Einkaufen

Einzelhandel in Memmingen lockt mit Einkauf im Lichterglanz

Ohne Rahmenprogramm, dafür mit Maske und Abstand: Das gilt auch in diesem Jahr wieder bei der Aktion „Memmingen im Lichterglanz“, mit der die Einzelhändler zum vorweihnachtlichen Bummel einladen.

Ohne Rahmenprogramm, dafür mit Maske und Abstand: Das gilt auch in diesem Jahr wieder bei der Aktion „Memmingen im Lichterglanz“, mit der die Einzelhändler zum vorweihnachtlichen Bummel einladen.

Bild: Thomas Weigert (Archivbild)

Ohne Rahmenprogramm, dafür mit Maske und Abstand: Das gilt auch in diesem Jahr wieder bei der Aktion „Memmingen im Lichterglanz“, mit der die Einzelhändler zum vorweihnachtlichen Bummel einladen.

Bild: Thomas Weigert (Archivbild)

Eine lange Einkaufsnacht gibt es auch in diesem Jahr wegen Corona nicht. Doch zum Start in den Advent haben am 26. November die Geschäfte bis 20 Uhr geöffnet.
25.11.2021 | Stand: 05:45 Uhr

„Wir hätten uns mehr gewünscht, aber wir sind auch froh, dass wir überhaupt etwas anbieten können“: Wenn er auf den kommenden Freitag, 26. November, blickt, tut Hermann Oßwald, Vorsitzender des Stadtmarketingvereins, dies mit gemischten Gefühlen. Christkindlesmarkt-Eröffnung und lange Einkaufsnacht mit Rahmenprogramm zum Start ins erste Adventswochenende? Angesichts der Corona-Lage kam das nicht in Frage. Doch zumindest die Gelegenheit zu einem gemütlichen Einkaufsbummel in vorweihnachtlicher Atmosphäre will der Einzelhandel seinen Kundinnen und Kunden bieten.

Auch Christkindlesmarkt in Memmingen fiel Corona zum Opfer

Darum öffnen bei „Memmingen im Lichterglanz“ am Freitag die Geschäfte bis 20 Uhr ihre Türen. Um für die passende Stimmung zu sorgen, werden Schaufenster weihnachtlich dekoriert und alle Händler sind aufgerufen, ihre Läden mit Laternen und Kerzen zu beleuchten. „Es ist extrem schade, dass wir die Aktion nicht im Umfang wie vor Corona machen können, also bis 22 Uhr oder 22.30 Uhr“, sagt Oßwald, leitender Geschäftsführer des Modehauses Reischmann in Memmingen. Zusammen mit der feierlichen Eröffnung des Christkindlesmarkts und einem bunten Rahmenprogramm hatte dieses Angebot in der Vergangenheit die Fußgängerzone, die Plätze und Gassen der Altstadt mit Besuchern gefüllt.

Wechselnde Regeln in der Pandemie sorgen für Verunsicherung

Derzeit sei wegen der Pandemie viel Verunsicherung festzustellen, sagt Oßwald: einerseits wegen der Sorge über ein Ansteckungsrisiko und anderseits darüber, welche Regeln gerade gelten. Dass es weiterhin möglich ist, zwar mit FFP2-Maske und Abstand, aber ohne Beschränkungen einkaufen zu gehen, wertet der Vorsitzende des Stadtmarketingvereins positiv. So erwarten bei der auch in diesem Jahr reduzierten Variante von „Memmingen im Lichterglanz“ viele Geschäfte ihre Kundinnen und Kunden mit besonderen Angeboten und kleinen Aktionen. „Wir sind auch froh, dass zusätzlich in der Innenstadt der Budenzauber stattfinden kann“, sagt Oßwald. Dabei werden – nach derzeitigem Planungsstand – bis 30. Dezember Stände auf dem Schrannen-, Manghaus- und Theaterplatz sowie dem Weinmarkt zu finden sein, an denen es süße und deftige Leckereien, aber zum Beispiel auch Kerzen und Schmuck zu kaufen gibt.

Begrenzung der Kundenzahl: Worauf die Einzelhändler achten müssen

Zusammen mit festlicher Dekoration in den Straßen bringen sie laut Oßwald „weihnachtliches Flair für die ganze Stadt“ – auch wenn Stimmung und Frequenz der Einkaufsnächte vor der Pandemie nicht zu erreichen seien. Ein Auge müssen die Einzelhändler angesichts der nun in Bayern geltenden Corona-Regeln auf die Zahl der Personen im Geschäft haben: Sie ist beschränkt auf einen Kunden pro zehn Quadratmeter Ladenfläche. „Für uns bei Reischmann ist das kein Problem“, sagt Oßwald – verfüge das Modehaus doch über rund 6000 Quadratmeter. Eine elektronische Zutrittskontrolle und Frequenzmessgeräte an den Eingängen garantieren nach seinen Worten einen guten Überblick.

Den haben auch Petra Hefele von „Die Art des Schenkens“ am Theaterplatz und Wolfgang Wilhelm in seiner Buchhandlung „Spiegelschwab“ am Marktplatz. Beide rechnen mit 120 Quadratmetern, wobei Wilhelms Laden eher darüber liegt: „Aber so sind wir auf der sicheren Seite.“ Und dass sie am Freitag selbst bei höherem Andrang kein Bauchweh hat, verdankt Hefele ihren Kunden, die nach ihrer Beobachtung Vorsicht walten lassen, auf Maskenpflicht sowie Abstand achten. Die Geschenke-Suche laufe übrigens schon seit zwei bis drei Wochen. Hintergrund könnte etwas sein, das Wilhelm festgestellt hat: „Die Leute fangen früher mit ihren Einkäufen an, weil sie im Kopf haben, dass es vielleicht doch zu einem Lockdown kommt.“ Der Buchhändler setzt auf Zuversicht – und auf Karl Valentin: „Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“ Griesgrämig im Laden zu stehen, sei zudem unfair gegenüber den Kunden, die kommen. Vielmehr lautet sein Motto: „Wir schauen nach vorne und kämpfen um alles, was geht.“

Lesen Sie auch
##alternative##
Weihnachtsmärkte im Allgäu

„Budenzauber“ statt Christkindlesmarkt - aber ohne Glühwein

Der Startschuss fällt am Freitag für die Aktion „Rubbeln und Gewinnen!“ des Stadtmarketingvereins: Der Einzelhandel gibt 99.000 Lose aus, es warten Preise im Wert von mehr als 250.000 Euro. Hauptgewinn: ein Neuwagen von Suzuki.

Öffnungszeiten: Geöffnet sind die Stände beim "Weihnachtlichen Budenzauber" freitags und samstags von 11 bis 20 Uhr, montags bis donnerstags von 11 bis 19 Uhr.