Rotary Club Memmingen

Ehemaliger Fischerkönig und Ex-Kommodore übernimmt den Stab

MM Rotary

Beim Rotary Club Memmingen übergab jetzt Martin Möntmann (rechts) die Präsidentenglocke an Heinrich Schneider.

Bild: Horst Martin

Beim Rotary Club Memmingen übergab jetzt Martin Möntmann (rechts) die Präsidentenglocke an Heinrich Schneider.

Bild: Horst Martin

Heinrich Schneider ist neuer Präsident des Rotary Clubs Memmingen. Welche Herausforderungen sein Vorgänger Martin Möntmann im Corona-Jahr zu bewältigen hatte.
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Von Horst Martin
04.07.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Nachdem im Jahr 2020 die turnusmäßige, jährliche Ämterübergabe des Präsidentenamtes von Michael Herrmann auf Martin Möntmann virtuell stattfinden musste, kamen die Mitglieder des Rotary Clubs Memmingen nun nach monatelanger Entbehrung des direkten Miteinanders wieder in einem Präsenztreffen zusammen. Die Freude war groß, bei dieser Gelegenheit der erneuten Ämterübergabe den gewohnt festlichen Rahmen zu geben.

Gäste aus dem Rotary Club Allgäuer Tor, der Jugendorganisation der Rotarier (RotarAct) und eine musikalische Untermalung waren herzlich willkommen, bevor der scheidende Präsident Martin Möntmann seine Rückschau über sein Präsidentenjahr begann.

Nicht ohne Grund wählte er sein Jahresmotto „Gemeinsam Veränderungen begegnen“ . Wenn auch die Hoffnung im Juni 2020 überwog, dass er sein Amtsjahr ohne größere Einschränkungen aufgrund abfallender Corona-Infektionszahlen bestehen würde, wurde er schnell eines Besseren belehrt. Gemeinsame Treffen mussten digital aus dem Boden gestampft werden, Treffen mit den Partnerclubs in der Schweiz und in Italien wurden abgesagt, gemeinsame Clubaktivitäten fielen aus. Auch die 60-Jahr-Feier des Clubs konnte nicht stattfinden. Und bewährte Projekte zur Unterstützung sozialer Einrichtungen im lokalen Bereich, wie zum Beispiel der Rotary Stadl auf dem Weihnachtsmarkt, mussten die Segel streichen.

Jugendaustausche wurden abgebrochen

Dennoch war es dem Club möglich, mit finanziellen Mitteln einigen sozialen Organisationen unter die Arme zu greifen. Gemeinsam mit anderen Clubs wurden internationale Hilfsmaßnahmen unterstützt, auch gefördert von der Gemeinschaft der Rotarier weltweit. Die Globus umspannenden rotarischen Jugendaustausche fanden ein abruptes Ende, alle Jugendlichen wurden in ihre Heimatländer zurück gesandt. Dies erforderte vom Präsidenten ein hohes Maß an Flexibilität und auch die besondere Bereitschaft, trotz der Umstände die rotarische Gemeinschaft zu fördern. Starker Applaus brandete nach Möntmanns Ansprache auf für die bravouröse Bewältigung seines Amtes in der Pandemie mit allen damit verbundenen Einschränkungen.

Der neue Präsident des Rotary Clubs Memmingen ist vielen Memmingern kein Unbekannter. Spätestens mit seiner Krönung zum Fischerkönig in 1996 („Heinrich II, der Überflieger“) und der gleichzeitigen Übernahme des Geschwaders auf dem Fliegerhorst Memmingerberg als Kommodore, tauchte der Name Heinrich Schneider häufiger in der Presse auf. Dass er jetzt die Traditionsgemeinschaft des Geschwaders führt, erklärt sich fast von selbst. Für sein soziales Engagement spricht, dass er seit mehr als fünf Jahren im Auftrag des Clubs die Projektgruppe zur Betreuung der Asylbewerber auf dem Flugplatz unterstützt.

"Hamburger Jung mit preußischer Einfärbung"

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Engagement

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Als „Hamburger Jung mit preußischer Einfärbung“ , so stellte Schneider sich vor, sei es ihm ein großes Anliegen, mit viel Diplomatie die rotarischen Aufgaben in den Mittelpunkt seines Handelns zu stellen. Das Mitnehmen aller Mitglieder, ob jung oder alt, stehe bei ihm in Vordergrund, sagte er. Und er hoffe darauf, dass in seinem Präsidentenjahr bei Präsenztreffen der Kern der sozialen Kommunikation wieder gestärkt werden kann.