Dorferneuerung

Zugang zum Fluss, längerer Fußgängerweg, mehr Grün: Neue Mitte für Günz

Die Dorfmitte von Günz: Hier soll mehr Platz für Busse geschaffen werden, damit sie wenden können, ohne auf den Gehweg zu fahren. Der Brunnen auf der Insel soll zudem auf eine Grünfläche (von hier aus rechts) verlegt werden. Außerdem soll neben der Brücke über die Günz, neben der alten Raiffeisenhalle, ein Zugang zum Fluss geschaffen werden.

Die Dorfmitte von Günz: Hier soll mehr Platz für Busse geschaffen werden, damit sie wenden können, ohne auf den Gehweg zu fahren. Der Brunnen auf der Insel soll zudem auf eine Grünfläche (von hier aus rechts) verlegt werden. Außerdem soll neben der Brücke über die Günz, neben der alten Raiffeisenhalle, ein Zugang zum Fluss geschaffen werden.

Bild: Andreas Berger

Die Dorfmitte von Günz: Hier soll mehr Platz für Busse geschaffen werden, damit sie wenden können, ohne auf den Gehweg zu fahren. Der Brunnen auf der Insel soll zudem auf eine Grünfläche (von hier aus rechts) verlegt werden. Außerdem soll neben der Brücke über die Günz, neben der alten Raiffeisenhalle, ein Zugang zum Fluss geschaffen werden.

Bild: Andreas Berger

Längerer Fußgängerweg, mehr Platz für den Bus, Zugang zum Fluss: Unter anderem das soll in dem Westerheimer Ortsteil Günz umgesetzt werden.
10.05.2022 | Stand: 18:00 Uhr

Die Dorfmitte von Günz soll umgestaltet werden. Das hat der Gemeinderat Westerheim einstimmig und endgültig beschlossen. Die Vorbereitungen für die Dorferneuerung laufen bereits seit einigen Jahren. 2023 könnten sie umgesetzt werden. Hier Details aus der Planung:

  • Mehr Platz für den Bus: Damit die Linienbusse beim Wenden in der Dorfmitte nicht mehr über den Gehweg fahren müssen, wird der Platz erweitert. Unter anderem wird auf Höhe des Pfarrhauses eine Pflasterfläche geschaffen, über die der Bus rollen kann, ohne noch mal zurückzusetzen. Die Fläche wird so gestaltet, dass Autos, die von der Rummeltshauser Straße nach rechts auf die Dorfstraße abbiegen, nicht schwungvoll darüberfahren können. Anwohner hatten befürchtet, dass durch Autos, die schnell über das Pflaster fahren, Lärm entsteht.
  • Bushaltestelle: Künftig soll es nur noch eine Bushaltestelle geben. Die Haltestelle neben dem Trafohaus wird zurückgebaut, die gegenüberliegende durch eine neue ersetzt.
  • Maibaum: Er wird ein wenig nach hinten versetzt.
  • Brunnen: Er wird von der grünen Insel zwischen Bus-Spur und Rummeltshauser Straße auf die Wiese vor das leer stehende, alte Haus versetzt. Das Grundstück gehört größtenteils der Gemeinde.
  • Festzeltplatz: Einen Festzeltplatz soll es ebenfalls auf diesem gemeindeeigenen Grundstück vor dem alten, leer stehenden Haus in der Dorfmitte geben.
  • Barrierefrei zum Friedhof: Der Kirchweg soll angehoben werden, sodass von dort aus der Zugang zum Friedhof barrierefrei, also ohne Stufen, möglich ist.
  • Gehweg: Es soll einen Gehweg von der Dorfmitte bis zum Sportheim geben – und zwar auf der westlichen Seite der Straße, also in Blickrichtung Rummeltshausen links. Er soll auch über die Brücken führen. Bisher müssen Fußgänger größtenteils auf der Straße laufen. Der Gehweg in der Dorfmitte hätte teilweise gepflastert werden sollen, so der Wunsch von Bürgermeisterin Christa Bail. Gemeinderat Martin Glöckler war dagegen: Ein gepflasterter Gehweg lasse sich im Winter schlecht räumen und sei zu glatt. So einigte sich der Gemeinderat, den Weg komplett zu asphaltieren.

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  • Grün entlang der Rummeltshauser Straße: Von der Dorfmitte bis zum Sportheim soll es neben der Straße immer wieder grüne Inseln mit Bäumen geben. Wegen der Umgestaltung an der Brücke über die Günz müssen vier Bäume gefällt werden, als Ersatz werden neue Bäume einige Meter weiter flussaufwärts gepflanzt. Weiter Richtung Ortsausgang, also Richtung Rummeltshausen, sollen auf beiden Seiten der Straße Bäume gepflanzt werden, „dass es ein wenig Allee-Wirkung hat“, sagt Bail. Die Bäume sollen „optisch eine Einengungsfunktion haben“, damit Fahrer, die aus Richtung Rummeltshausen kommen, nicht zu schnell in den Ort fahren.
  • Parkplätze: Schräg neben dem Pfarrhaus, wo jetzt noch eines der beiden Haltestellenhäuschen ist, sollen Parkplätze angelegt werden.
  • Fahrbahnverengung: Die Rummeltshauser Straße soll verengt werden. Unter anderem, damit Platz für den Gehweg entsteht. Gleichzeitig wird so der Verkehr verlangsamt.
  • Zugang zur Günz: ... zum Baden im Fluss. Den Zugang soll es an der Brücke über die Günz geben, neben dem ehemaligen Raiffaisengebäude.
  • Die Voraussetzung: Damit die Gemeinde Westerheim die Günzer Dorfmitte umgestalten kann, ist sie auf Förderung angewiesen. Ziel ist, die Umgestaltung als Ganzes über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) laufen zu lassen. Wenn die Pläne anerkannt werden, werden 80 Prozent der Netto-Kosten für die Günzer Umgestaltung vom ELER-Programm übernommen. In Zahlen: Die Bruttokosten für alle Arbeiten liegen bei 1,785 Millionen Euro, netto: 1,5 Millionen Euro. Davon würde das ELER-Programm 1,2 Millionen Euro übernehmen. Würden alle Arbeiten über andere Förderprogramme laufen, müsste die Gemeinde insgesamt etwa 200.000 Euro mehr bezahlen, sagt Christa Bail. Zweite Voraussetzung: Alle Anlieger, die von der Umgestaltung betroffen sind, müssen ihr Einverständnis geben. Bis Freitag, 13. Mai, muss die Bürgermeisterin alle Papiere fertig haben, um sie einreichen zu können.
  • Zeitplan: Die Bürgermeisterin hofft, dass bis September entschieden ist, ob die Pläne für Günz über das ELER-Programm gefördert werden. Dann könnte 2023 mit den Arbeiten begonnen werden. Sollte Günz nicht berücksichtigt werden, werde es die Gemeinde in der nächsten Runde noch mal versuchen. Falls es auch dann eine Absage gäbe, sollen die Arbeiten vermutlich dennoch umgesetzt werden, dann aber über herkömmliche Förderungen.

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