Memmingen

Eishockey-Oberliga: ECDC Memmingen erzwingt Spiel vier

Jannik Herm (rotes Trikot, links) erzielte im dritten Spiel gegen Regensburg zwei ECDC-Treffer. Das Bild entstand beim zweiten Spiel in Memmingen. Es zeigt (weiter von links) die Memminger Linus Svedlund und Marc Hofmann.

Jannik Herm (rotes Trikot, links) erzielte im dritten Spiel gegen Regensburg zwei ECDC-Treffer. Das Bild entstand beim zweiten Spiel in Memmingen. Es zeigt (weiter von links) die Memminger Linus Svedlund und Marc Hofmann.

Bild: Siegfried Rebhan

Jannik Herm (rotes Trikot, links) erzielte im dritten Spiel gegen Regensburg zwei ECDC-Treffer. Das Bild entstand beim zweiten Spiel in Memmingen. Es zeigt (weiter von links) die Memminger Linus Svedlund und Marc Hofmann.

Bild: Siegfried Rebhan

Nach zwei Schlappen gewinnen die Indians in Regensburg. Damit erkämpfen sie sich im Play-off-Viertelfinale ein zweites Heimspiel. Dieses findet am Dienstag statt.
29.03.2021 | Stand: 12:30 Uhr

Nach knapp 77 Minuten wurden die Indians erlöst: Die Verlängerung war schon fast zu Ende, da zog Lars Grözinger ab, der gegnerische Torhüter ließ den Puck prallen, Grözinger kam zum Nachschuss und löffelte den Puck in die Maschen. Siegtor für den ECDC Memmingen, grenzenloser Jubel bei den Maustädtern. In Spiel drei des Play-off-Viertelfinals in der Eishockey-Oberliga Süd bei den „Eisbären“ Regensburg fuhren die Allgäuer damit den ersten Erfolg ein.

Die ersten beiden Partien hatten sie mit 2:3 (auswärts) und 2:5 (zuhause) verloren – aber jeweils bis zum Ende einen harten Kampf geliefert. In der Best-of-five-Serie hätte eine weitere Niederlage das Ausscheiden bedeutet. So aber erzwang der ECDC ein viertes Spiel, nun wieder in eigener Halle. Spielbeginn am Dienstag ist um 20 Uhr.

Mit dem Rücken zur Wand stehend, zeigten die Memminger Willens- und Nervenstärke und kämpften von Beginn an verbissen um jeden Zentimeter. Zwar gingen zunächst die Hausherren nach toller Kombination in Überzahl durch Richard Divis 1:0 in Führung (12. Minute), doch ein platzierter Schlenzer von Myles Fitzgerald sorgte nur drei Zeigerumdrehungen später für den Ausgleich. Dank mehrerer Paraden von Joey Vollmer im Memminger Tor ging es beim Stand von 1:1 in die Pause.

Leon Abstreiter veredelt starke Phase der Indians

Ähnliches Bild im zweiten Durchgang: Der Favorit und Hauptrundenerste Regensburg verzeichnete zwar mehr Abschlüsse, wirkte aber oft zu unkonzentriert und gehemmt. Besser machten es die Gäste: Einen Schuss von Philipp Stobbe fälschte Leon Abstreiter gekonnt ab und veredelte damit eine starke Phase der Indians mit dem 2:1 (24.). In einer kurz darauf folgenden Überzahl hatten die Memminger mehrmals die Zwei-Tore-Führung auf dem Schläger, scheiterten aber am gut aufgelegten Eisbären-Goalie Patrick Berger. Memmingen machte Druck, Regensburg das nächste Tor: Erneut traf Divis zum 2:2 (27.). Doch die Freude bei den Domstädtern währte nur kurz: In Überzahl stellte Jannik Herm 72 Sekunden später die verdiente Führung wieder her (29.). „Es war ein super Spiel“, resümierte Sven Schirrmacher. Der verletzte Indians-Verteidiger verfolgte die Begegnung wie der ebenfalls verletzte Stürmer Donat Peter von der Tribüne aus und fieberte mit seinen Kollegen mit. Sein Fazit lautete: „Wir haben alles reingeworfen und waren lange im Vorteil – erst im dritten Drittel hat sich das gedreht. Aber die Jungs wussten, dass sie das Spiel trotzdem irgendwie gewinnen müssen.“

Die Regensburger bauen enormen Druck auf

Die Gastgeber starteten mit einer doppelten Unterzahl in das Schlussdrittel. Und wieder war es Herm, der einen starken Pass von Marvin Schmid mit dem 4:2 für Memmingen vergoldete. „Wir lagen zwei Tore vorne und haben es dann fast noch aus der Hand gegeben. Das war unnötig“, sagte Schirrmacher.

