Tischtennis

Diese vier "Einser" sollen die Punkte für ihr Team holen

Tischtennis Herren Verbandsliga Südwest SV Memmingerberg - TSV 1863 Schwabmünchen 9:7

Carina Ammann hat sich als Frau einen Stammplatz in der Männermannschaft des SV Memmingerberg gesichert.

Bild: Siegfried Rebhan (Archiv)

Carina Ammann hat sich als Frau einen Stammplatz in der Männermannschaft des SV Memmingerberg gesichert.

Bild: Siegfried Rebhan (Archiv)

Die „Einser“ sind beim Tischtennis so etwas wie die Torjäger beim Fußball. Eine Vorstellung der Spieler aus Memmingerberg, Memmingen, Steinheim und dem Günztal.
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Von Peter Blum
14.01.2021 | Stand: 12:12 Uhr

Was die Torjäger der Vereine beim Fußball sind, das sind beim Tischtennis die „Einser“: mit die wichtigsten Spieler, die nicht nur gegen die jeweils stärksten Gegner antreten müssen, sondern auch meistens, wenn es um einen knappen Sieg oder noch um das Erringen des entscheidenden Punktes zum Remis im Mannschaftskampf geht, im Abschlussdoppel nochmals ran müssen. Nicht nur der TV Boos ist in der Verbandsoberliga froh, „seinen“ Markus Bott zu haben.

Auch die Vereine aus unserer Region, die in niedrigeren Klassen spielen, sind stolz auf ihre jeweilige Nummer eins. Wir stellen sie nachfolgend vor:

Carina Ammann, SV Memmingerberg, Herren-Landesliga (1824 TTR-Punkte): Zwar nicht die einzige Frau, die sich als Stammspielerin in einer Männermannschaft etabliert hat, aber im weiten Umfeld die einzige, die in einer Herren-Rangliste ganz vorne steht. Die ersten drei Siege nach Einführung der nationalen TTR-Liste im Jahr 2005 feierte Carina Ammann, die beim TSV Durach mit dem Tischtennisspielen begonnen hat, damals noch für den SSV Wildpoldsried im Spiel der Damen-Oberliga gegen den SC Raiffeisen Bayreuth. Nach zwei weiteren Stationen beim Damen-Regionalligisten TSV Herrlingen (Blautal) und bei den Herren des TSV Durach kam sie 2015 zu den Herren des SV Memmingerberg. Bis zur aktuellen Saisonunterbrechung wegen der Corona-Pandemie hatte Ammann in der aktuellen Saison eine ausgezeichnete Einzelbilanz von 4:2 Siegen.

Magnus Göppel vom FC Memmingen ist die jüngste Nummer eins im Spielkreis

Magnus Göppel, FC Memmingen, Herren-Bezirksoberliga (1734 TTR-Punkte): Als zuletzt bester Jugendspieler ist Magnus Göppel auch mit Abstand die jüngste Nummer eins eines Vereins im Spielkreis. Göppel erlernte das Tischtennisspielen beim BSC Berkheim und gewann seine ersten für den TTR-Wert relevanten Spiele als Achtjähriger – bei einem Schüler-Kreisranglistenturnier im Jahr 2011. Bevor er ab 2017 dann für die Herren des FC Memmingen aufschlug, hatte er sich in der Jugendabteilung des TV Boos etabliert und spielte dort unter anderem in der Bayernliga und damit der höchstmöglichen Jugendklasse. Bis zum Lockdown hatte er vorne eine Top-Bilanz von 6:4 Siegen.

Magnus Göppel ist der jüngste "Einser" eines Vereins in der Region. Er spielt für den FC Memmingen.
Magnus Göppel ist der jüngste "Einser" eines Vereins in der Region. Er spielt für den FC Memmingen.
Bild: Siegfried Rebhan

Robert Stetter, SV Steinheim, Herren-BOL (1738 TTR-Punkte): Der erste TTR-relevante Sieg stammt vom September 2005, damals für die Steinheimer Herren in der Bezirksliga I, mit einem 3:2 gegen Jürgen Obert vom VfL Günzburg. Im Jahr 2009 trennten sich dann kurz die Wege, und Robert Stetter schlug zwei Jahre für die TSV Obergünzburg in der Landesliga auf. Danach kam Stetter wieder zurück und half maßgeblich mit, den damals in die Kreisliga I abgestiegenen Verein wieder nach oben zu bringen. 3:3 Einzelpunkte: So lautet seine Bilanz in der abgebrochenen Vorrunde.

Robert Stetter ist "Einser" der Tischtennis-Mannschaft des SV Steinheim.
Robert Stetter ist "Einser" der Tischtennis-Mannschaft des SV Steinheim.
Bild: Siegfried Rebhan

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Hermann Gauggel jun., TTF Günztal, Herren-Bezirksoberliga (1805 TTR-Punkte): Zwei Einzelsiege im September 2005 als Spieler der Dritten Memmingerberger Jugendmannschaft beim Spiel gegen den BC Wolfertschwenden stehen als erste Ergebnisse für den TTR-Wert in den Annalen. Mit Memmingerberg schaffte Gauggel es 2008 bis in die Jugend-Bayernliga und stieß bald darauf zu den Herren in der Bezirksliga I. Zum Jahreswechsel 2015 wurde Hermann Gauggel Stammspieler der Ersten Herrenmannschaft des TV Boos und feierte bald darauf den für ihn allergrößten Mannschaftserfolg, am 14. Mai 2015 den Gewinn der Deutschen Pokalmeisterschaft für Verbandsklassen. Seit Sommer 2020 spielt Hermann Gauggel jun. nun an der Seite seines Vaters Hermann sen. bei den Tischtennisfreunden (TTF) Günztal, einem Zusammenschluss der Vereine Frechenrieden und Markt Rettenbach. Die TTF Günztal konnten in der Vorrunde nur zweimal antreten, deshalb hat Gauggel jun. auch nur drei Einzelsiege (bei einer Niederlage) auf dem Konto.

Hermann Gauggel jun. spielt inzwischen an der Seite seines Vater Hermann Gauggel sen. bei der TTF Günztal.
Hermann Gauggel jun. spielt inzwischen an der Seite seines Vater Hermann Gauggel sen. bei der TTF Günztal.
Bild: Siegfried Rebhan