Corona-Krise im Allgäu

Corona-Hotspot Memmingen: So reagiert Oberbürgermeister Schilder

Der Memminger Oberbürgermeister reagierte am Samstag auf die aktuellen Zahlen des RKI.

Der Memminger Oberbürgermeister reagierte am Samstag auf die aktuellen Zahlen des RKI.

Bild: Matthias Becker (Archiv)

Der Memminger Oberbürgermeister reagierte am Samstag auf die aktuellen Zahlen des RKI.

Bild: Matthias Becker (Archiv)

Im Allgäu steigen die Corona-Zahlen immer weiter. Memmingen hat am Samstag einen wichtigen Warnwert überschritten. So will die Stadt jetzt damit umgehen.
10.10.2020 | Stand: 13:42 Uhr

Seit Samstag gilt Memmingen als Corona-Risikogebiet. 24 Menschen haben sich innerhalb der letzten sieben Tage dort mit dem Coronavirus infiziert - hochgerechnet auf 100.000 Einwohner ergibt das einen Wert von 54,4. Der Schwellenwert liegt bei 50 Neuinfektionen innerhalb einer Woche.

Der Memminger Oberbürgermeister sagt dazu: „Wir warten die Entwicklung über das Wochenende ab. Ein genauer Blick hinter die Zahlen ist wichtig und wir werden immer auf die Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen achten, sollten Einschränkungen notwendig werden."

Bei den neuen Corona-Fällen soll es sich laut Schilder um Infektionen im familiären Bereich handeln, doch das Infektionsgeschehen sei nicht klar eingrenzbar. Neue Corona-Regeln soll es in Memmingen über dieses Wochenende also nicht geben. Schon am Dienstag hatte die Stadt neue Maßnahmen angeordnet. So müssen zum Beispiel Schüler ab der fünften Klasse eine Maske im Unterricht tragen. Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen sind auf 50 Menschen beschränkt und auch Erzieherinnen und Erzieher müssen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. (Lesen Sei auch: Corona-Hotspot Memmingen: Wie der Alltag der Kitas eingeschränkt wird)

Memmingen will Corona-Lage genau im Blick behalten

„Wir bewerten die Lage täglich neu und behalten das Infektionsgeschehen genau im Blick", sagt Schilder. Ärgerlich für Memminger, die jetzt in den Urlaub fahren wollen: Vom Robert-Koch-Institut wird die Stadt Memmingen seit heute als innerdeutsches Risikogebiet eingestuft. Dies zieht in manchen Bundesländern Konsequenzen bei der Beherbergung in Hotels und Ferienwohnungen nach sich.

Mit einem Appell richtet sich Oberbürgermeister Manfred Schilder an seine Bürger: "Halten Sie sich an die aktuellen Abstandsregeln und tragen Sie Mund-Nasen-Bedeckungen zum Schutz der anderen. Gemeinsam kommen wir durch diese schwierige Zeit.“