Stark steigende Werte

Die meisten Infizierten in Memmingen sind ungeimpft - Stadt sucht wegen Corona Mitarbeiter

Der Impfbus des Impfzentrums Memmingen steht am Freitag, 27. August, von 17 bis 21 Uhr vor dem Cineplex und am Samstag, 28. August, von 8.30 bis 16 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Feneberg (ehemals Kaufmarkt). Es wird vor allem der Impfstoff von Johnson & Johnson verimpft. Der Vorteil: Eine einzelne Impfung reicht für den vollen Impfschutz. Mit an Bord ist auch der Impfstoff von Biontech. Die notwendige Zweitimpfung findet dann in einem Impfzentrum statt. Eine Terminvereinbarung ist beim Impfbus nicht nötig. Impfwillige über 12 Jahre sollen den Personalausweis - und gegebenenfalls den Impfpass - mitbringen. Jugendliche von 12 bis 16 Jahren müssen mit einem Erziehungsberechtigten kommen.

Der Impfbus des Impfzentrums Memmingen steht am Freitag, 27. August, von 17 bis 21 Uhr vor dem Cineplex und am Samstag, 28. August, von 8.30 bis 16 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Feneberg (ehemals Kaufmarkt). Es wird vor allem der Impfstoff von Johnson & Johnson verimpft. Der Vorteil: Eine einzelne Impfung reicht für den vollen Impfschutz. Mit an Bord ist auch der Impfstoff von Biontech. Die notwendige Zweitimpfung findet dann in einem Impfzentrum statt. Eine Terminvereinbarung ist beim Impfbus nicht nötig. Impfwillige über 12 Jahre sollen den Personalausweis - und gegebenenfalls den Impfpass - mitbringen. Jugendliche von 12 bis 16 Jahren müssen mit einem Erziehungsberechtigten kommen.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der Impfbus des Impfzentrums Memmingen steht am Freitag, 27. August, von 17 bis 21 Uhr vor dem Cineplex und am Samstag, 28. August, von 8.30 bis 16 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Feneberg (ehemals Kaufmarkt). Es wird vor allem der Impfstoff von Johnson & Johnson verimpft. Der Vorteil: Eine einzelne Impfung reicht für den vollen Impfschutz. Mit an Bord ist auch der Impfstoff von Biontech. Die notwendige Zweitimpfung findet dann in einem Impfzentrum statt. Eine Terminvereinbarung ist beim Impfbus nicht nötig. Impfwillige über 12 Jahre sollen den Personalausweis - und gegebenenfalls den Impfpass - mitbringen. Jugendliche von 12 bis 16 Jahren müssen mit einem Erziehungsberechtigten kommen.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Weil sich Corona in Memmingen ausbreitet, sucht die Stadt nach Mitarbeitern für die Kontaktverfolgung. Ein fester Job im Anschluss ist nicht ausgeschlossen.
27.08.2021 | Stand: 14:31 Uhr

Das Coronavirus breitet sich wieder aus in Memmingen. Der Inzidenzwert lag am Freitag laut RKI bei 144,3. Anfang der Woche lag er noch bei knapp 80. Mittwoch und Donnerstag habe es 29 neue Fälle gegeben, sagt Thomas Schuhmaier, Leiter des Referats für öffentliche Sicherheit und Ordnung im Memminger Rathaus. Davon sind 21 Reiserückkehrer, die im Balkan Urlaub gemacht haben. Etwa im Kosovo und in Nordmazedonien. Weil diese Länder derzeit als Corona-Hochrisikogebiete eingestuft sind, mussten die Heimkehrer sowieso in Quarantäne. Sie seien überwiegend mit der Delta-Variante angesteckt worden.

Die aktuellen Inzidenzwerte des Allgäus finden Sie hier.

Eine Altersgruppe steche bei den neuen Fällen nicht heraus, sagt Schuhmaier. Vom Säugling bis zum Senior seien alle Alterskategorien vertreten. Die meisten der Infizierten seien aber nicht geimpft.

Auch im Klinikum Memmingen steigen die Zahlen: Sieben Corona-Patienten gab es am Freitag. Sechs auf normaler Station, einer auf der Intensivstation. Donnerstag waren es insgesamt vier Corona-Patienten.

