Pandemie

Verarmt, vergessen, verzweifelt

OB Ugandahilfe

Der Vorstand des Vereins „Uganda Freunde“ (von links): Otmar Kölzer (Kassier), Karin Berger-Haggenmiller (Vorsitzende), Elke Graf (Schriftführerin) und Rolf Diefenthaler (Zweiter Vorsitzender).

Bild: Verein "Uganda Freunde"

Der Vorstand des Vereins „Uganda Freunde“ (von links): Otmar Kölzer (Kassier), Karin Berger-Haggenmiller (Vorsitzende), Elke Graf (Schriftführerin) und Rolf Diefenthaler (Zweiter Vorsitzender).

Bild: Verein "Uganda Freunde"

Verein „Uganda Freunde“ stellt Rekordspende von 50 000 Euro für Coronahilfe in Ostafrika zur Verfügung, bei der benachteiligte Mädchen im Mittelpunkt stehen.
13.11.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Vereins „Uganda Freunde“ wurden die Regularien und die Wahlen zum neuen Vorstand sehr zügig abgearbeitet. Den Verein führen in der nächsten Amtszeit Karin Berger-Haggenmiller (Vorsitzende), Rolf Diefenthaler (Stellvertreter), Otmar Kölzer (Kassier) und Elke Graf (Schriftführerin). Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Sorge aller Mitglieder um die verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie in Uganda. Der Verein stellt deshalb 51 250 Euro als Coronahilfe zur Verfügung. Benachteiligte Mädchen werden dabei als Schwerpunkt nachhaltiger Hilfen in den Mittelpunkt gerückt.

Diskussion über Möglichkeiten kurzfristiger Hilfen in Uganda

Nachdem Peter Förg, der Projektleiter des Vereins, ausführlich und mit beeindruckenden Fotos über die vielen negativen Entwicklungen der Corona-Pandemie berichtet hatte, ergab sich eine ausführliche Diskussion über die Möglichkeiten kurzfristiger Hilfen einerseits und die Realisierung nachhaltiger Projekte andererseits.

Dramatisch Verschlechterung der Lebenssituation durch die Corona-Pandemie

Bedingt durch mehrere Lockdowns hat sich die Situation für die Menschen in Uganda dramatisch verschlechtert. Durch die Schließung der Kleinbetriebe, durch das Verbot, landwirtschaftliche Produkte am Straßenrand zu verkaufen, sowie das Erliegen der wirtschaftlichen Beziehungen zu den Nachbarländern wurde vielen Familien ihre Existenz genommen. Durch die restriktiven Ausgangssperren gingen viele Einkommensmöglichkeiten und Arbeitsplätze verloren.

Die Kinder leiden am meisten

Häusliche Gewalt, die Kriminalität unter Jugendlichen, ungewollte Schwangerschaften bei heranwachsenden Mädchen zeigen den sozialen Sprengstoff. Die Kinder leiden am meisten unter dieser Situation.

Auch die medizinische Versorgung der Bevölkerung hat sich durch die fehlenden finanziellen Mittel verschlimmert. Viele Patienten, die in das Krankenhaus von „Hosfa“ kommen, können weder die Behandlung, noch die Medikamente bezahlen. Mit den Spenden solle nun die medizinische Versorgung, vor allem bedürftiger Familien verbessert werden.

Verein "Uganda Freunde": Bildungssektor kam durch die Pandemie im ganzen Land zum Erliegen

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Auf der anderen Seite soll eine nachhaltige Unterstützung von Mädchen aufgebaut werden. Da die Schulen seit März vergangenen Jahres geschlossen sind, ist die Befürchtung groß, dass zukünftig noch weniger Kinder eine Schule besuchen können. Der Bildungssektor kam durch die Pandemie im ganzen Land zum Erliegen. Darunter sind vor allem Mädchen betroffen. Fehlendes Schulgeld und fehlende qualifizierte Lehrer werden die schulische Bildung weiter schwächen.

Zusammen mit der Diözese Augsburg baut der Verein einen Hilfsfond für Mädchen auf

Der Verein wird nun in Zusammenarbeit mit dem Referat Weltkirche der Diözese Augsburg einen Hilfsfond für Mädchen aufbauen, durch den Mädchen aus verarmten Familien der Zugang für eine schulische und berufliche Ausbildung ermöglicht wird. Neben dieser Unterstützung plant der Verein langfristig die Aufforstung landwirtschaftlicher Flächen zu fördern. Vorsitzende Karin Berger-Haggenmiller dankte am Ende der Veranstaltung im Namen der Vorstandschaft allen Mitgliedern und Spendern für die großartige Spendenbereitschaft und bat um Solidarität und finanzielle Unterstützung, damit die Menschen in der Region Mityana weiterhin mit unserer Unterstützung rechnen können.

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