Lesen Sie auch
Im ersten Spiel des Play-off-Viertelfinales der Eishockey-Oberliga verloren die Memminger Indians (mit Linus Svedlund, rechts) bei den Regensburger „Eisbären“ mit 2:3. Am Freitag treffen die beiden Teams ab 20 Uhr am Memminger Hühnerberg zum zweiten Mal in den Play-offs aufeinander. Das Bild entstand im Dezember, bei der 3:4-Heimniederlage des ECDC gegen die Eisbären in der Hauptrunde.
Memmingen

Eishockey-Oberliga: ECDC verliert erstes Spiel im Viertelfinale

Die Oberpfälzer bauten enormen Druck auf: Erst stellte Kapitän Peter Flache im Powerplay den Anschluss wieder her (48.), dann hämmerte Divis den Puck per Direktabnahme zu seinem dritten Treffer an diesem Abend in die Maschen (50.).

Die Eisbären drängten auf die Entscheidung, doch Vollmer im Tor war einmal mehr der Fels in der Brandung. 4:4 nach 60 Minuten, die Verlängerung musste einen Sieger bringen. In dieser spielten eigentlich nur die Hausherren, die das Tor der Gäste mit Schüssen eindeckten, aber ein ums andere Mal an Vollmer und einmal sogar am Pfosten scheiterten. Auf der anderen Seite tauchte Mark Ledlin zweimal frei vor Berger auf, der aber stark parierte.

Als Grözinger dann zum Sieg einnetzte, feierten die Indians ausgelassen auf dem Eis – und auf der Tribüne jubelten auch Schirrmacher und Peter.

Das dritte Spiel gegen Regensburg in der Zusammenfassung

Ergebnis: Eisbären Regensburg – ECDC Memmingen 4:5 nach Verlängerung (1:1; 1:2; 2:1; 0:1).

Tore: 1:0 (12. Minute/PP 1) Richard Divis (Nikola Gajovsky, Peter Flache); 1:1 (15.) Myles Fitzgerald (Nikolaus Meier, Jannik Herm); 1:2 (24.) Leon Abstreiter (Philipp Stobbe, Philipp de Paly); 2:2 (27.) Divis (Lukas Heger, Gajovsky); 2:3 (29./PP 1) Herm (Fitzgerald, Christopher Kasten); 2:4 (42./PP 2) Herm (Marvin Schmid, Daniel Huhn); 3:4 (48./PP 1) Flache (Divis, Petr Heider); 4:4 (50.) Divis (Gajovsky, Nico Kroschinski); 4:5 (77.) Lars Grözinger (Kasten).

Strafminuten: Regensburg acht, Memmingen acht.

Referees: Hauptschiedsrichter: Florian Feistl und Robert Ruhnau – Linienrichter: Roman Jung und Christoph Jürgens.

Aufstellungen: Für die Eisbären Regensburg spielten: Torhüter: Berger (76:28) und Holmgren – Abwehr: Bühler, Heider, Weber, Tippmann, Schütz, Vogel, Gulda, Zitzer – Sturm: Divis, Gajovsky, Heger, Flache, Keresztury, Ontl, Schwamberger, Herrmann, Geigenmüller, Schmidt, Kroschinski und Stöhr – Trainer: Max Kaltenhauser. – Für den ECDC Memmingen spielten: Torhüter: Vollmer (76:28) und Steinhauer – Abwehr: Meier, Svedlund, Kittel, Kasten, de Paly, Stange und Stobbe – Sturm: Herm, Ledlin, Fitzgerald, Huhn, Schmid, Hofmann, Abstreiter, Grözinger, Pfalzer, Miettinen, Ahlroth, Wolter – Trainer: Sergej Waßmiller.

Aktuelles aus der Allgäuer Eishockey-Szene gibt es stets in unserem Newsblog.