Kontaktverfolgung: Sieben Mitarbeiter des Gesundheitsamtes sind derzeit mit der Kontaktverfolgung beschäftigt. Noch reiche das, sagt Thomas Schuhmaier. Weil viele Reiserückkehrer direkt in Quarantäne müssen, träfen sie auch kaum andere Menschen – außer ihren Familienangehörigen. So sei die Kontaktverfolgung noch recht einfach. Sie sei von den aktuell sieben Mitarbeitern meist während der regulären Dienstzeit von 7 bis 17 Uhr zu bewältigen. Allerdings sind sie auch am Wochenende im Einsatz.

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Stadt sucht Mitarbeiter: Weil sich das Virus aber schnell ausbreite, werde derzeit nach Mitarbeitern für das Gesundheitsamt gesucht, die dann in der Kontaktverfolgung helfen. „Ich gehe davon aus, dass wir noch ein bisschen mehr Personal brauchen“, sagt Thomas Schuhmaier. Die Stadt hat dafür eine Stellenausschreibung veröffentlicht. Wie viele neue Mitarbeiter genau gesucht werden, kann er derzeit nicht sagen. Doch Bewerber mit ordentlicher Qualifikation hätten gute Chancen, angestellt zu werden. Es geht um Vollzeitstellen mit 38,5 Stunden in der Woche. Bezahlt wird nach Tarif für den öffentlichen Dienst. Hier geht es zur Stellenausschreibung der Stadt Memmingen.

Leicht sei es aber nicht, passende Leute zu finden. Denn der Job der Kontaktverfolgung sei kein einfacher. „Es ist eine hochsensible Aufgabe, es geht um private Daten, die offengelegt werden müssen.“ Deshalb müssten Bewerber ein gewisses Einfühlungsvermögen haben. Und auch Stresstoleranz. Denn bei einigen Menschen, die ihre Daten offenlegen sollen, stoßen die Mitarbeiter auf Widerstand. Allerdings sei das nicht mehr so schlimm wir noch vor einigen Monaten, als die Corona-Situation recht entspannt war. Denn durch die aktuelle Entwicklung werden vielen Menschen allmählich bewusst, dass die vierte Welle immer größer werde.

Diese Anforderungen stellt die Stadt an Bewerber

Das müssen die Bewerber für die Stellen im Memminger Gesundheitsamt mitbringen – ein Auszug aus der Ausschreibung der Stadt:

  • Serviceorientierung und adressatengerechte Kommunikation
  • Fließende Deutschkenntnisse (Niveau C2)
  • Flexibilität und hohe Selbstständigkeit
  • Belastbarkeit und Stresstoleranz
  • Team- und Kooperationsfähigkeit
  • Kenntnisse im Umgang mit dem PC und MS-Office-Kenntnisse
  • Wünschenswert sind außerdem:
  • Erfahrungen mit Befragungen
  • Weitere Sprachkenntnisse

Die Stellen seien zunächst befristet. Doch wenn einer der neuen Mitarbeiter wirklich qualifiziert sei, versuche die Stadt, ihm eine dauerhafte Perspektive im Rathaus zu bieten – auch über die Pandemie hinaus. So etwas habe es bereits gegeben, sagt Thomas Schuhmaier: Bewerber seien für die Kontaktverfolgung eingestellt und schließlich in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen worden. Und das sei auch künftig nicht auszuschließen.

Alles über die aktuelle Corona-Entwicklung im Allgäu, in Deutschland und der Welt finden Sie hier.

Zur Not Hilfe von der Bundeswehr: Für den Fall, dass keine geeigneten Bewerber gefunden werden, kann sich Thomas Schuhmaier vorstellen, die Bundeswehr erneut um Hilfe zu bitten. „Mit der Bundeswehr haben wir ganz hervorragende Erfahrungen gemacht.“ Doch die Stadt versuche zunächst selbst, geeignete Mitarbeiter zu finden.

Ohne Maske einkaufen: Thomas Schuhmaier wünscht sich für Memmingen dänische Verhältnisse. In Dänemark habe er jetzt Urlaub gemacht. Dort sei so viele Menschen geimpft, dass im Supermarkt keine Maskenpflicht mehr bestehe.

Zahlen aus dem Memminger Impfzentrum: Das Memminger Impfzentrum ist für 94.000 Menschen aus Stadt undTeilen des Unterallgäus zuständig. Davon wurden bisher 32.241 erstgeimpft, 29.698 sind vollständig geimpft. Zusätzlich wurden in Arztpraxen bisher 11.954 Erstimpfungen und 12.620 Zweitimpfungen verabreicht.