Corona-Gegner

Corona-Protest in Schutzanzügen in der Fußgängerzone in Memmingen

MM Querdenker

Christoph Seefelder (links) gibt auf dem Schrannenplatz in Memmingen Anweisungen, bevor sich etwa 50 Corona-Kritiker mit ihren Schildern in der Fußgängerzone verteilen.

Bild: Brigitte Hefele-Beitlich

Christoph Seefelder (links) gibt auf dem Schrannenplatz in Memmingen Anweisungen, bevor sich etwa 50 Corona-Kritiker mit ihren Schildern in der Fußgängerzone verteilen.

Bild: Brigitte Hefele-Beitlich

Etwa 50 so genannte „Bürger für Grundrechte“ halten zwei Stunden lang Schilder mit Parolen gegen Corona-Maßnahmen und Corona-Impfung hoch. Wie Passanten reagieren.
03.10.2021 | Stand: 13:42 Uhr

Etwa 50 Männer und Frauen haben sich am Samstag zwischen Schrannenplatz und Marktplatz in der Fußgängerzone in Memmingen verteilt und aufgestellt, um mit Schildern gegen die Corona-Maßnahmen und die Corona-Impfung zu demonstrieren. Sie nennen sich „Bürger für Grundrechte“ und traten mit der Aktion zum zweiten Mal auf.

Organisiert hat die „stationäre Versammlung“ – so ist sie beim Ordnungsamt angemeldet – Christoph Seefelder aus Markt Rettenbach. Die Teilnehmenden erhalten auf dem Schrannenplatz weiße „Schutz“-Anzüge, vorbereitete Schilder und Wasserflaschen. Zwei Stunden lang soll der Protest dauern. Bevor es los geht, gibt Seefelder über Megafon ein paar Anweisungen: Alle sollen sich die Kapuzen überziehen, „friedlich bleiben“ und vor allem keine Passanten von sich aus ansprechen. Davon, dass es friedlich bleibt, geht auch die Polizei aus, nur wenige Beamte patrouillieren während der Veranstaltung in der Fußgängerzone. Es gibt keine Zwischenfälle.

Auf Nachfrage der Memminger Zeitung erläutert Seefelder, dass man mit dieser Form des Protests „neue Wege“ gehen wolle, in Kooperation mit den Veranstaltern von „Memmingen leuchtet“, die sich jeden Montagabend zum Corona-Protest auf dem Marktplatz treffen. „Wenn wir uns dort verbarrikadieren, erreichen wir niemanden“, sagt er. „Da sind wir jedes Mal nur unter unseresgleichen.“

Schilder kommen aus Kaufbeuren

Die professionell bedruckten Schilder für die neue Aktion hat Seefelder von dessen Besitzer in Kaufbeuren bekommen, der sie bereits in verschiedene Städte ausgeliehen hat. Warum sie sich nicht mehr Querdenker nennen, sondern Bürger für Grundrechte? „Der Name ist zu negativ belastet“, sagt Seefelder. Aber es sei ihm egal, wie man sich nenne, es ginge schließlich um die Sache. Sie wollten ihren Unmut äußern zur Gesamtsituation und mit den Schildern zum Nachdenken anregen. Zu lesen ist darauf unter anderem: „Ging es jemals um Gesundheit?“, „Regierung auf die Anklagebank“, „Nein zu Gentechnik an Menschen“, „Söder muss weg“, „Wehrlose Kinder brauchen mutige Eltern“ oder „Keine dritte Diktatur in Deutschland“.

Manche stehen mitten im Weg

Die Passanten in der belebten Fußgängerzone gehen größtenteils einfach daran vorbei. Viele äußern am Rande ihren Unmut über die Parolen und die weißen Schilder-Träger, die sich teils mitten in den Weg stellen. Andere suchen das direkte Gespräch mit ihnen.

Etwa 50 Männer und Frauen haben sich am Samstag zwischen Schrannenplatz und Marktplatz in der Fußgängerzone in Memmingen verteilt und aufgestellt, um mit Schildern gegen die Corona-Maßnahmen und die Corona-Impfung zu demonstrieren. Sie nennen sich "Bürger für Grundrechte" und traten mit der Aktion zum zweiten Mal auf.
Etwa 50 Männer und Frauen haben sich am Samstag zwischen Schrannenplatz und Marktplatz in der Fußgängerzone in Memmingen verteilt und aufgestellt, um mit Schildern gegen die Corona-Maßnahmen und die Corona-Impfung zu demonstrieren. Sie nennen sich "Bürger für Grundrechte" und traten mit der Aktion zum zweiten Mal auf.
Bild: Brigitte Hefele-Beitlich

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