Corona-Demo in Memmingen

Corona-Demo sorgt für Katz- und Maus-Spiel in Memmingen

Auf dem LGS-Gelände kam es zu einer kurzen Begegnung der linken Gegendemonstranten und den Corona-Kritikern. Die Polizei hielt die Gruppen auseinander, brauchte aber ansonsten nicht einzugreifen.

Auf dem LGS-Gelände kam es zu einer kurzen Begegnung der linken Gegendemonstranten und den Corona-Kritikern. Die Polizei hielt die Gruppen auseinander, brauchte aber ansonsten nicht einzugreifen.

Bild: Thomas Schwarz

Auf dem LGS-Gelände kam es zu einer kurzen Begegnung der linken Gegendemonstranten und den Corona-Kritikern. Die Polizei hielt die Gruppen auseinander, brauchte aber ansonsten nicht einzugreifen.

Bild: Thomas Schwarz

Corona-Kritiker und linke Gegendemonstranten trafen in Memmingen am Montagabend aufeinander. Unter Polizeibegleitung ging es durch die Stadt.
01.06.2021 | Stand: 08:39 Uhr

Die gute Nachricht zuerst: Die Lage ist nicht eskaliert, es kam zu keiner Gewalt. Dabei war zeitweise die Stimmung angespannt, lautstarke Parolen wurden gerufen und gegenseitig provoziert. Anlass war Corona: Wie jeden Montag seit dem vergangenen November trafen sich Kritiker der Pandemie-Maßnahmen um 18 Uhr auf dem Marktplatz. Seit einigen Wochen treffen sie dort auf Gegendemonstranten aus dem politisch linken Lager.

Memmingen: Anstatt 70 nur 25 linke Gegendemonstranten

Diesen Montag waren die Gegendemonstranten bereits um 17.45 Uhr auf dem Marktplatz nahe der Kirche Sankt Martin - zu einer angemeldeten Kundgebung. Bis zu 70 Personen waren angekündigt - letztlich waren es 25. Ihnen standen auf der anderen Seite des Marktplatzes nahe der Großzunft rund 50 Corona-Kritiker gegenüber - dazwischen die Polizei. Die linken Gegendemonstranten aus dem Antifa-Lager bezogen in ihren Reden Stellung - vor allem gegen die Nazi-Propaganda in den Redebeiträgen "der anderen".

Als sie auch noch laute Musik erschallen ließen, lösten die Corona-Kritiker gegen 18.10 Uhr ihre Kundgebung auf und verließen den Marktplatz - begleitet von lautstarken "Haut ab"-Rufen der Linken. Allerdings gingen die Teilnehmer nicht nach Hause - sondern zogen auf das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau.

Das bekamen die Gegendemontranten mit - und zogen Fahnen schwingend und Transparente tragend hinterher. Ein Polizeiwagen fuhr vorne weg, sperrte unter anderem die Kreuzung am Kuhberg. Nahe der LGS-Pagode trafen beide Gruppen aufeinander - immer trennend dazwischen die Memminger Polizei, die inzwischen Verstärkung der bayerischen Bereitschaftspolizei bekommen hatte. Als das gleiche lautstarke Schauspiel der Gegendemonstranten wie auf dem Markrplatz erneut begann, zogen auch hier die Corona-Kritiker unter "Das ist Ruhestörung"-Rufen wieder ab, während die Gegendemonstranten "Nazis raus" skandierten.

Geplanter Rückzug der Corona-Kritiker?

Mutmaßlich war der Rückzug durchaus geplant, hieß es aus Polizeikreisen - denn dieses Mal hatten die Corona-Kritiker keine Lautsprecheranlage wie sonst dabei, sondern nur ein Megafon. Letztlich schlossen die Gegendemonstranten um 19.15 Uhr ihre Kundgebung. Aus ihrer Sicht hatten sie ihr Ziel erreicht - und den Corona-Kritikern weder den Marktplatz noch die LGS überlassen.

Lesen Sie auch
##alternative##
Berlin, Hamburg, Leipzig

Zehntausende am 1. Mai auf den Straßen - Polizei zieht erste Bilanz

Lesen Sie auch: Von der Demonstrantin zur Parteigründerin: Klimaschutz ist bei Franziska Grotz Programm