Memmingen

Eishockey-Bundesliga: ECDC-Frauen bezwingen Mannheim

Die Frauen der Memminger Indians (dunkle Trikots, von links mit Kassandra Roache und Anne Bartsch) mussten gegen die „Mad Dogs“ aus Mannheim richtig hart schuften, bis der 6:4-Erfolg unter Dach und Fach gebracht war.

Die Frauen der Memminger Indians (dunkle Trikots, von links mit Kassandra Roache und Anne Bartsch) mussten gegen die „Mad Dogs“ aus Mannheim richtig hart schuften, bis der 6:4-Erfolg unter Dach und Fach gebracht war.

Bild: Alwin Zwibel

Die Frauen der Memminger Indians (dunkle Trikots, von links mit Kassandra Roache und Anne Bartsch) mussten gegen die „Mad Dogs“ aus Mannheim richtig hart schuften, bis der 6:4-Erfolg unter Dach und Fach gebracht war.

Bild: Alwin Zwibel

Warum das 6:4 gegen die „Mad Dogs“ für die Indians-Frauen ein hartes Stück Arbeit war.
22.11.2020 | Stand: 13:30 Uhr

Die Indians-Frauen haben ihren Platz im Spitzen-Trio der Eishockey-Bundesliga gefestigt. Dafür mussten sie aber schwer schuften. Beim 6:4 (1:2; 3:2; 2:0)-Heimsieg gegen die „Mad Dogs“ aus Mannheim tat sich der amtierende Meister aus der Maustadt keineswegs so leicht, wie das vor dem Spiel zu vermuten war.

Beim Scoring ragte diesmal die Kanadierin Kassandra Roache heraus, der drei Tore und ein Assist gutgeschrieben wurden. Die Deutsch-Kanadierin Sonja Weidenfelder steuerte zwei Treffer bei, Kapitänin Daria Gleißner einen.

Wie schon in der Vorwoche beim 3:2-Heimsieg gegen Spitzenreiter ERC Ingolstadt, als die Indianerinnen alle drei Treffer in Überzahl erzielten, hatten sie nun auch gegen den Tabellenvierten aus Mannheim eine prächtige Powerplay-Quote: Vier ihrer sechs Treffer gelangen den ECDC-Frauen, als eine oder sogar zwei Gegnerinnen auf der Strafbank saßen.

Kleine Änderung im Angriff

ECDC-Trainer Werner Tenschert stand bis auf die nach wie vor verletzte Ronja Hark der komplette Kader zur Verfügung. Seine Angriffsreihen hatte er im Vergleich zum Ingolstadt-Spiel auf einer Position geändert: „Kassie“ Roache griff in der Ersten Reihe zusammen mit Katharina Ott und Anne Bartsch an. Marina Swikull rückte dafür in die Zweite Reihe zu Sonja Weidenfelder und Savannah Rennie. Im Tor schenkte der Coach diesmal Laura Egger sein Vertrauen. Doch nach vier Gegentoren war ihr Arbeitstag nach zwei Dritteln beendet. Im Schlussabschnitt stand dann die Memminger Nummer eins, Emma Schweiger, im Kasten.

Unaufmerksamkeiten beim ECDC

Dass die Partie bis zur letzten Spielminute auf Messers Schneide stand, hatte nicht nur mit den sehr bissig auftretenden „Mad Dogs“ zu tun, sondern auch mit einer Reihe von Unaufmerksamkeiten und Nachlässigkeiten der ECDC-Frauen. So mussten sie in der 18. Minute in eigener Überzahl den Treffer zum 1:2 hinnehmen. Ihre 3:2-Führung hatte gerade einmal 16 Sekunden Bestand. Und auch der 4:4-Ausgleich der "Dogs" elf Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels war wohl nicht gerade das, was sich Trainer Werner Tenschert unbedingt von seinen Spielerinnen zu Weihnachten gewünscht hatte.

Am kommenden Wochenende stehen für die Indians-Frauen zwei Partien beim Tabellenletzten Kölner EC auf dem Programm: am Samstag ab 16.30 Uhr beziehungsweise am Sonntag ab 10 Uhr.