Eishockey

Die ECDC-Frauen spielen jetzt doch in Nordrhein-Westfalen

Bei einem Stammtisch für Sponsoren präsentierten die ECDC-Damen jetzt ihre neuen Trikots. Das Bild zeigt (von links): Marina Swikull, „Kassie“ Roache, Lena Kartheininger, Anne Bartsch und Savannah Rennie.

Bei einem Stammtisch für Sponsoren präsentierten die ECDC-Damen jetzt ihre neuen Trikots. Das Bild zeigt (von links): Marina Swikull, „Kassie“ Roache, Lena Kartheininger, Anne Bartsch und Savannah Rennie.

Bild: Siegfried Rebhan

Bei einem Stammtisch für Sponsoren präsentierten die ECDC-Damen jetzt ihre neuen Trikots. Das Bild zeigt (von links): Marina Swikull, „Kassie“ Roache, Lena Kartheininger, Anne Bartsch und Savannah Rennie.

Bild: Siegfried Rebhan

Das Verbot für Kontaktsportarten in Bergkamen wurde aufgehoben. Die Indians-Männer spielen in Garmisch, aber nicht in Bad Tölz.
Bei einem Stammtisch für Sponsoren präsentierten die ECDC-Damen jetzt ihre neuen Trikots. Das Bild zeigt (von links): Marina Swikull, „Kassie“ Roache, Lena Kartheininger, Anne Bartsch und Savannah Rennie.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
15.10.2020 | Stand: 13:35 Uhr

Vor dem Start in die neue Saison der Eishockey-Bundesliga müssen die Frauen der Memminger Indians einen schwindelerregenden Zickzackkurs absolvieren.

Denn sie spielen nun doch am Wochenende in Bergkamen. Anfang der Woche wurden beide Auswärtspartien von den „Bärinnen“ in Bergkamen zunächst abgesagt, da der Landkreis Unna wegen hoher Covid-19-Infektionszahlen ein 14-tägiges Spiel- und Trainingsverbot für sämtliche Kontaktsportarten erlassen hatte.

Um nicht auf Kosten sitzen zu bleiben, stornierten die Memminger Verantwortlichen umgehend Bus und Hotel. Indians-Teamleiter Peter Gemsjäger bemühte sich sodann um einen Tausch des Heimrechts, was aufgrund der Tatsache, dass noch kein öffentlicher Lauf in der Memminger Eissporthalle stattfindet, möglich gewesen wäre. Bergkamen lehnte das allerdings wegen der unklaren Lage in Sachen Beherbergungsverbot in Bayern ab.

Mittlerweile hatte sich die Mehrheit der Bundesligisten, darunter auch die Indians, trotz der schwierigen Lage für die Beibehaltung des Starttermins der Runde ausgesprochen. „Wir wissen ja nicht, ob es in vier oder sechs Wochen besser wird“, meinte Indians-Coach Werner Tenschert. „Unsere Mannschaft trainiert seit rund zehn Wochen auf dem Eis, und alle brennen darauf, dass es jetzt endlich losgeht.“

Am Mittwochabend kam dann die Rolle rückwärts. Das Verbot der Kontaktsportarten im Landkreis Unna wurde wieder zurückgenommen. Danach glühten beim ECDC die Telefonleitungen, um alle Stornierungen wieder rückgängig zu machen. Am Donnerstagvormittag konnte dann Vollzug gemeldet werden.

Der Indians-Tross wird sich nun früh am Samstag auf den Weg nach Nordrhein-Westfalen machen. Die beiden Spiele beginnen am Samstag um 17.30 Uhr beziehungsweise am Sonntag um 9 Uhr.

Unangenehmer Gegner

Nur ein Vorbereitungsspiel absolvieren die Männer des ECDC am Wochenende. Am Freitagabend gastieren die Rot-Weißen ab 20 Uhr in Garmisch und treffen dort auf den SC Riessersee (SCR). Die Hausherren waren auch in der vergangenen Spielzeit stets ein unangenehmer Gegner; sie kamen immer besser in Fahrt. Die Routiniers und Leistungsträger Florian Vollmer sowie Uli Maurer konnten gehalten werden, mit länger höherklassig aktiven Spielern wie Benjamin Kronawitter, Alex Eckl oder Simon Mayer wurde man sich ebenfalls einig. So liest sich der Stamm des SCR vielversprechend, vor allem weil mit dem Finnen Eetu-Ville Arkiomaa wohl einer der besten Kontingentspieler der Liga ebenfalls ein weiteres Jahr an der Zugspitze verbringt.

Bei den Indians dürften Milan Pfalzer und Leon Abstreiter ihr Saisondebüt geben, fehlen werden aber wohl Marc Stotz, Leon Kittel und Nico Strodel. Möglicherweise bekommen die „Indianer“ Unterstützung von Kooperationspartner Augsburg. Ein Einsatz der Angreifer Dennis Miller und Samir Kharboutli ist zumindest vorgesehen.

Nicht durchführbar

Das am Sonntag in Bad Tölz geplante Spiel wird nicht stattfinden. Voraussetzung für ein Gastspiel beim Zweitligisten war ein aktueller Corona-Test sämtlicher Spieler und Betreuer der Indians. Aufgrund der angespannten Lage rund um Memmingen mit vielen Fallzahlen und hohem Testaufkommen hat sich der Verein dazu entschlossen, nicht unnötig Testkapazitäten in Anspruch zu nehmen. Auch hinsichtlich eines weiteren Aspekts stellte sich das Ansinnen der Tölzer für den ECDC als nicht durchführbar heraus. Durch ein Testen in dieser Größenordnung wären den Indians Kosten in vierstelliger Höhe entstanden.

„Das ist in dieser Zeit nur wegen eines Auswärts-Testspiels für uns nicht machbar“, lautetet die klare Aussage der Sportlichen Leitung der Indians.