bald wieder Filme über die Leinwand laufen - wenn die Inzidenz stabil unter 100 liegt.

Bild: Cineplex (Archivfoto)

Im Cineplex Memmingen könnten bald wieder Filme über die Leinwand laufen - wenn die Inzidenz stabil unter 100 liegt.

Bild: Cineplex (Archivfoto)

Die Verbände deutscher Kinowirtschaft sprechen sich für eine bundesweite Öffnung der Filmtheater zum 1. Juli aus. Was das für das Cineplex in Memmingen bedeutet
29.05.2021 | Stand: 05:54 Uhr

Vom Hollywood-Actionstreifen über Familienkomödien bis zu Horrorfilmen: Das Kino ist ein Ort, an dem man für zwei Stunden in eine Geschichte eintaucht und sich visuell mitreißen lässt. Doch dabei sitzt man in der Regel dicht an dicht in geschlossenen Räumen. In der Pandemie eine unmögliche Vorstellung. Nun aber, da die Zahlen sich bessern, haben die Verbände der Kinowirtschaft eine Öffnung der Filmtheater bis zum 1. Juli ins Auge gefasset. „Voraussetzung ist natürlich eine niedrige Inzidenz“, sagt der Betreiber mehrerer Cineplex Kinos, Alexander Rusch. Bei einer stabilen Inzidenz unter 100 dürfen sie unter Einhaltung von bestimmten Auflagen öffnen.

Inzidenz unter 100: Wunsch nach bundesweiter Öffnung der Kinos

Die Betreiber arbeiteten bundesweit an entsprechenden Öffnungsprogrammen. Und sie betonen, dass ein bundesweit einheitlicher Termin von großer Wichtigkeit sei. Nur dann lohne es sich für Verleiher wirtschaftlich, neue Filme zu starten. Alexander Rusch bekräftigt für seine Cineplex-Kinos: „Wir streben eine Wiedereröffnung für diesen gemeinsamen Termin an.“ Demnach könnte – unter den passenden Voraussetzungen – der Kinobetrieb im Memminger Filmtheater zum 1. Juli wieder starten. „Man muss nach vorne schauen“, sagt der Leiter der Kino-Gruppe Rusch: „Ich bereite mich einfach vor, denn wir brauchen zwei bis drei Wochen, bis wir starten können.“ Zu den Vorbereitungen gehört das Organisieren von Essen und Getränken für die Kinobesucher. Zudem müssen Mitarbeiter gesucht werden, da gerade den Minijobbern in der Pandemie gekündigt wurde. Auch mit den Verleihern muss das Programm bereits im Voraus abgesprochen werden.

Corona-Pandemie hat Kinobranche stark getroffen

Corona habe die Kinos stark gebeutelt, sie wären „nicht nur mit einem blauen Auge“ davon gekommen. Vielmehr habe die Cineplex-Kette viele Millionen Euro aufgenommen, die nun abgezahlt werden müssten. Sie seien auf baldige Einnahmequellen angewiesen.

Hygieneregeln: Rusch hofft Maskenpflicht am Platz zu vermeiden

Einen großen Teil des Umsatzes verdanken die Filmtheater dem Verzehr von Getränken und Popcorn. Rusch plädiert daher für eine Aufhebung der Mundschutzpflicht am Platz. „Dass man die Maske zumindest während des Verzehrs abnehmen kann“, darauf hofft der 38-Jährige. Gleichzeitig werde mit großen Abständen und leistungsfähigen Lüftungsanlagen gearbeitet. Insgesamt hätten die Kinos also ein ausgearbeitetes Hygienekonzept vorzuweisen. Durch die Renovierungen im Cineplex Memmingen gebe es durch neue Komfortsessel bessere Möglichkeiten, Abstand zu wahren.

Abstandsregelung stellt für Filmtheater eine große Hürde dar

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Trotzdem stellt der geforderte Mindestabstand von 1,50 Metern die Filmtheater – abseits der Komfortsessel – vor große Herausforderungen. „Zwischen den einzelnen Reihen hat man nicht genügend Abstand zum Vordermann“, erklärt Rusch. Daher müssten die Betreiber jede zweite Reihe und zusätzlich noch zwei Sitzplätze neben einer zusammengehörigen Besuchergruppe sperren. Dabei komme man insgesamt gerade einmal auf 20 bis 30 Prozent der normalen Auslastung eines Kinosaales.

Fast & Furious 9, Oscar-Gewinner Nomadland und Kaiserschmarrndrama: Die Filmauswahl ist groß

Fraglich sei zudem, welche Filme in den Kinos gezeigt werden. In der Auswahl für einen potentiellen Neustart sind beispielsweise der Actionfilm „Fast & Furious 9“, der Oscar-Gewinner „Nomadland“ oder die bayerische Krimi-Komödie „Kaiserschmarrndrama“. Doch auch in diesem Bereich kämpfen die Kinos um einen sicheren Stand. Denn von Verleiherseite aus seien die Konditionen viel schlechter geworden. „Die Verleiher bringen den Film mittlerweile schon vier Monate nach Erscheinen ins Streaming“, erklärt Rusch. Früher waren es sechs Monate. Dennoch blickt er optimistisch in die Zukunft. Das Memminger Kino habe frisch renoviert und attraktive Filme zu bieten: „Die Startlisten der Verleiher sind prall gefüllt und wir sind bereit.“

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