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Eltern müssen Kita-Kinder auf Corona testen: Tipps, wie das am besten gelingt

Mädchen und Jungen, die in Krippe und Kindergarten gehen, müssen ab Montag, 10. Januar, drei Mal pro Woche zuhause auf Corona getestet werden.

Mädchen und Jungen, die in Krippe und Kindergarten gehen, müssen ab Montag, 10. Januar, drei Mal pro Woche zuhause auf Corona getestet werden.

Bild: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

Mädchen und Jungen, die in Krippe und Kindergarten gehen, müssen ab Montag, 10. Januar, drei Mal pro Woche zuhause auf Corona getestet werden.

Bild: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

Ab Montag, 10. Januar, gilt in Kita und Krippen Testpflicht für Kinder. Hier Tipps für Eltern, die ihre Kinder nun drei Mal pro Woche auf Corona testen müssen.
08.01.2022 | Stand: 05:45 Uhr

Ein Kind im Krippen- oder Kita-Alter auf Corona zu testen, kann für Eltern mitunter schwierig sein. Vor allem ganz junge Mädchen und Jungen verstehen vielleicht nicht, was da gerade von ihnen verlangt wird. Deshalb haben das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, die Deutsche Akademie für Kinder und Jugendmedizin und die Deutsche Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin einige Tipps zusammengestellt, die es Eltern erleichtern sollen, ihr Kind zu testen – bei möglichst hoher Aussagekraft des Testergebnisses:

  • Lockere Atmosphäre: „Schaffen Sie für sich und Ihr Kind eine lockere Atmosphäre und erklären Sie Ihrem Kind die einzelnen Test-Schritte, damit es versteht, was passiert.“ Wichtig: Es solle nicht gegen den Willen des Kindes getestet werden. „Liebe Eltern, bleiben Sie bei alledem gelassen. So verhindern Sie, dass sich mögliche Sorgen auf das Kind übertragen.“

  • Komponenten erklären: Die einzelnen Komponenten des Corona-Selbsttests sollten ausgepackt und bereit gelegt werden. Dabei sollte dem Kind erklärt werden, wozu Stäbchen, Röhrchen und Testkassette dienen.

Testpflicht in Kindergärten: Einen Probetest am Kuscheltier durchführen

  • Am Kuscheltier zeigen: Das Testen könne zuerst spielerisch gemeinsam ausprobiert werden. Zum Beispiel an einem Kuscheltier. Oder ein Elternteil stellt sich dafür zur Verfügung.

  • Jeden Schritt ankündigen: Wenn das Kind alt genug sei, könne es die Probe auch selbst bei sich entnehmen. Wichtig sei aber, dass genug Probenmaterial aufgenommen werde, darauf müssten die Eltern achten. Wichtig sei auch, bei jedem Testen jeden einzelnen Schritt anzukündigen, damit das Kind weiß, was als nächstes folgt.

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  • Loben: „Loben Sie Ihr Kind für seinen Mut. Sie werden merken, dass es bei jedem weiteren Test mit Tupfer oder Probenröhrchen besser klappt.“

  • Abstrich in der Nase: Das Kind sollte kräftig schnäuzen. Damit werde Flüssigkeit in den vorderen Nasenraum befördert. „Den Nasenabstrich-Tupfer entsprechend der Größe Ihres Kindes maximal 2,5 Zentimeter (ungefähr Nasenflügelgröße) vorsichtig in die Nase einführen und für etwa 15 Sekunden fünf Mal behutsam gegen die Na- seninnenwand drehen.“ Dann das Gleiche noch mal im anderen Nasenloch. Danach müsse die Probe so verarbeitet werden, wie es der Hersteller des Tests in der Packungsbeilage beschreibe.

  • Speicheltest: Dieser Test soll am besten morgens gemacht werden, bevor das Kind etwas getrunken, gegessen und sich die Zähne geputzt hat. „Um eine genügende Menge Speichel zu bekommen, sollte das Kind erst einmal husten oder sich räuspern.“ Danach das Probenröhrchen mit Speichel füllen. Das müsse nicht auf einmal geschehen. Zuletzt müsse die Probe nach Herstellerangaben verarbeitet werden.

  • Gurgel-Test: Am besten morgens vor dem Trinken, Essen und Zähneputzen anwenden. Das Kind sollte husten oder sich räuspern, um genug Speichel im Mund zu haben. „Nun spült das Kind mit der gesamten Testlösung – vorher kurz den Geschmack testen – etwa eine Minute lang seinen Mund und befördert dann alle Flüssigkeit über den Trichter in das Proberöhrchen.“ Am Ende die Probe so weiterverarbeiten, wie es der Hersteller in der Beschreibung schildert.

  • Lolli-Test: Hier gibt es zwei Verfahren. Beide sollten morgens vor dem Trinken, Essen und Zähneputzen angewandt werden. Vorher husten oder räuspern, um genug Flüssigkeit aus dem Rachen in den Mund zu holen. Bei einer Variante wird nun an einem Streifen, der aus der Testkassette schaut, gelutscht – etwa zwei Minuten. Bei einem anderen Verfahren wird auf einer Art Wattestäbchen gelutscht, bis es mit Speichel vollgesogen ist. Anschließend so weiterverfahren, wie es der Hersteller beschreibt.

Den kompletten Text von Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Deutscher Akademie für Kinder und Jugendmedizin und Deutscher Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin mit Hinweisen für Eltern finden Sie hier.

Hier erfahren Sie, wie sich die Apotheken in der Region vorbereitet haben, um genügend Test für Eltern und deren Kinder zu haben.

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