Handball

Der TSV Ottobeuren legt wieder los

Franziska Dittmann von den Ottobeurer Handballfrauen macht es vor: Mehr denn je kommt es auch beim Handball auf Sauberkeit und Hygiene an.

Franziska Dittmann von den Ottobeurer Handballfrauen macht es vor: Mehr denn je kommt es auch beim Handball auf Sauberkeit und Hygiene an.

Bild: Rebhan

Franziska Dittmann von den Ottobeurer Handballfrauen macht es vor: Mehr denn je kommt es auch beim Handball auf Sauberkeit und Hygiene an.

Bild: Rebhan

Zum Start in die neue Saison heißt das oberste Gebot: Hygiene.
17.09.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Nach monatelangem Hin und Her, Saisonverschiebungen, Trainings ohne Körperkontakt und aufwendigen Planungen für Sportvereine hat vergangene Woche das bayerische Kabinett beschlossen, dass ab Samstag, 19. September, im Freistaat wieder sportlicher Wettkampfbetrieb stattfinden darf. Bis zu 200 Zuschauer (Indoor) und 400 Zuschauer (Outdoor) sind dabei erlaubt.

Damit ist der vom Bayerischen Handball-Verband (BHV) geplante Saisonstart am 3./4. Oktober durchführbar. Obwohl dieser Termin schon seit Monaten in den Köpfen der bayerischen Handballvereine schwirrt, kam das offizielle Go für den TSV Ottobeuren (TSVO) doch überraschend. „Es ist schon eine Kurs-Änderung. Reiserückkehrer, Schulstart und gleichzeitig Lockerungen für den Sport: Das hat sich vor ein paar Wochen in der Tat noch vorsichtiger angehört. Ich hätte eher mit einer weiteren Verschiebung gerechnet“, sagte beispielsweise Herren-Trainer Gunther Kotschmar.

Für die Verantwortlichen der Schwarz-Gelben gibt es nun bis zum Saisonstart einiges zu tun: „Wir arbeiten mit Hochdruck an einem Hygienekonzept sowohl für Spieler als auch für Zuschauer, das rechtzeitig von uns veröffentlicht wird“, erklärte Udo Boßmann, Vorsitzender des Vorstands. Trotz aller aufwendigen Planungen freut sich der TSV Ottobeuren sehr, dass die Saison endlich losgehe und der Ball in der Dreifachturnhalle wieder rolle.

Die Erste Herrenmannschaft der Ottobeurer wird unter Trainer Gunther Kotschmar in der Landesliga antreten und am 3. Oktober direkt mit einem Derbyknaller in Dietmannsried starten. Perfekt vorbereitet sieht Kotschmar sein Team allerdings noch nicht: „Die vergleichsweise wenigen Hallenzeiten und Pech mit Verletzungen von Schlüsselspielern haben uns getroffen. Die monatelange, relativ unklare Lage und die Umstände haben obendrein zu großer Fluktuation bei der Trainingsbeteiligung geführt.“

Das Team habe viel mit Übungen zuhause gearbeitet und versucht, sich über Apps einen Überblick zu verschaffen. Mit einer „Face-to-face-Situation mit Trainer“ sei das aber nicht zu vergleichen. Gunther Kotschmar findet deutliche Worte: „Es sind für mich persönlich mit Abstand die größten Probleme, die ich je in einer Vorbereitung auf eine Handballsaison erlebt habe.“

Frauen beginnen am 10. Oktober

Für die Ottobeurer Damenmannschaft soll die Bezirksoberliga-Saison eine Woche später, am 10. Oktober, in eigener Halle starten. Das weiterhin von Roman Polyfka trainierte Team trifft dabei auf den BSC Oberhausen. Natürlich konnten sich auch die TSVO-Damen bisher nicht wie gewohnt auf dieses erste Spiel in der neuen Saison vorbereiten.

Polyfka ist dennoch guter Dinge: „Unsere Damenmannschaft hat gewissenhaft trainiert. Die Anzahl der Trainingsspiele war wegen der Pandemie-Restriktionen zu gering. Das schwächt eine gute Vorbereitung. Nichtsdestotrotz bin ich zuversichtlich, dass wir zum ersten Punktspiel soweit sind.“

Für beide Mannschaften steht in den nächsten Wochen nun die Förderung des Zusammenspiels im Vordergrund. Gruppentaktische Abläufe in Abwehr und Angriff sollen zudem verfeinert werden.

Der Startschuss Anfang Oktober gilt auch für die weiteren TSVO-Mannschaften im Senioren- und Jugendbereich. Die Zweite Herrenmannschaft greift am 10. Oktober in eigener Halle in der Bezirksoberliga gegen die SG Kaufbeuren-Neugablonz an. Und die „Dritte“ fährt am 3. Oktober zum Unterallgäu-Derby nach Mindelheim.

C-Jugend ist Aushängeschild

Die Jugendmannschaften konnten heuer wegen der Pandemie keine Qualifikationsturniere spielen und wurden stattdessen in Hinblick auf die Leistung in den vergangenen beiden Spielzeiten in die neuen Ligen eingeteilt. Aushängeschild der Ottobeurer Jugend-Abteilung ist die weibliche C-Jugend, die mit ihren Trainern Alina Isselbächer und Philip Esslinger in der Bayernliga antreten wird.

Die weibliche und männliche B-Jugend geht jeweils in der Landesliga an den Start. Beide A-Jugenden, die männliche C-Jugend und die zweite weibliche C-Jugend spielen in der ÜBOL (Bezirksübergreifende Oberliga).