Eishockey in Memmingen

Der siebte Streich will dem ECDC Memmingen nicht gelingen

Der ECDC Memmingen (rote Trikots) musste gegen die „Black Hawks“ aus Passau eine unerwartete 1:3-Heimniederlage hinnehmen.

Der ECDC Memmingen (rote Trikots) musste gegen die „Black Hawks“ aus Passau eine unerwartete 1:3-Heimniederlage hinnehmen.

Bild: Siegfried Rebhan

Der ECDC Memmingen (rote Trikots) musste gegen die „Black Hawks“ aus Passau eine unerwartete 1:3-Heimniederlage hinnehmen.

Bild: Siegfried Rebhan

Eishockey-Oberliga: Die Indians verlieren gegen Passau 1:3. Dadurch endet ihre Serie von zuletzt sechs Siegen. Das hat mehrere Gründe.
25.01.2023 | Stand: 15:04 Uhr

Der siebte Streich ist dem Tabellensiebten misslungen: Nach einer Serie von sechs Siegen in Folge musste Eishockey-Oberligist ECDC Memmingen wieder eine Niederlage hinnehmen. Und das ausgerechnet zuhause gegen die „Black Hawks“ aus Passau. Die freuten sich über die nicht unbedingt zu erwartenden drei Punkte am Hühnerberg und kletterten ihrerseits auf Rang neun.

Durch die 1:3 (0:1; 1:1; 0:1)-Heimniederlage gegen Passau versäumten es die Indians nach ihrem überraschenden Auswärtserfolg bei Spitzenreiter Weiden, den Rückstand auf Platz sechs auf nur noch drei Punkte zu verkürzen.

In der Hauptrunde hat der ECDC Memmingen noch 13 Spiele

In der Hauptrunde hat der ECDC aber noch 13 Partien zu absolvieren. Das heißt: Es sind noch 39 Zähler zu vergeben. Vieles ist noch offen. Die Indians verloren nun gegen Passau aber nicht nur das Spiel, sondern mussten im Lauf der Partie auch auf zwei wichtige Spieler verzichten: Stürmer Milan Pfalzer klagte nach einem Bandencheck im ersten Drittel über Schwindelgefühle und blieb in der Kabine. Nach Vereinsangaben deuten seien Symptome auf eine Gehirnerschütterung hin. Wie lange er ausfalle, sei unklar. Das gelte auch für Verteidiger Leon Kittel. Er bekam bei einem Zweikampf an der Bande unglücklich einen abgebrochenen Schläger in die Bauchgegend gerammt. ECDC-Sprecher Michael Franz erklärte auf Anfrage unserer Redaktion: "Der gebrochene Schläger hat ihm eine tiefe und große Schnittwunde am Bauch verursacht, die mit einigen Stichen genäht werden musste."

Bereits vor dem Spiel war für die Indians klar, dass sie erneut auf Verteidiger Christopher Kasten und Angreifer Petr Pohl würden verzichten müssen. Kasten absolviert derzeit eine Ausbildung beim Zoll. Und Pohl weilt nach der Geburt seiner Tochter nach wie vor bei der Familie. Über die Gründe dafür wollen die Indians öffentlich nicht sprechen. Laut Sprecher Franz wird Pohl den Indians aber auch am kommenden Wochenende nochmals fehlen, dann aber in den Kader zurückkehren.

Indians-Trainer Daniel Huhn nennt Gründe für die Niederlage

Sei’s drum: Die Indians hätten das Spiel vor 1122 Zuschauern gegen die „Black Hawks“ nicht verlieren müssen. Das sah auch Coach Huhn so. Er nannte bei der Pressekonferenz folgende Gründe für die Niederlage:

  • Zu harmlos: Sein Team sei zwar sehr gut gestartet und habe bis zur zwölften Spielminute keinen einzigen Torschuss der Gäste zugelassen. „Offensiv waren wir aber zu harmlos. Wir haben in den Ecken herumgespielt und vor dem gegnerischen Tor dem Goalie nicht die Sicht genommen.“
  • Chancen nicht genutzt: Mit dem zweiten Drittel war der Indians-Trainer überhaupt nicht zufrieden. „Im dritten Drittel haben wir dann nochmals gedrückt, sehr viele Chancen gehabt, diese aber nicht genutzt. Der letzte Biss, der letzte Wille hat uns gefehlt.“
  • 100 Prozent sind nötig: Zum wiederholten Male wies Huhn darauf hin, „dass man in der Oberliga in jedem Spiel 100 Prozent geben muss. Wenn man denkt, da reicht auch mal ein Ticken weniger, dann reicht es eben nicht.“
  • Unbändiger Wille fehlt: Nachdem seine Mannschaft bei Tabellenführer Weiden sechs Treffer erzielt habe, habe sie gegen Passau „den unbändigen Willen, Tore zu erzielen, vermissen lassen“.

Die „Black Hawks“ fahren mit drei Punkten nach Passau

Und so reichte es den Passauern, bei eigener Führung im letzten Drittel, kontrolliert zu agieren, „die Scheibe tief zu spielen und nicht aufzumachen“, sagte Huhns Passauer Kollege Peter Bares. Nach all denn genannten Gründen war es an diesem Abend also nicht verwunderlich, dass die „schwarzen Falken“ am Hühnerberg gewannen und mit drei Punkten im Gepäck zurück nach Passau fuhren.

Weiter geht’s für die Indians am Freitag ab 20 Uhr, und zwar zuhause gegen den SC Riessersee (Vierter).