Memmingen

Eishockey-Bundesliga: ECDC-Frauen wieder auf Platz zwei

Doppelten Grund zur Freude hatte Sonja Weidenfelder (rechts): Sie gewann mit dem Frauen-Team des ECDC nicht nur beide Spiele gegen Bergkamen, sondern absolvierte auch ihr 100. Bundesliga-Spiel im Indians-Trikot.

Doppelten Grund zur Freude hatte Sonja Weidenfelder (rechts): Sie gewann mit dem Frauen-Team des ECDC nicht nur beide Spiele gegen Bergkamen, sondern absolvierte auch ihr 100. Bundesliga-Spiel im Indians-Trikot.

Bild: Alwin Zwibel

Doppelten Grund zur Freude hatte Sonja Weidenfelder (rechts): Sie gewann mit dem Frauen-Team des ECDC nicht nur beide Spiele gegen Bergkamen, sondern absolvierte auch ihr 100. Bundesliga-Spiel im Indians-Trikot.

Bild: Alwin Zwibel

Zwei Siege gegen Bergkamen. Warum Sonja Weidenfelder doppelten Grund zur Freude hat.
18.01.2021 | Stand: 14:28 Uhr

Nach einem glatten 6:0-Sieg haben die Bundesliga-Frauen des ECDC Memmingen tags darauf auch das zweite Wochenend-Heimspiel gegen den EC Bergkamen gewonnen. Diesmal mit 4:2. Alles bestens aus Sicht der nun auf Platz zwei notierten Memminger Eishockey-Frauen, könnte man meinen.

Doch die langjährige und ehrgeizige ECDC-Kapitänin Daria Gleißner (27) haderte wenige Minuten nach der Schlusssirene noch ein bisschen mit den Ereignissen in der 58. Spielminute des zweiten Spiels, als die Memmingerinnen nach einer glatten 4:0-Führung innerhalb von nur 14 Sekunden noch zwei Gegentore kassierten. Gleißner sagte: „Die beiden späten Gegentore sind ärgerlich. Das war echt schade für Emma Schweiger, unsere Torhüterin.“ Die Strafzeit, die dem ersten Gegentreffer vorausgegangen war, sei „unnötig“ gewesen, sagte Gleißner.

Kapitänin Daria Gleißner: „Wir sind ins Zocken gekommen“

Überhaupt hätten die „Indianerinnen“ beim 6:0-Erfolg im ersten Vergleich „mit einer größeren Leichtigkeit gespielt als im zweiten Match“, so Gleißner. „Leider“, so die 171-fache Nationalspielerin, „haben wir uns im zweiten Spiel dem Niveau des unterlegenen Gegners angepasst.“

Die Verteidigerin konkretisierte: „Im Laufe des Spiels sind wir mehr und mehr ins Zocken gekommen, wir hatten eigentlich zu viel Zeit und Raum.“ Grundsätzlich jedoch freue sie sich über eine starke Mannschaftsleistung des Teams.

Spiel eins Nach einem etwas holprigen Start in Folge von einigen Hinausstellungen rissen die Allgäuerinnen das Spiel an sich und dominierten es im weiteren Verlauf klar. Marina Swikull erzielte in der neunten Minute den Führungstreffer zum 1:0. Gleißner und Kassandra Roache trafen im Mittelabschnitt zum 3:0-Zwischenstand vor dem letzten Seitenwechsel. Im Schlussdrittel schossen Gleißner, Savannah Rennie und Marina Swikull die deutlich überlegenen Gastgeberinnen zu einem souveränen 6:0-Heimsieg.

Schöner Schlenzer von Carina Strobel

Lesen Sie auch
Die Frauen der Memminger Indians (dunkle Trikots, von links mit Kassandra Roache und Anne Bartsch) mussten gegen die „Mad Dogs“ aus Mannheim richtig hart schuften, bis der 6:4-Erfolg unter Dach und Fach gebracht war.
Memmingen

Eishockey-Bundesliga: ECDC-Frauen bezwingen Mannheim

Spiel zwei Im 100. Bundesliga-Spiel von Sonja Weidenfelder waren die Memminger Frauen in allen Belangen deutlich überlegen – sowohl spielerisch als auch läuferisch und in Sachen Spielgeschwindigkeit. Carina Strobel traf in der 14. Minute mit einem schönen Schlenzer zum 1:0. Beim 2:0 etwa zur Spielmitte stocherte Katharina Ott den Puck erfolgreich ins Gästegehäuse.

Roache und Katharina Häckelsmiller stellten im Schlussdrittel auf 4:0, ehe Bergkamen durch Laura Topfmeier und Laura Hummel den 4:2-Endstand herstellte. Einziger Makel am vollauf verdienten Sieg: Angesichts eines Schussverhältnisses von 47 zu 16 hätte das Resultat eigentlich höher ausfallen müssen.

Ausblick Am kommenden Wochenende pausieren die ECDC-Frauen. Am Samstag, 30., und Sonntag, 31. Januar, erwarten sie dann die Kölner Haie zu zwei weiteren Heimspielen in der Eishockey-Bundesliga.