Antrag

CRB für Ausgabe von Corona-Tageszertifikaten in Memmingen

Mehr Corona-Tests bringen mehr Freiheiten - freilich nur, wenn diese negativ ausfallen.

Mehr Corona-Tests bringen mehr Freiheiten - freilich nur, wenn diese negativ ausfallen.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Mehr Corona-Tests bringen mehr Freiheiten - freilich nur, wenn diese negativ ausfallen.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Für Fraktionsvositzenden Barth ist klar: Damit könnten die Memminger mehr Freiheiten für Einkaufen, Gastronomie und Kultur bekommen.
03.04.2021 | Stand: 13:45 Uhr

Die Errichtung von Teststationen zur Ausgabe von Tageszertifikaten in Memmingen beantragt die CRB-Stadtratsfraktion. Damit soll der Besuch von Einzelhandel, Gastronomie und weiteren Veranstaltungen trotz Corona-Beschränkungen ermöglicht werden. Die Ergebnisse der Negativ-Tests sollen daher auch auf Handys ladbar sein. Allerdings spricht sich der CRB auch für eine Begrenzung der Tagestickets aus – „um einen Ansturm aus den benachbarten Landkreisen zu verhindern“, schreibt Fraktionsvorsitzender Helmuth Barth an Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder.

Hintergrund des CRB-Antrags, der im zuständigen Fachausschuss beraten werden soll, ist die Bewerbung der Stadt Memmingen beim Freistaat als Modellstadt für Test- und Hygieneregelungen. „Da sich unsere Corona-Inzidenz inzwischen deutlich erhöht hat und sich zudem viele weitere Städte und Landkreise beworben haben, sehen wir es als sehr schwierig an, den Zuschlag zu erhalten.“ Trotzdem solle die Stadt sich intensiv dem Thema widmen und das „Tübinger Modell“ für weitere Vorgehensweise zugrunde legen – auch, weil laut Gesundheitsministerium ab diesem Monat mehr Schnelltests zur Verfügung stehen sollen. „Wie Tübingen zeigt, sind durch diesen Einsatz zusätzliche Öffnungen möglich“, so Barth. Ein negativer Effekt auf eventuell steigende Infektionszahlen sei durch die bessere Nachverfolgbarkeit leichter einzugrenzen. „Es ermöglicht den Menschen etwas mehr Normalität, den betroffenen Branchen etwas mehr Perspektiven, ohne Abstriche bei gesundheitlicher Sicherheit eingehen zu müssen“, sagt Barth.

Voraussetzungen für Öffnungsstrategien seien jedoch ausreichende und leistungsstarke Teststationen. Dort sollen laut CRB die Tagestickets ausgegeben werden. „Angelerntes Personal weist die testenden Personen an, kostenlose Eigentests anzuwenden, das Ergebnis wird protokolliert und ein Zertifikat ausgehändigt.“ Jede Testperson gibt ihre persönlichen Daten an, die für eine eventuelle Nachverfolgung in einer gesicherten Datenbank für drei Wochen abgelegt werden. „Mit dem ausgestellten Tageszertifikat können Einzelhandel, Gastronomie, Kulturveranstaltungen unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen besucht werden“, so Barth.