Eishockey-Oberliga

Ein Sieg mit Ärgernissen für den ECDC Memmingen

Linus Svedlund (hinten, Bildmitte) trifft für den ECDC Memmingen beim Heimspiel gegen Landsberg. Die Indians taten sich anfangs lange schwer gegen die kompakte Defensive der Gäste.

Linus Svedlund (hinten, Bildmitte) trifft für den ECDC Memmingen beim Heimspiel gegen Landsberg. Die Indians taten sich anfangs lange schwer gegen die kompakte Defensive der Gäste.

Bild: Siegfried Rebhan

Linus Svedlund (hinten, Bildmitte) trifft für den ECDC Memmingen beim Heimspiel gegen Landsberg. Die Indians taten sich anfangs lange schwer gegen die kompakte Defensive der Gäste.

Bild: Siegfried Rebhan

Indians gewinnen am Hünerberg mit 4:1 gegen Landsberg. Das nächste Spiel führt die Mannschaft zum Topteam aus Selb. Dort wartet auch ein alter Bekannter.
17.12.2020 | Stand: 11:28 Uhr

Mit 4:1 besiegt der ECDC Memmingen den HC Landsberg im ersten Oberliga-Duell beider Mannschaften. Die Indians taten sich im gegen den Aufsteiger aus Landsberg lange schwer. Die Gäste vom Lech standen defensiv kompakt und ließen die Memminger nur selten zur Entfaltung kommen. Der ECDC verpasste es, sich früh zwingende Chancen zu erarbeiten und gab dem HCL mit jeder Minute mehr Sicherheit. Erst in der 20. Minute konnte eine Überzahlsituation mit der nötigen Konsequenz angegangen und ausgenutzt werden. Linus Svedlund, wieder einmal ein Aktivposten im Spiel, hämmerte den Puck von der blauen Linie in den Winkel und stellte auf 1:0.

Donat Peter und Linus Svedlund erhöhten auf 3:0 für den ECDC Memmingen

Im zweiten Abschnitt waren die Indians dann etwas zwingender in ihren Aktionen und steigerten das Tempo. Folgerichtig kamen sie durch den ersten Treffer von Donat Peter sowie erneut Linus Svedlund zum verdienten 3:0. Die Partie war entschieden und die Memminger nahmen den Fuß vom Gas, sehr zum Missfallen von Trainer Waßmiller, der dies in der anschließenden Pressekonferenz monierte. Zum 4:0 durch Mark Ledlin reichte es trotzdem noch. Der ärgerliche Abschluss an diesem Abend war kurz vor Ende ein Gegentreffer bei eigener Überzahl, den der sonst tadellose Joey Vollmer nicht verhindern konnte.

Bereits am Freitag geht es für die Maustädter auf die lange Reise nach Selb. Hier wird eine deutliche Leistungssteigerung von Nöten sein, um beim Team der Selber Wölfe bestehen zu können. Die Franken gelten in dieser Spielzeit als einer der großen Favoriten. Der Kader wurde über den Sommer kräftig umgebaut und verstärkt. Einige große Namen fanden den Weg in den „Wolfsbau“, unter anderem natürlich der Memminger Topscorer Brad Snetsinger.

Die Memminger Spieler werden ihren früheren Kollegen Brad Snetsinger genau im Auge behalten

Auch wenn der Kanadier bislang deutlich zurückhaltender ist, was das Toreschießen angeht, werden seine ehemaligen Kollegen ihn besonders im Blick haben. Doch auch Ex-Indianer Steven Deeg, Nick Miglio oder Lukas Slavetinsky gehören zum Besten, was die Liga zu bieten hat. Sie bilden, mit weiteren namhaften Akteuren, den starken Kern der Wölfe, die in diesem Jahr von Trainer Hohenberger dauerhaft an die Spitze der Oberliga geführt werden sollen, wo sie im Moment bereits anzutreffen sind.

Die Indians können am Wochenende vielleicht wieder mit Jonas Wolter und Leon Kittel planen. Beide Spieler wollen nach dem Sieg gegen Landsberg wieder ins Training einsteigen. Ob es bereits für einen Einsatz in Selb reicht, muss allerdings abgewartet werden. Ansonsten dürfte Trainer Sergej Waßmiller auf den gleichen Kader wie zuletzt zurückgreifen können. Auch am Sonntag treten die Indians auswärts an, der Weg führt sie dann nach Passau. Erst kurz vor Weihnachten kommt es zum nächsten Heimspiel am Hühnerberg.

So hat der ECDC Memmingen in der Eishockey-Oberliga gegen Landsberg gespielt

  • Ergebnis: ECDC MemmingenHC Landsberg 4:1 (1:0/2:0/1:1).
  • Tore: 1:0 (20. Minute) Svedlund (Herm, Richter), 2:0 (30. Minute) Peter (Häckelsmiller, Ledlin), 3:0 (34. Minute) Svedlund (Hofmann), 4:0 (55. Minute) Ledlin (Pfalzer, Peter), 4:1 (58. Minute) Reuter (Sturm, 4-5).
  • Strafminuten: Memmingen 8 – Landsberg 16.
  • Aufstellung ECDC Memmingen: Vollmer (Steinhauer) – Meier, Svedlund; de Paly, Kasten; Häckelsmiller, Schirrmacher – Herm, Grözinger, Richter; Pfalzer, Ledlin, Hanke; Abstreiter, Schmid, Hofmann; Fabian, Peter, Dopatka.