Corona

Corona-Selbsttests: Magnet-Schultz "popelt mit"

Kostenlose Corona-Selbsttests bieten viele Firmen ihren Mitarbeitern an - auch Magnet-Schultz in Memmingen.

Kostenlose Corona-Selbsttests bieten viele Firmen ihren Mitarbeitern an - auch Magnet-Schultz in Memmingen.

Bild: Fritz Pavlon (Archiv)

Kostenlose Corona-Selbsttests bieten viele Firmen ihren Mitarbeitern an - auch Magnet-Schultz in Memmingen.

Bild: Fritz Pavlon (Archiv)

Firma hat 30.000 Testkits für die Standorte in Memmingen und Memmingerberg geordert. Der Messgerätebauer Rohde & Schwarz will auch vor Ort impfen.
20.04.2021 | Stand: 11:01 Uhr

Die Firma Magnet-Schultz Memmingen (MSM) bietet ihrer Belegschaft seit dieser Woche flächendeckend kostenlose Corona-Selbsttests. Nach anfänglich schwieriger Beschaffungssituation hat das Unternehmen 30 000 Testkits geordert, teilt die Geschäftsleitung mit. Neben ausgefeilten Hygienekonzepten und einem umfassenden Angebot für Homeoffice-Arbeitsplätze sei dies ein weiterer Baustein zur Eindämmung der Corona-Pandemie. „MSM popelt mit!“ nennt die Firma die Testaktion in Anlehnung an das humorvolle Erklärvideo „Memmingen macht den Corona-Test – zusaMMen popeln“ der Stadt Memmingen, das Hemmungen vor dem Corona-Selbsttest nehmen soll.

Zwei Mal pro Woche testen

Mitarbeiter, Ferien- und Leiharbeiter von MSM, deren Präsenz im Unternehmen erforderlich ist, können sich jetzt zweimal pro Woche selber testen. Unterstützung bietet zusätzlich der werksmedizinische Dienst, der in zwei eigens dafür eingerichteten betrieblichen Testzentren an den Standorten Memmingen mit 945 Mitarbeitern und Memmingerberg mit 1034 Beschäftigten Testkapazität bereitstellt. Bisher wurde das Corona-Testcenter am Allgäu-Airport genutzt. Außerdem gibt es bei Magnet-Schultz bereits seit März 2020 eine Corona-Hotline, auf der sich alle Beschäftigten melden können, die unsicher sind, ob sie das Werksgelände betreten dürfen, oder die sonstige Fragen rund um das Thema Corona haben. Auch hat sich das Unternehmen beim Verband der bayerischen Wirtschaft und bei Gesundheitsminister Klaus Holetschek persönlich bereits im Februar als betriebliches Impfzentrum registrieren lassen. „Eine Impfstrategie samt Vorbereitung der Räumlichkeiten, EDV-Ausstattung und Schutzausrüstung steht, es fehlt nur der Impfstoff“, betont Firmenchef Albert W. Schultz.

Warten auf Impfstoff

Bereits seit Anfang November 2020 führt der Messgerätebauer Rohde & Schwarz in seinem Memminger Betrieb Schnelltests durch - mit der Betriebsärztin und Betriebssanitätern. "Auch bei den Laien-Schnelltest (Selbsttest) haben wir nicht gewartet, bis eine Pflicht für Unternehmen beschlossen wurde und haben rechtzeitig bestellt", sagt Gesch#ftsführer Jürgen Steigmüller. "Jetzt müssen wir nicht auf Testlieferungen warten und konnten unsere Mitarbeiter bereits ab dem 22. März mit kostenlosen Selbsttest versorgen." Auch einen Videoclip zur Anwendung des Tests haben die Mitarbeiter selbst erstellt und ins Intranet gestellt.

Desweitern werden die Mitarbeiter seit März 2020 mit kostenlosen Masken versorgt, sagt Steigmüller. Am Anfang seien es Mund-Nasen-Schutz (MNS) aus Baumwolle gewesen, seit Januar 2021 gebe es für jeden Tag eine medizinischen MNS oder wenn notwendig eine FFP2-Maske. Die Firma plant bei der Bekämpfung beziehungsweise Verhinderung der Pandemie weitere Schritte. "Beim Impfen warten wir nur auf die Zuteilung von Impfstoff für den betriebsärztlichen Dienst."