Inzidenzwert wieder gestiegen

Memmingen wieder mit Inzidenzwert über 200 - Impf-Sonderaktion innerhalb einer Stunde ausgebucht

Memmingen liegt am Mittwoch, 19. Mai 2021, wieder bei einem Inzidenzwert von über 200.

Memmingen liegt am Mittwoch, 19. Mai 2021, wieder bei einem Inzidenzwert von über 200.

Bild: Matthias Becker (Archiv)

Memmingen liegt am Mittwoch, 19. Mai 2021, wieder bei einem Inzidenzwert von über 200.

Bild: Matthias Becker (Archiv)

Memmingen auf Inzidenztabelle auf Platz vier deutschlandweit. Die Impf-Sonderaktion in Memmingen und Unterallgäu war bereits nach einer Stunde ausgebucht.
19.05.2021 | Stand: 14:49 Uhr

Aktualisiert um 14.41 Uhr - Am Wochenende noch hatte es Memmingen auf einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von knapp über 150 geschafft. Doch dann stiegen die Werte wieder: Am Dienstag auf 185,94, am Mittwoch auf 204,1 (Quelle: RKI, Stand Mittwoch). Somit liegen in Deutschland nur noch Coburg, Hildburghausen in Thüringen und der Zollernalbkreis in Baden-Württemberg vor Memmingen.

Einen Hotspot gebe es nach wie vor nicht, sagt Alexandra Wehr, Pressesprecherin der Stadt Memmingen. "In den vergangenen sieben Tagen sind in Memmingen 90 Neuinfektionen zu verzeichnen, das macht im Schnitt 13 Neuinfektionen am Tag. Mit 18 gemeldeten Neuinfektionen liegen wir heute (Mittwoch, Anm. d. Red.) über diesem Schnitt. Im Vergleich dazu kam am Montag kam nur ein Fall hinzu, am vergangenen Samstag zehn Fälle - einzelne Tage zu betrachten ist nicht so aussagekräftig wie den Wochendurchschnitt."

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Die Lage im Unterallgäu hingegen hat sich am Mittwoch etwas entspannt: Dort lagen die Werte in den vergangenen Tagen um die 180, am Mittwoch fielen sie auf 154,8.

Impf-Sonderaktion nach einer Stunde ausgebucht

Weil die Inzidenzwerte in Memmingen und im Unterallgäu schon seit einigen Wochen schlecht sind, haben Stadt und Landkreis jeweils 1600 zusätzliche Dosen Corona-Impfstoff vom bayerischen Gesundheitsministerium erhalten. Es handelt sich um Impfstoff von Johnson & Johnson. Wer sich damit impfen lassen wollte, musste sich zuvor über das Internent anmelden. Start dafür war Mittwoch um 10 Uhr. Bereits um kurz nach elf waren alle Impftermine in Memmingen und Unterallgäu vergeben. Wer sich danach noch anmelden wollte, konnte sich nur auf eine Warteliste schreiben lassen für den Fall, dass jemand mit Termin abspringt. Doch im Unterallgäu wurde diese Möglichkeit am frühen Nachmittag beendet, weil bereits mehr als 5000 Menschen auf der Warteliste standen.

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"Die Nachfrage nach den Terminen war so groß, dass der Server zunächst überlastet war und die Anmeldung über die Homepage des Landkreises nicht sofort funktioniert hat", heißt es beim Landratsamt. "Bereits kurz vor Start der Anmeldung um 10 Uhr wurde die Internetseite 10.000 Mal innerhalb weniger Sekunden aufgerufen. Durch die extreme Belastung konnte der Server den Link zur Anmeldung nicht automatisch freischalten. Es gab viermal mehr Zugriffe auf die Homepage des Landkreises als bei der letzten Kommunalwahl."

Als die Anmeldung dann möglich war, waren die Termine schnell vergeben: Um 11.15 Uhr standen laut Landkreis bereits 1900 Menschen auf der Warteliste, am frühen Nachmittag waren es mehr als 5000. "Die Möglichkeit, sich auf die Warteliste setzen zu lassen, wurde deshalb früher als geplant beendet."

So geht es jetzt für die Angemeldeten weiter

Alle, die sich für die Impfung angemeldet haben, bekommen eine E-Mail mit einer Bestätigung der Anmeldung. Sobald die Daten geprüft sind, erhalten diejenigen, die zur Impfung berechtigt sind, eine weitere E-Mail mit einer Einladung zur Impfung. Diese enthält ein Zeitfenster für den Termin, ein Aufklärungsmerkblatt und einen Anamnese- und Einwilligungsbogen. Beides muss ausgefüllt und unterschrieben ins Impfzentrum mitgebracht werden.

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