Verkehr

CRB beantragt Tempo 30 für ganz Memmingen

In einigen Memminger Straßen gilt bereits Tempo 30 – wie hier in der Maximilianstraße. Der CRB will das ausweiten.

In einigen Memminger Straßen gilt bereits Tempo 30 – wie hier in der Maximilianstraße. Der CRB will das ausweiten.

Bild: Thomas Schwarz

In einigen Memminger Straßen gilt bereits Tempo 30 – wie hier in der Maximilianstraße. Der CRB will das ausweiten.

Bild: Thomas Schwarz

Einheitliche Regelung soll zu mehr Klarheit und weniger Schildern führen. Es soll aber Ausnahmen geben.

In einigen Memminger Straßen gilt bereits Tempo 30 – wie hier in der Maximilianstraße. Der CRB will das ausweiten.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
28.08.2020 | Stand: 18:00 Uhr

Die Einführung einer flächendeckenden Tempo-30-Zone für das gesamte Memminger Stadtgebiet einschließlich der Stadtteile beantragt der Christliche Rathausblock (CRB). Ausgenommen soll nur die große Ringstraße bleiben.

„Viele Leser derMemminger Zeitungwaren am 3. August sicher überrascht, als sie den Artikel über die Einführung der verschiedenen Tempo-30-Zonen lasen“, schreibt Fraktionsvorsitzender Helmuth Barth in einem Brief an Oberbürgermeister Manfred Schilder (CSU). Es sei aus der Sicht der Memminger Bürger nicht nachvollziehbar, wie immer wieder einzelne Straßen zu Tempo-30-Zonen erklärt würden. „Man entwickelt den Eindruck, wer zuerst die Hand hebt oder am lautesten sich bemerkbar macht, wird mit einer Tempo-30-Zone belohnt“, kritisiert Barth.

Aus Sicht des CRB sei es an der Zeit, einen Gesamtflächenplan für die Stadt Memmingen zu entwickeln. „Bis auf die große Ringstraße sollten alle links und rechts davon liegenden Straßen als 30er-Zonen festgelegt werden“, erläutert der Fraktionsvorsitzende.

Steinheim wäre sinnbildlich für alle Stadtteile, nennt Barth als Beispiel: „Mit einer Tempo-30-Zone wäre auch dem Antrag von Stadträtin Salger (CSU) und den Steinheimer Bürgern geholfen, und es geht dann auch mit der Nutzung aller Straßen. Für viele Fahrzeuglenker, die Steinheim nur passieren, würde die Strecke zunehmend uninteressant – sprich, es würden weniger Fahrzeuge Steinheim passieren.“

Auch der ADAC habe sich zu diesem Thema positioniert, sagt Barth. Ziel solcher Tempo-30-Zonen sei es, in Wohngebieten und Gebieten mit hoher Fußgänger- und Fahrradverkehrsdichte sowie hohem Querungsbedarf, eine Verkehrsberuhigung zum Schutz der Anwohner und Verkehrsteilnehmer zu erreichen. Gegenüber Hauptverkehrsstraßen würden Wohnstraßen eine spezielle Funktion erfüllen. Neben der Erreichbarkeit stehe die Aufenthaltsfunktion im Vordergrund. In Wohnstraßen sei Tempo 30 daher eine sinnvolle Maßnahme. Dabei werde ein Gebiet möglichst gleichwertiger Straßen zu einer Tempo-30-Zone zusammengefasst.

Als Beispiel nennt der CRB die hessische Stadt Haiger: Sie hat flächendeckend Tempo 30 eingeführt. Statt in den verschiedenen Straßen das Tempolimit auf 30 herabzusetzen, wurde fast das gesamte Stadtgebiet zur 30er Zone umgewandelt. Seit September liegen nun rund 220 der 250 innerstädtischen Straßenkilometer in der neu geschaffenen Zone. Ausgenommen seien nur Landes-, Bundes-, Kreis- und Durchgangsstraßen für Umleitungen. Auf diesen herrsche weiterhin Tempo 50. „Dafür hängen nun auch 190 neue Tempo-30-Schilder in der Stadt, für die rund 600 alte Schilder abmontiert wurden“, sagt Barth. „Dieser verkleinerte Schilderwald kommt somit den Autofahrern entgegen, da nur noch Schilder für den Beginn und das Ende der 30er-Zone benötigt werden.“

Beratung im Fachausschuss

Um auch in Memmingen flächendeckend eine Tempo-30-Zone einzuführen, beantragt die CRB-Stadtratsfraktion die Regelung für das gesamte Stadtgebiet einschließlich der Stadtteile. Ausgenommen von dieser Zone sollen Straßen des überörtlichen Verkehrs wie Landes-, Bundes-, und Kreisstraßen sein sowie Straßen, die für Umleitungen dienen können. Der Antrag soll im Ausschuss für Öffentliche Ordnung, ÖPNV und Verkehr beraten und beschlossen werden.